Ein Gespräch mit .... Wolfgang Pitz

Wolfgang Pitz, Vorsitzender der Seniorenunion Goch und stellv. Vorsitzender der Seniorenunion Kreis Kleve, im Gespräch
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  • Wolfgang Pitz, Vorsitzender der Seniorenunion Goch und stellv. Vorsitzender der Seniorenunion Kreis Kleve, im Gespräch
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Für meinen heutigen Gesprächs- und Diskussionspartner Wolfgang Pitz aus der Weber- und Nachbarstadt Goch gilt primär: Menschen mitnehmen, Menschen im Alter ein Zuhause und eine Nähe geben, das soziale Umfeld bei Seniorinnen und Senioren beibehalten und stärken sowie auf jeden Fall eine Alterseinsamkeit verhindern!

Wolfgang Pitz ist seit vierzehn Jahren im Vorstand der Seniorenunion Goch tätig, davon zehn Jahre als verantwortlicher Vorsitzender und außerdem seit acht Jahren stellvertretender Vorsitzender in der Seniorenunion des Kreises Kleve. Er bringt sich fast täglich ehrenamtlich in diese wichtigen Aufgaben ein, seinen Einsatz kann man als effektiv, leidenschaftlich und intensiv bezeichnen. Große Freude macht ihm die Arbeit mit den älteren Menschen. Dies erkennt man, wenn man sich mit ihm unterhält. Auf einer Ebene von Toleranz, Hilfsbereitschaft und Respekt kann man mit Wolfgang Pitz über viele Themen reden. Fair und sachlich war auch dieses Gespräch über seine Aufgaben als Ehrenamtler.

Einige detaillierte Fragen wurden von ihm offen, kurz und klar beantwortet.

Meine Frage: Pflegereformen begleiten das Leben der Menschen in den Seniorenheimen. Wo sehen Sie starke Schieflagen, die dringend aufgearbeitet werden müssen?

Das dringendste Problem ist für mich der Personalschlüssel,  dieser muss verändert werden.

Frage: Sollte man die Pflegekosten-Eigenanteile der pflegebedürftigen Menschen senken?

Wünschenswert, aber nach Stand von heute nicht erreichbar. Meine Überzeugung: Die Kosten werden steigen. 

Frage: Pflegefach- und Betreuungskräfte sind Leistungsträger unserer Gesellschaft. Wird diese Realität von der Gesellschaft, von den Bürgern genügend erkannt und gewürdigt?

Nein, die Anerkennung fehlt. Hier spreche ich allerdings nicht alleine von Einkommen. Bei unseren Besuchen in Altenheimen stellen wir fest, es fehlt manchmal nur das Dankeschön. Ein Altenheim ist kein Cafe, wenn Besucher kommen und es als selbstverständlich ansehen, dass es Kaffee gibt und dieser auch gebracht wird, werden hier examinierte Kräfte als Bedienungen angesehen.

Frage: Sollte man in jungen Jahren, in den aktiven Berufsjahren, schon daran denken, dass man später einmal in einem Pflegeheim leben könnte?

Es ist dringend erforderlich auch in jungen Jahren an das Alter zu denken.

Frage :Kann man für eine eventuelle Pflege im Alter vorsorgen, wenn Ja - wie?

Ja es gibt mehrere Möglichkeiten, neben der gesetzlichen Pflegeversicherung, gibt es diese auch bei den privaten Versicherern.
Es gibt aber sinnvolle Fonds, in denen man anlegen kann.
Wer die Möglichkeit hat, eine Immobilie zu erwerben, sollte dies tun.

Auch über weitere Themen wie häusliche Pflege, ambulante Pflege und Finanzierungsmöglichkeiten diskutierte ich gern mit Wolfgang Pitz, auch kontrovers, aber immer mit Respekt vor anderen sachlichen Überzeugungen. Ehrenamtlich tätige Menschen stärken unsere Gesellschaft.

Ich danke ihm für dieses Gespräch im historischen Park des Rittersitzes Haus Horst vor den Toren von Kalkar.

Wolfgang Pitz, Vorsitzender der Seniorenunion Goch und stellv. Vorsitzender der Seniorenunion Kreis Kleve, im Gespräch
Mein Diskussionspartner Wolfgang Pitz aus Goch
Autor:

Willi Heuvens aus Kalkar

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