Kamen: Zusammen ist man nicht allein - Sterbebegleiter gesucht

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Interesse allein reicht nicht, nicht in diesem Fall: Als ehrenamtliche Sterbebegleiterin oder ehrenamtlicher Sterbebegleiter muss man befähigt sein. Dazu gehört auch eine umfassende Schulung. Wer sich zu diesem besonderen Dienst für schwerstkranke Menschen und deren Angehörige berufen fühlt, kann beim ambulanten Hospizdienst Kamen mehr erfahren.

Es ist eine herzliche Einladung an alle Menschen, die sich mit dem Thema Krankheit, Sterben und Tod auseinandersetzen möchten; Menschen, die sich auf die Begleitung kranker oder sterbender Menschen vorbereiten möchten und Menschen, die sich für eine Mitarbeit im ambulanten Hospizdienst, auf der Palliativstation oder im stationären Hospiz interessieren.

Hilfe auch für Angehörige

"Die meisten Sterbebegleiter bringen sehr persönliche Erfahrungen mit", weiß Barbara Divis. Die gelernte Krankenschwester kam bereits übers Ehrenamt 1996 zum Hospizdienst und Hospizverein, heute ist sie gemeinsam mit Ulrike Dieckmann hauptamtlich für den Verein tätig. "Wir suchen jedes Jahr neue Ehrenamtliche, denn der Bedarf ist immer da!" Dass der Hospizdienst immer wieder geeignete Männer und Frauen findet, die andere Menschen bei ihrem Abschied vom Leben intensiv begleiten, freut Barbara Divis sehr. "Tatsächlich sind es die Aufrufe im Stadtspiegel, auf die wir die meiste Resonanz erfahren." Seit vergangenem Jahr sind auch zwei muslimische Frauen Teil des Teams.
Seit über 25 Jahren setzt sich die Hospizbewegung in Deutschland dafür ein, dass Menschen ihre letzte Lebensphase in einer Umgebung und Atmosphäre verbringen können, die ihren Wünschen entspricht. Das Anliegen der ambulanten Hospizdienste ist es, schwerstkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen und Freunden zur Seite zu stehen.
Durch das Dasein und aufmerksames Zuhören möchten Sterbebegleiter die Wünsche und Bedürfnisse betroffener Menschen wahrnehmen und angemessen auf sie eingehen.
Fürsorge und Mitmenschlichkeit stehen im Mittelpunkt der Gespräche, Unterstützung und Entlastung, die ein ambulanter Hospizdienst leistet. Auf Wunsch besuchen und begleiten sie schwerstkranke und sterbende Menschen zu Hause oder dort, wo die Menschen, die Unterstützung wünschen. Zum Beispiel in den Einrichtungen der Altenpflege, Einrichtungen der Behindertenpflege oder auch im Krankenhaus.
Nicht geeignet sind Menschen, die zwar liebend gerne helfen wollen, aber selbst Hilfe brauchen, beispielsweise einen Verlust erlitten haben und ihre eigene Trauer nicht bewältigen, sondern durch das Ehrenamt zu verdrängen suchen. Barbara Divis: "Man muss auch lernen, dass es nicht für alles eine Lösung gibt. Man muss manches aushalten können."

Kurs startet am 9. November

Die ambulanten Hospizdienste Kamen: Kamener Hospiz e. V. und Unna: Omega – mit dem Sterben leben e.V., die Palliativstation und das Referat Sterbe- u. Trauerbegleitung des Evangelischen Kirchenkreises Unna bieten in Zusammenarbeit ab dem 9. November erneut den Befähigungskurs für ehrenamtliche Sterbebegleiter an.
Ziel ehrenamtlicher Sterbebegleitung ist es, die letzte Lebensphase Sterbender so zu gestalten, dass sie möglichst selbst bestimmt verläuft und von der notwendigen Fürsorge begleitet wird. Die Aufgabe der Hospizmitarbeiter- und mitarbeiterinnen besteht darin, schwerkranke und sterbenskranke Menschen und ihre Angehörigen bei der Bewältigung des Alltags zu unterstützen und ihnen als einfühlsame und kompetente Gesprächspartner zur Seite zu stehen.
Inhalte und Themen des Kurses werden unter anderem sein: eigene Auseinandersetzung mit Sterben, Tod, Trauer und Abschiednehmen; Schulung der Wahrnehmung und des Zuhörens; Kommunikation und Grundregeln des helfenden Gespräches; Umgang mit Konflikten, Krisen, Selbstsorge, Spiritualität, Biografiearbeit und eigene Handlungsmuster. Im Kurs geht es in erster Linie um ein gemeinsames Lernen in der Gruppe und die Bereitschaft, sich mit sich selber auseinanderzusetzen. Wer sich darauf einlassen möchte, ist herzlich zum Informationsabend eingeladen.
Donnerstag, 30. August, um 19 Uhr in den Räumen des ambulanten Hospizdienstes:
Kamener Hospiz e.V., Kämerstraße 35, 59174 Kamen.
Weitere Informationen bei Ulrike Dieckmann und Barbara Divis unter Tel. 02307/234612.

Autor:

Kerstin Halstenbach aus Marl

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