Sprachförderung für internationale Klassen

Rollenspiele im theaterpädagogischen Projektteil halfen den Schülerinnen und Schülern, ihr erlerntes Sprachwissen in gespielten Alltagssituationen, wie zum Beispiel beim Arztbesuch, anzuwenden.                                                                    Foto: Stadt Iserlohn | Foto: Stadt Iserlohn
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Iserlohn. Nachdem im Herbst 2015 eine zweite internationale Klasse an der Realschule am Hemberg eröffnet wurde, nehmen Jugendamt, Mitarbeiter des städtischen Kinder- und Jugendtreffs Heide-Hombruch, Realschule und weitere Kooperationspartner das zum Anlass, um über zusätzliche pädagogische Angebote für internationale Klassen nachzudenken. Herausgekommen ist dabei ein mehrteiliges Programm mit einem theaterpädagogischen Projekt, einem deutsch-arabischen Kochkurs und einem Sprachintensivkurs sowie Einblicken ins Berufsleben durch Betriebsbesichtigungen. Das Pilotprojekt ist im November letzten Jahres gestartet und fand während der Schulzeit einmal wöchentlich im Kinder- und Jugendtreff Heide-Hombruch statt. Nach den Ferien wird das Projekt fortgesetzt:
Das theaterpädagogische Projekt soll Kindern und Jugendlichen die deutsche Sprache auf einer spielerischen und experimentellen Basis näher bringen. In einem theoretischen Teil wird jeweils ein bestimmtes Thema behandelt. Es folgen Übungen in großen und kleinen Gruppen oder paarweise, die sich auf das gewählte Thema beziehen. Im letzten Viertel einer Unterrichtseinheit wenden die Schülerinnen und Schüler ihr erlerntes Wissen in Rollenspielen an.
Insbesondere das Kochprojekt hat in der Pilotphase gezeigt, wie einfach sich Kulturen verbinden. Beim Zubereiten deutscher und arabischer Gerichte wurden schnell Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkannt und diskutiert. Die Schülerinnen und Schüler waren mit Begeisterung bei der Sache und hatten viel Spaß beim gemeinsamen Kochen und gleichzeitigen Lernen der deutschen Sprache. Die Rezepte der im Kochkurs zubereiteten Speisen wurden in einem zweisprachigen Kochbuch zusammengefasst, das im Kinder- und Jugendtreff Heide-Hombruch ausliegt.
Im Sprachintensivkurs geht es darum, die gelernte Sprache im Alltagsleben anzuwenden. Schriftlich und mündlich werden dabei einfache Dinge des täglichen Lebens eingeübt, wie zum Beispiel ein Arztbesuch oder eine Fahrt mit dem Bus und dem Zug nach Dortmund. Abläufe verstehen und diese in Handlung umzusetzen, ist das Ziel des Sprachkurses.
Um einen Einblick in hiesige Betriebs- und Arbeitsabläufe zu vermitteln, haben die Jugendlichen die Firma Lobbe und die Bäckerei Schreiber besucht. Bewusst werden für die Betriebsbesichtigungen ein Großbetrieb und ein mittelständisches Unternehmen ausgesucht, um die Unterschiede deutlich zu machen.
Seit diesem Frühjahr nimmt auch die internationale Klasse der Martin-Luther-Hauptschule an dem Sprachförderangebot teil. Im Herbst werden zwei weitere Schulen in das Programm einsteigen. Und auch im nächsten Jahr sollen weitere internationale Klassen hinzukommen.
Ansprechpartner im Iserlohner Rathaus ist Jürgen Lensing vom Jugendschutz, Tel.: 02371/217-2232, E-Mail: juergen.lensing@iserlohn.de.

Rollenspiele im theaterpädagogischen Projektteil halfen den Schülerinnen und Schülern, ihr erlerntes Sprachwissen in gespielten Alltagssituationen, wie zum Beispiel beim Arztbesuch, anzuwenden.                                                                    Foto: Stadt Iserlohn | Foto: Stadt Iserlohn
Die Projektbeteiligten von Stadt Iserlohn und Realschule am Hemberg stellten gemeinsam mit den Kooperationspartnern und Schülerinnen und Schülern der internationalen Klasse das Sprachförderprojekt bei einem Pressetermin vor. Foto: Stadt Iserlohn
Autor:

Petra Eck aus Iserlohn

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