Serien-Einsätze der Polizei in der Flüchtlings-Unterkunft

Nachstehend eine Presseinformation der Kreispolizeibehörde.

Nach den gewalttätigen Vorfällen vom Montag in der zentralen Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge in Hemer-Apricke kam es im Laufe des Dienstags (13.11.2012) zu weiteren Vorkommnissen. Am späten Nachmittag erschien eine Gruppe von zehn Flüchtlingen Hilfe suchend auf der Polizeiwache Hemer. Die Personen trugen vor, dass sie in der Innenstadt unterwegs gewesen seien, dort auf die Tatbeschuldigten getroffen seien und im Zusammenhang mit den Vorfällen vom Montag nun von diesen mit dem Tode bedroht würden. Aus diesem Grunde und weil die Flüchtlinge berichteten, die Täter seien noch im Medio-Center unterwegs um dort angeblich Bekleidungsdiebstähle zu begehen, veranlasste die Polizei eine sofortige Fahndung. Unter Einsatz von drei Funkstreifeneinheiten wurden zwei Tatverdächtige im Stadtgebiet gestellt und zur Gefahrenabwehr nochmalig in Gewahrsam genommen. Um weitere Ausschreitungen und Angriffe auf die anderen Flüchtlinge zu verhindern, ordnete der zuständige Richter eine Freiheitsentziehung bis zum Nachmittag des folgenden Tages an. Gegen die zwei Beschuldigten erging Strafanzeige wegen Bedrohung.

Kurz nach 21 Uhr kam es dann in der Flüchtlingsunterkunft zu einem weiteren Gewaltdelikt. Ein Asylbewerber marokkanischer Herkunft geriet vor seiner Wohnung mit zwei Geschädigten in Streit, der schnell in handfeste Tätlichkeiten ausartete. Dabei setzte der Täter auch eine Bierflasche ein, die jedoch bei den Auseinandersetzungen zerbrach. Die gewalttätige Situation wurde durch sofortigen Einsatz mehrerer Funkstreifeneinheiten der Polizei bereinigt. Der 19-jährige Tatverdächtige wurde zur unmittelbaren Verhütung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen und in eine Zelle eingeliefert. Gegen ihn erging Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Zwei Personen erlitten bei dem Vorfall leichte Verletzungen im Gesicht. Sie wurden zunächst vor Ort von Mitarbeitern der Malteser Betreuung versorgt und anschließend zur weiteren ärztlichen Versorgung mit Rettungswagen in die Paracelsusklinik Hemer eingeliefert.

Im Rahmen ihrer bewährten Zusammenarbeit veranlassten Polizei und Bezirksregierung umgehend, dass die gewalttätig gewordenen Asylbewerber mit sofortiger Wirkung anderen auswärtigen Flüchtlingsunterkünften zugewiesen werden. Die Behörden hoffen, dass durch räumliche Trennung der streitenden Parteien weitere Vorkommnisse vermieden werden können.

Autor:

Rainer Tüttelmann aus Iserlohn

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