Aus für Einwegkunststoff
Ohne Plastikgabel und Kunststoff-Strohhalm

Umweltberaterin Jutta Eickelpasch informiert auch in Schulen zum Thema "Plastikvermeidung und Müll im Meer" - wie hier in der Klasse 1a der Diesterwegschule.
  • Umweltberaterin Jutta Eickelpasch informiert auch in Schulen zum Thema "Plastikvermeidung und Müll im Meer" - wie hier in der Klasse 1a der Diesterwegschule.
  • Foto: Verbraucherzentrale NRW e.V.
  • hochgeladen von Petra Zellhofer-Trausch

Im neuen Jahr kommen viele Neuerungen auf die Verbraucher zu.Eine davon, das Verbot von Einwegplastik, erläutert Umweltberaterin Jutta Eickelpasch von der Verbraucherzentrale Kamen.

"Das Verbot bezieht sich auf eine Auswahl von Einwegprodukten für die es längst Alternativen gibt", so Eickelpasch. " Es löst natürlich nicht alle Umweltbprobleme, die die Verpackungsberge mit sich bringen, ist aber ein neuer Schritt zum Schutz der Meere, in denen alarmierend viel schwer zersetzbares Plastik zu finden ist."

Ab Juli wird Plastik verbannt

Ab dem 3. Juli 2021 ist der Verkauf von Besteck, Tellern, Trinkhalmen, Rührstäbchen, Wattestäbchen und Luftballonstäben aus Plastik verboten. Das Verkaufs-Aus trifft auch Becher und Behälter aus Styropor, in denen Speisen und Getränke verpackt und transportiert werden. Außerdem werden alle Produkte aus oxo-abbaubarem Kunststoff – wie Beutel oder Verpackungen – aus dem Handel verbannt. Dieser zersetzt sich in besonders schwer zu entsorgende Mikropartikel, baut sich aber nicht weiter ab.

Rote Karte für Wegwerfartikel

Weil es für all diese Plastikprodukte bereits umweltfreundliche Alternativen gibt, hat der Gesetzgeber den überflüssigen Wegwerfartikeln nun die rote Karte gezeigt, damit diese Plastikgegenstände – die übrigens am häufigsten als Müll an europäischen Stränden landen – nicht mehr auf den Markt kommen. Der Abverkauf von bereits bestehenden Lagerbeständen – die nicht zuletzt auch durch die Covid 19-Pandemie entstanden sind – bleibt zulässig, um eine gebrauchslose Vernichtung der Einwegprodukte zu vermeiden.

Mit Inkrafttreten der "Verordnung zum Verbot von Einwegkunststoff-Produkten" werden hierzulande die EU-Vorgaben einer Europäischen Plastikstrategie umgesetzt. Ziel der Maßnahmen ist es, die Verschmutzung der Meere und der Umwelt einzudämmen, Recycling zu einem lohnenden Geschäft zu machen und die Entwicklung recyclingfähiger, innovativer Kunststoffe zu befördern.

Beratung zu Alternativen

Jutta Eickelpasch bietet auch Beratung und Einkauftipps zum Thema "Sinnvolle Plastik-Alternativen" an. So kann man beispielsweise statt Plastiktrinkhalmen jetzt Stroh, Papier-, Metall- oder Glashalme nutzen, die sich preislich und praktisch deutlich unterscheiden.

+++Aktuell wird "nur" telefonisch und schriftlich Beratung angeboten.
Kontakt: Tel. 02307/43801-05  sowie kamen.umwelt@verbraucherzentrale.nrw

+++Alle Änderungen für Verbraucher finden sich auf der Homepageunter www.verbraucherzentrale.nrw .

Autor:

Lokalkompass Kamen/Bergkamen/Bönen aus Kamen

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