Herbert Kube: "Es gibt keine Höhenangst"

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Welche Folgen eine zwanglose Fahrt durch Warstein nach sich ziehen kann, verdeutlicht der Iserlohner Unternehmer Herbert Kube (57).

„Ich bin vor acht Jahren mit meinem Auto durch Warstein gefahren und habe dabei von der Montgolfiade gelesen. Kurz entschlossen habe ich mein Auto auf einer Wiese geparkt und musste dafür fünf Euro bezahlen. Das ist auch nachhaltig in Erinnerung geblieben“, kann Kube heute darüber schmunzeln.

Zippo-Sammler im Zippo-Ballon

In Warstein traf der leidenschaftliche Zippo-Sammler (besondere Feuerzeug-Marke) auf einen Stand mit einem Zippo-Ballon. „Ich war so fasziniert, dass ich mit dem Ballonfahrer in Mexico und Thailand gewesen und dort jeweils mitgefahren bin.“
Herbert Kube war sehr schnell auf den Geschmack gekommen. „Ich hatte immer gehört, dass es OBEN schön sein soll.“ Herbert Kube hat sich davon überzeugt und in Bielefeld an der Berwanger Luftsportsschule seine Ausbildung absolviert. Rund 1000 Euro kostete der Schein, den Kube aber 2008 erst ausgehändigt bekam, nachdem er 20 Stunden Ballon gefahren ist. Mittlerweile hat Herbert Kube über 110 Fahrten absolviert. Er fliegt entweder morgens früh gegen 6 Uhr oder abends gegen 20 Uhr. „Alles eine Frage der Thermik, des Aufwindes also.“
Bei der weitesten Fahrt fuhr er von Warstein 80 Minuten lang Richtung niederländischer Grenze.

Die fünfte Montgolfiade-Teilnahme ist geplatzt

In seinem Korb haben außer ihm noch drei weitere Personen Platz. Der älteste Fahrgast war 81 Jahre. „Höhenangst“, so Kube, „gibt es nicht.“ Seine höchste Fahrt führte ihn auf 3500 Meter Höhe. „Das war ein irres Gefühl.“
Ohne seine Mannschaft aber könnte Kube nicht abheben. Detlef Patscher und Klaus-Günter Kopp bilden das Verfolger-Team, wenn Kube in die Luft geht. „Jede Fahrt ist ein Bergungs-Einsatz“, erzählt Detlef Patscher, „nach der kontrollierten Außenlandung haben wir die genaue Position und fahren dorthin.“
Für die Fahrt-Vorbereitung benötigt das Kube-Team ca. 30 Minuten. „Wir sind halt eingespielt.“
Wer erstmals mitfliegt, wird natürlich auch getauft. An Bord befindet sich übrigens auch eine mobile Sektbar.
Herbert Kube hätte gerne am Wochenende zum fünften Mal an der Montgolfiade in Warstein teilgenommen. Die Veranstaltung ist in Warstein wegen der ausgebrochenen Legionellen am dienstagnachmittag abgesagt worden.

Der Albuquerque-Traum

Dafür wird er sich aber im Oktober seinen großen Traum erfüllen. „Ich nehme mit weiteren 600 Ballonfahrern am jährlichen Treffen in Albuquerque in New-Mexico teil. Das ist das Mekka der Ballonflieger.“
Weitere informationen unter www.qb-hotair.de.

Autor:

Rainer Tüttelmann aus Iserlohn

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