Drei, zwei, eins - Deins: Tausch deine Sachen in der GiveBox!

Die GiveBox ist fast fertig - jetzt sind Astrid Wohlgemuth und Oliver Loschek gespannt, was am Samstag passiert.
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  • Foto: Volkmer
  • hochgeladen von Tobias Weskamp

Dortmund hat sie, Berlin auch, und jetzt auch Kamen: In einer GiveBox auf dem Willy-Brandt-Platz in Kamen können die Bürger überflüssige Dinge einfach umtauschen – ohne Gebühren, Versand oder Zwischenhändler.

„Wir wollen die Nachhaltigkeit fördern“, erklärt Oliver Loschek die Hauptidee. Gemeinsam mit Händlerin Astrid Wohlgemuth ist er der Hauptinitiator der GiveBox, zu Deutsch „Gebe-Kiste“. Die Idee kam Loschek durch eine Fernsehsendung, die im Oktober 2012 das Konzept der GiveBox vorstellte. In einer Facebook-Gruppe stellte er die Idee vor und fand schnell Gleichgesinnte.
„Im Gegensatz etwa zu eBay muss hier nicht viel Zeit und Energie investiert werden: Die Ware einfach vorbeibringen und reinstellen“, erklärt er. „Wir sind aber keine Konkurrenz zu Tauschbörsen, da es bei uns völlig ohne Bezahlung laufen wird“, sagt der Initiator. „Der soziale Aspekt steht im Vordergrund. Es soll nicht immer alles weggeworfen werden, was ein anderer noch gebrauchen kann.“

Die Give-Box - Aufräumen und Gutes tun

Bestehen wird die GiveBox hauptsächlich aus Holz mit einer Grundfläche von 1,20 x 2 m und einer Höhe von etwa 2,40 m. Die Tauschwaren sollen mit einer Hand zutragen sein. Aber auch größere Dinge können in der GiveBox an den Mann bzw. die Frau gebracht werden: Im Inneren werden Loschek und sein Team eine Pinnwand aufhängen, an der größere Gegenstände angeboten werden können.
Für die Nutzung der Box wird es lediglich ein paar einfache Regeln geben. „Die Sachen müssen noch in Ordnung sein und funktionieren. Der Weiterverkauf der Tauschware ist nicht erwünscht“, gibt er der Hoffung Ausdruck, dass nicht einige Nutzer Kapital aus der Tauschmöglichkeit schlagen. Hauptsächlich werden es Kleidung, Schuhe und Bücher sein, die getauscht werden, weiß Loschek aus der Erfahrung anderer Städte.

Um Mitstreiter brauchte sich Loschek keine Sorgen zu machen. Auch die Geschäftsleute der Umgebung hatte er schnell auf seiner Seite. Schwieriger war es, eine Versicherung zu finden und genug Spendengelder zusammenzubekommen, um die Materialen kaufen zu können. Am Samstag (9. März) wird die Box der Öffentlichkeit übergeben. Das Interesse ist jetzt schon groß: „Wir haben schon so viele Anfragen von Tauschwilligen, dass wir am Eröffnungstag noch ein paar Tapeziertische aufstellen können“, sagt Loschek.
Auch um die Sicherheit der Box hat sich Loschek gekümmert. „Wir werden die Box über Nacht abschließen. Tagsüber werden die Geschäftsleute der Umgebung ein Auge auf den Bau haben“, sagt er. In anderen Städten hat es seiner Kenntnis nach bisher keine Probleme mit Vandalismus gegeben.

Autor:

Tobias Weskamp aus Kamen

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