Kamen: Zeche Monopol hat Zukunft

Die Stiftung Industriedenkmalpflege, Geschichtskultur und die Stadt Kamen trafen sich zum Gespräch zum Umgang mit dem Industriedenkmal Zeche Monopol Schacht Grillo 1. Foto: privat
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  • hochgeladen von Anja Jungvogel

„Wir begrüßen die positive Aufnahme in Kamen und das Engagement der Stadt und des Vereins „Monopol 2000“ und freuen uns sehr, dass wir hier mit offen Armen empfangen werden!“

Gerne nahm Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, die Einladung des Bürgermeisters der Stadt Kamen, Hermann Hupe, zu einem gemeinsamen Gespräch an. Nach der erfreulichen Nachricht zur Aufnahme des Industriedenkmals Zeche Monopol Schacht Grillo 1 in das Eigentum der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur im November 2015 sollte über das weitere Vorgehen beraten werden. Neben dem Bürgermeister und der Vertreterin der Stiftung waren u.a. auch der Beigeordnete Dr. Liedtke und Vertreter des Vereins „Monopol 2000“ zum Gespräch geladen.
Ursula Mehrfeld berichtete eingangs über die ersten Schritte, die im Hinblick auf den Erhalt des Denkmals und die Aufnahme in den Stiftungsbestand anstehen. Zunächst soll die Fläche aus der Bergaufsicht entlassen werden. Hierfür ist es nötig, dass die nicht unter Denkmalschutz stehende Maschinenhalle von der RAG AG abgebrochen und das Fördermaschinenhaus, das in Folge eines Vandalismusschadens derzeit nicht betreten werden darf, beräumt wird. Diese Arbeiten sind für 2016 geplant. Erst dann steht die Zeche Monopol für gemeinsame Aktivitäten zur Verfügung.
Über die Pläne und Ziele einigten sich Bürgermeister Hupe, Beigeordneter Dr. Liedtke und die Vereinsvertreter von Monopol 2000 rasch mit der Industriedenkmalstiftung: Gemeinsam soll das Denkmal erstmalig 2017 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Die Stiftung erarbeitet bereits ein Handbuch als Grundlage für die Führungen, die dann ab dem nächsten Jahr in Kooperation mit dem Verein Monopol 2000 für die interessierte Öffentlichkeit angeboten werden sollen. Darüber hinaus ermutigte Bürgermeister Hupe die Vereinsvertreter, erste Pläne für eine Veranstaltung im Jahr 2017 zu entwickeln; so könnte beispielsweise im Rahmen eines alljährlich wiederkehrenden „Monopol Festes“ o.ä. die ehemalige Zeche für Bürgerinnen und Bürger geöffnet werden.
Die Industriedenkmalstiftung machte ihr Anliegen deutlich, von Anfang an eng mit der Stadt Kamen und dem Verein zusammenzuarbeiten. Schritt für Schritt sollen gemeinsame Wege und Projekte ausgelotet werden, um das Denkmal mit Leben zu füllen und die Geschichte des Ortes in angemessener Weise zu vermitteln. Vor allem möchte die Stiftung örtliche Aktivitäten im Bereich der Bildungsarbeit anregen; so könnte die Zeche Monopol zum Beispiel als außerschulischer Lernort profiliert werden.
„Auf jeden Fall sind“, so das Resümee von Ursula Mehrfeld, „vor Ort die besten Voraussetzungen gegeben, um das Denkmal zu erhalten und zu einem lebendigen Ort der Industriekultur zu entwickeln.“

Autor:

Anja Jungvogel aus Stadtspiegel Kamen

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