Billig, fett und schnell: "Unser Essen macht uns krank"

Bio-Landwirt Friedrich Ostendorff ist gegen Massentierhaltung. Foto: FF
  • Bio-Landwirt Friedrich Ostendorff ist gegen Massentierhaltung. Foto: FF
  • hochgeladen von Anja Jungvogel

Biolandwirt und Bundestagsabgeordneter Friedrich Ostendorff kritisierte am Montag in der ARD-Fernsehsendung „Hart aber Fair“ die Methoden in der Massentierhaltung. Das Thema der Sendung: „Billig, schnell und fett“.

Ist Fastfood wirklich billig? Was taugen Brötchen aus dem Discounter? Und was macht der Preiskampf bei Lebensmitteln mit Bauern und Herstellern?- Frank Plasberg behandelte diese Fragen mit Experten aus dem Gesundheitsbereich, der Lebensmittelbranche und aus der Politik. Eingeladen war unter anderem Friedrich Ostendorff als Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Landwirtschaft. Der Bundestagsabgeordnete ist zudem stellvertretener Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutzes.

Ihm geht beim Thema die Hutschnur hoch, da seiner Meinung nach die Debatte um den Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung zu lapidar abgehandelt wird. Besonders kritisiert er die Entscheidungen von Ernährungs- und Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner.
„Frau Aigner muss endlich gegenüber dem Parlament erklären, welche Konsequenzen sie aus den erschreckenden Befunden zur Antibiotika-Vergabe in der Tierhaltung zieht. Die Ministerin reagiert immer nach dem gleichen Muster auf Skandale im Lebensmittelbereich: Sie ist betroffen, kündigt nebulöse Maßnahmen an und verweist auf die Verantwortung der Länder.  Die Bürger erwarten, dass sie selbst Verantwortung übernimmt und dass ihr Möglichstes tut, um Schaden abzuwenden. Die bisher von der Regierung angekündigten Maßnahmen werden dieser Verantwortung nicht gerecht. Sie sind nicht mehr als Beruhigungspillen. Das eigentliche Problem - die Reform des bestehenden Systems der Fleischerzeugung wird auf die lange Bank geschoben.“ Ostendorff fordert mit seiner Partei grundlegende Veränderungen in Deutschlands Mastställen und Schlachthöfen. Jetzt sei das Maß endlich voll. Die Grünen haben eine aktuelle Stunde mit dem Titel: „Haltung der Bundesregierung zum massiven Einsatz von Antibiotika in der industriellen Tierhaltung“ im Bundestag beantragt.

Volker Beck, parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen erklärte dazu: „Die Massentierhaltung stellt eine Gefahr für die Gesundheit dar. In einer Untersuchung enthielt jede zweite Probe von Hähnchenfleisch in Supermärkten gegen Antibiotika resistente Bakterien. Das kontaminierte Fleisch stammte ausschließlich aus industrieller Massenproduktion.“

Autor:

Anja Jungvogel aus Unna

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

51 folgen diesem Profil

3 Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.