CDU-Kalkar: van de Sand-Partei Forum schwächt Grundschule Appeldorn

Die Kalkarer CDU-Ratsmitglieder Franz Boßmann, Irene Märker, Regina Janßen und Carsten Naß als Vertreter der betroffenen Stadtteile Kehrum, Appeldorn und Niedermörmter ärgern sich darüber, dass Forum-Spitzenmann Norbert van de Sand seit Monaten immer wieder die Grundschule Appeldorn für seine Profilierungsversuche auswählt.

Das ständige, oft von wenig Sachkenntnis und nur Behauptungen geprägte Gerede über die Schule sei eine Gefahr für den östlichen Grundschulstandort der Stadt. Für die CDU-Vertreter belege das oft nur noch mit Kopfschütteln der anderen Parteien im Rat begleitete Benehmen van de Sands während der letzten Ratssitzung erneut, dass nicht Einsparungen, sondern Selbstdarstellung sein Ziel sei. Wenn das auf Kosten der jüngsten Schüler ginge, sei aber Schluss, so die Christdemokraten.
Nachdem sich van de Sands Aktionen lange gegen die Grundschule in Wissel gerichtet hätten, sei nun die Appeldorner dran. „Durch neue Berechnungsgrundlagen der Klassenzügigkeit, die alle drei Grundschulen der Stadt als Grundlage haben, muss der Zusammenhalt der drei Standorte bestärkt und nicht durch unüberlegte Streichungen von Beförderungsmöglichkeiten gemindert werden. Die Busse als Geisterschulbusse zu bezeichnen ist unerhört, da die Schulleitung die in Rede stehende Fahrt weiter fordert, um weiterhin eine große Flexibilität aufweisen zu können.", so Regina Janßen, Ratsfrau aus Niedermörmter. Hinzu kommt, dass es in Kalkar seit Jahren gar keine Schulbusse mehr gäbe, da die Schülertransporte in den ÖPNV eingegliedert seien und dieser natürlich auch etwa älteren Menschen oder Bürgern ohne Führerschein bereit stünden.
Selbst der Protest der in der Ratssitzung anwesenden Schulpflegschaftsvorsitzenden der Appeldorner Grundschule hielt van de Sand nicht davon ab, weiter zu machen. Da würden keine Kinder mitfahren, was diese Mutter mit „erst am Mittwoch noch meine Tochter“ kommentierte. Für die CDU heißt Bürgernähe, solchen, großen Einsatz zeigenden Betroffenen zuzuhören und in Abstimmungen zu berücksichtigen.
Die von van de Sand geforderte Umstellung bei Linie 76 auf Bedarfsfahrten um 10.30 Uhr brächte eine Einsparung von 3.000 Euro pro Jahr, deren Streichung 5.000 Euro. Dass aber z.B. der NIAG einen Tag vorher alle Haltestellen von der Schule zu nennen wären, um die Kinder sicher wegbringen zu können, ignorierte van de Sand einfach.
Die CDU verweist darauf, dass die Transportkosten seit 2009 von 710.000 auf 678.000 Euro gesunken seien, also Einsparpotentiale stets im Miteinander von Schulen, Stadt und NIAG genutzt würden und dabei sogar Angebotsverbesserung etwa im Bereich Uedemerbruch erreicht wurden.
Die CDU steht zur Grundschule Appeldorn und fordert ein klares Bekenntnis der van de Sand-Partei Forum zu diesem dritten Standort, der es auch wegen des Busangebots der Nachbarkommune schwer habe. "Wenn einerseits die Kinder quasi vor der Tür abgeholt und andererseits hier Busse eingestellt werden, ist doch klar, dass das negative Folgen für Appeldorn hat", so Carsten Naß. Von 2000 bis heute ist die Zahl der Grundschulkinder in Kalkar von 770 auf 535 zurückgegangen, in Appeldorn von 203 auf 107 – auch wohl wegen des guten Busangebots aus der Nachbarschaft.
Die CDU-Fraktion mahnt zu Sachlichkeit, Ehrlichkeit und bürgernaher Politik. „Wahlkampf auf dem Rücken der Kinder wird es mit uns nicht geben“, so abschließend Carsten Naß aus Appeldorn, der auch stellvertretender Fraktionsvorsitzender ist.

Autor:

Lokalkompass Kleve aus Kleve

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