Karl-Ludwig van Dornick geht, Stephan Weber kommt

Karl-Ludwig van Dornick hatte lange das Amt des Senatspräsidenten der KKG inne. Jetzt trat er vom Amt zurück. In seine Fußstapfen tritt Stephan Weber. van Dornick wurde zum Ehrensenatspräsidenten ernannt. | Foto: Heinz Holzbach
  • Karl-Ludwig van Dornick hatte lange das Amt des Senatspräsidenten der KKG inne. Jetzt trat er vom Amt zurück. In seine Fußstapfen tritt Stephan Weber. van Dornick wurde zum Ehrensenatspräsidenten ernannt.
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kalkar. Die Entscheidung war schon im Vorfeld des Kalkarer Dreikönigsballs gefallen: der langjährige Senatspräsident der Kalkarer-Karnevals-Gesellschaft (KKG), Karl-Ludwig van Dornick, trat von seinem Amt zurück. Der Staffelstab wurde an Stephan Weber übergeben. „Das musste sein, ich werde 73 Jahre alt“, sagte van Dornick im Gespräch mit dem Klever Wochenblatt.

Der Mann, der das Gesicht des Kalkarer Karnevals maßgeblich mitprägte, war von Anfang an dabei. 1965 wurde die KKG neu gegründet, Karl-Ludwig van Dornick war mit von der Partie. Seine karnevalistische Karriere begann in der Bütt, 38 Jahre bekleidete er das Senatorenamt- „Ich habe die ganze karnevalistische Ochsentour hinter mich gebracht“, lacht van Dornick gut gelaunt. Er verspricht: „Ich bleibe dabei - ich werde mich auch weiterhin konstruktiv in die Arbeit des Vereins einbringen.“ Als er seine Entscheidung am vergangenen Samstag bekannt gab, gab es stehende Ovationen - und zugleich eine Ehrung für den scheidenden Sentaspräsidenten: Er wurde zum Ehrensenatspräsidenten ernannt. „Das hat mich wirklich sehr gefreut“, so van Dornick.

Ein Blick zurück in die Kalkarer Karnevalsgeschichte zeigt ein wechselvolles Bild: Gleich nach dem Krieg wurde 1949 wieder Karneval gefeiert: „Da gab es die erste Büttensitzung“, erzählt van Dornick. 1955 wurde unter etwas mysteriösen Umständen ein erster und letzter Nachkriegsprinz gekürt: Das Versprechen, dass er sich eine Existenz im soeben restaurierten Ratskeller aufbauen könne, lockte den Mann. Das Versprechen kam vom damaligen Bürgermeister.

„Der hatte allerdings genausowenig zu sagen wie ich zu meiner Bürgermeisterzeit. Maßgeblich war der Stadtdirektor - und der torpedierte die Vereinbarung - der Ratskeller ging an jemand anderen.

„Der ganze Rat trat daraufhin geschlossen zurück - der Bürgermeister aber blieb im Amt“, schmunzelt van Dornick.

Er ist sicher: „Bei Stephan Weber ist das Amt des Senatspräsidenten gut aufgehoben.“ Der geborene Kölner, der früher einmal als Sänger bei den Höhnern mit dabei war, hat sich seine Sporen schon längst verdient. „Auch wenn er ein ‚Beigeschlufter‘ ist“, wie es Karl-Ludwig van Dornick ausdrückt. Im zivilen Leben ist Stephan Weber stellvertretender Leiter des Jan-Joest-Gymnasium. Hier unterrichtet er Musik und Englisch. Die Schulband wurde von ihm gegründet, den Musikverein von Calcar leitet er im Übrigen auch. Und auch die „Singenden Leerer“ sind ohne Stephan Weber undenkbar. Der Kölsche Jong wird in diesem Jahr also erstmals bei der Kalkarer Prunksitzung seines Amtes als Sentaspräsident walten - und zugleich den musikalischen Taktstock schwingen.

Autor:

Annette Henseler aus Kleve

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