Bunte Eiervielfalt - was ist zu beachten?

Bei lose angebotener Ware, zum Beispiel auf Wochenmärkten, reicht es, wenn auf einem Schild neben den Eiern der Hinweis „mit Farbstoff“ steht. Foto: Martyna
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160 Millionen bunte Hühnereier wanderten allein letztes Jahr zu Ostern – entweder fertig verpackt aus Supermärkten oder Discountern, aber auch einzeln erstanden in Bäckereien, Metzgereien und am Marktstand – über die Ladentheke ins Osterkörbchen. „Damit Verbraucher einschätzen können, wie lange ein gekauftes gekochtes Ei genießbar ist, wie die Hennen gehalten werden und welche Farbstoffe verwendet werden, brauchen sie auch bei verzehrfertigen, bemalten Eiern verlässliche Angaben", fordern die Umweltberaterinnen der Verbraucherzentrale in Kamen. Folgende Hinweise helfen Kunden, ein unbedenkliches Osterei im bunten Sortiment zu finden:
Bei verzehrfertigen bunten Eiern im Karton oder in der Plastikschale müssen Mindesthaltbarkeitsdatum, Verkehrsbezeichnung, Stückzahl oder Gewichtsangabe, Name und Anschrift des Anbieters sowie das Zutatenverzeichnis angegeben sein. Zudem sind auf der Packung auch noch die verwendeten Farbstoffe aufgelistet. Bei lose angebotener Ware auf Wochenmärkten, in Bäckereien und Metzgereien reicht es, wenn auf einem Schild neben den bunten Eiern lediglich der Hinweis „mit Farbstoff“ steht.
Sind die Eier mit einem bunten Anstrich versehen, gilt für sie noch ein Mindesthaltbarkeitsdatum von 36 Tagen. Dies wird bei abgepackten Eiern auch angeben. Bei losem Verkauf fehlt häufig das Haltbarkeitsdatum.
Häufig sind auch keine Angaben auf Herkunft der Eier und Haltungsform zu finden.
Fürs österliche Ess-Vergnügen muss man also laut Verbraucherzentrale nicht selbst zum Farbtopf greifen, da Qualität und Verzehr der fix und fertigen Ostereier – auch bei langer Lagerung – unbedenklich sind. Bunte Eier ohne Mindesthaltbarkeitsdatum sollten Kunden jedoch besser links liegen lassen! Verbrauchern, die Wert legen auf deutsche Eier aus artgerechter Tierhaltung, empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW, „am besten selbst Hand anzulegen und die Eier mit natürlichen Eiermalfarben färben“.

Autor:

Iris Steierl aus Kamen

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