Rouenhoff: „Pflegende Familienangehörige brauchen Entlastung“

CDU-Bundestagskandidat Stefan Rouenhoff besuchte kürzlich gemeinsam mit dem Kalkarer CDU-Stadtverbandsvorsitzenden David Kerkenhoff und Ratsmitglied Ansgar Boßmann das St. Nikolaus Hospital in Kalkar.

Die CDU-Politiker tauschten sich vor Ort mit dem Geschäftsführer der Katholischen Karl-Leisner-Pflegehilfe gGmbH, Ottmar Ricken, und Gabriele Theissen vom Gocher Wilhelm Anton Hospital über Pflege, Seniorenbetreuung und die ärztliche Versorgung im Kreis Kleve aus.

Stefan Rouenhoff warb im Gespräch mit Ottmar Ricken für einen weiteren Ausbau der Plätze für Tages- und Kurzzeitpflege im Kreis Kleve: „Die Pflegestärkungsgesetze haben dazu geführt, dass pflegebedürftige Menschen verstärkt von den eigenen Familienangehörigen zuhause betreut werden. Pflegende Familienangehörige stehen jedoch häufig mitten im Berufsleben. Die gleichzeitige Pflege ihrer Angehörigen wird somit zu einer echten Herausforderung. Daher ist es wichtig, hier Entlastungsangebote zu schaffen. Die Ausweitung der Tagespflege und Kurzeitpflege ist hier entscheidend.“

Der Einschätzung von Rouenhoff kann Ottmar Ricken nur zustimmen: „Die Entlastung der Menschen, die ihre Angehörigen betreuen, muss weiter in den Fokus rücken. Mit dem am 1. Dezember 2016 von Bundestag verabschiedeten Pflegestärkungsgesetz III werden für Tages- und Kurzzeitpflege weitere staatliche Mittel für pflegende Familienangehörige bereitgestellt. Hierüber müssen wir verstärkt informieren. In Kalkar, Kleve, Xanten und Kevelaer bieten wir aktuell mehrere Tages- und Kurzzeitpflege-Plätze an und bauen weiter aus. In den Städten und Gemeinden im Kreis Kleve ist das Angebot allerdings sehr unterschiedlich.“

Gemeinsam mit Gabriele Theissen engagiert sich Ottmar Ricken auch für ein besseres Image der Pflegeberufe. „Die gute Arbeit der Pflegerinnen und Pfleger muss wieder stärker betont werden. Überall gibt es schwarze Schafe. Doch der allergrößte Teil leistet eine wirklich hervorragende und vor allem fürsorgliche Arbeit.“ Beide berichteten von ihrer Erfahrung mit Familien und Senioren, die Vorbehalte überwunden und die immensen Vorteile erkannt hätten, die Pflege- und Betreuungseinrichtungen bieten können.

Die CDU-Politiker thematisierten auch die ärztliche Versorgung und den Ärztemangel im Kreis Kleve. Ricken und Theissen erläuterten, dass bei der Ärzte-Bedarfsplanung grundsätzlich die Einwohnerzahl als Maßstab herangezogen werde. Damit werde der Kreis Kleve mit seinen rund 310.000 Einwohnern genauso behandelt wie Großstädte mit gleicher Einwohnerzahl. Vergessen werde hierbei, dass Großstädte häufig über ein dicht ausgebautes Netz von Bussen und Straßenbahnen sowie zum Teil auch U-Bahnen verfügten. Rouenhoff und David Kerkenhoff mahnten an, dass regionale Unterschiede bei der Ärzte-Bedarfsplanung eine Rolle spielen müssten. Es sei ein gewaltiger Unterschied, ob man mit der U-Bahn zum nächsten Arzt fahren könne oder ob man 50 Kilometer mit dem Auto zum nächsten Fach- oder Kinderarzt zurücklegen müsse. Auch wenn hier dicke Bretter gebohrt werden müssten, versprachen die Christdemokraten, an dem Thema weiter dran zu bleiben.

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Lokalkompass Kleve aus Kleve

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