Männerkreis Hennen auf Spurensuche im Hönnetal

Der Männerkreis der Ev. Kirchengemeinde Hennen erkundete das Hönnetal. Foto H.G. Klohn
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  • hochgeladen von Christoph Schulte

Wie angekündigt starteten 16 Mitglieder des Männerkreises der Evangelischen Kirchengemeinde Hennen am Donnerstag ins „wilde Hönnetal“, um mit der traditionellen Hönnetal-Bahn von Fröndenberg nach Balve zu fahren.

Wider Erwarten ratterte jedoch nicht der aus den Vorjahren bekannte rote Schienenbus in den Bahnhof in Fröndenberg, sondern ein moderner diesel-elektrischer Triebwagen der Regionalbahn R54 holte nahezu geräuschlos seine Fahrgäste ab.

Beherzter Sprung auf den Bahnsteig

Nur der Blick aus dem Zugfenster in die schattigen Tiefen des Tals mit der kurvenreichen Straße und auf die steilen Felswände ließ erahnen, wie sich ein Ausflug entlang der Hönne vormals gestaltete. Dass jedoch auch die Fahrt mit
dem hochmodernen Triebwagen beschwerlich ist, zeigte sich beim Ausstieg am Haltepunkt Binolen, wo der Zug nur mit einem beherzten Sprung auf den schienengleichen Bahnsteig möglich war. An dem Ausweichpunkt für die im Stundentakt pendelnden Züge wurden die Männer schon von den Damen des Vereins der Eisenbahnfreunde Hönnetal zu Kaffee und Kuchen im liebevoll renovierten Bahnhofsgebäude erwartet. Hier kann man auch noch den alten Fahrkartenschalter und das manuelle Stellwerk sehen.

Veränderungen im Bahnverkehr

Der Vorsitzende des Vereins, ein noch aktiver Fahrdienstleiter, erläuterte die Veränderungen im Bahnbetrieb von der Dampflock mit Lokführer, Heizer und Schaffner hin zum funkgesteuerten Triebwagenbetrieb.
Als nostalgischen Höhepunkt durften die Männer auf einem Nebengleis in einem alten Schienenfahrzeug für Reparaturarbeiten mitfahren, das mit einem alten „Käfermotor“ angetrieben wird und das mit einer Hubvorrichtung auf den Schienen um 180° gewendet werden kann.

Entdeckergeist war gefordert

Nach kurzer Weiterfahrt bis Balve wanderten die Hennener noch zu der „Schwesterkirche“ ihrer romanischen Johanneskirche. Auch hier war der Entdeckergeist gefordert, denn an die ursprünglich kleine Dorfkirche wurde zum Beginn des 20. Jahrhunderts ein monumentales neuromanisches Oktagon im Stil des Aachener Doms angebaut.

Zum Abschluss ein Schnitzel-Büfett

Dieses mussten die Männer erst umrunden, um unter den vielen Türen den richtigen Eingang zu finden. Deutlich sichtbar ist die Verwandtschaft der beiden romanischen Dorfkirchen vor allem an der Apsis, dem Tympanon über der südöstlichen Tür und den Fresken im Inneren.
Zum Abschluss konnten die Männer noch die Wandlung des „Sauerländer Krüstchens“ in ein Schnitzel-Büfett erleben.

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