Mit Mammuts per du
Sommerferienaktion der Ökologiestation führt in die Steinzeit

Eine Reise in die Steinzeit unternehmen Kinder mit Sandra Bille (4.v.r.) und Heike Barth (3.v.r.) auf dem Gelände der Ökologiestation.
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  • Eine Reise in die Steinzeit unternehmen Kinder mit Sandra Bille (4.v.r.) und Heike Barth (3.v.r.) auf dem Gelände der Ökologiestation.
  • Foto: Weskamp
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Auf Zeitreise gingen 16 Kinder – und das gleich mehrere Jahrtausende: „Willkommen in der Steinzeit“ hieß es auf der Ökologiestation des Kreises in Bergkamen.

In der Zeit der Mammuts und Neandertaler gab es für die sieben- bis elfjährigen Kinder viel zu entdecken. Neben Wissensvermittlung standen aber auch viel Bewegung, spannende Spiele und eine Menge frische Luft im Wald und rund um die Ökologiestation auf dem Programm.
Grade werden Lampen gebastelt. In einen ausgehöhlten Feuerstein kommt dazu Öl mit einem Docht. „Wir haben auch schon Behausungen gebaut“, erzählt Wildnispädagogin Sandra Bille. Gemeinsam mit Naturerlebnis-Pädagogin Heike Barth leitet sie die Aktion. „Wir haben auch Speere geschnitzt und Speerwerfen geübt.“
Im Laufe der Woche ist unter anderem ein Erdofen entstanden, in dem das Essen gekocht wurde, wie Emma (9) beschreibt. In ein Erdloch wurde Gemüse gelegt, mit Erde zugedeckt und gegart. „Bei Spielen haben wir uns die Augen verbunden und Säbelzahntiger und Neandertaler gespielt“, erzählt Emma weiter. Der "Neandertaler" musste dann versuchen, den "Tiger" zu fangen.
Bei der Aktion ging es wie jedes Jahr darum, den Kindern historisches Wissen zu vermitteln, erklärt Heike Barth. Aktionen der vergangenen Jahre drehten sich beispielsweise um die Kelten, Indianer oder Robin Hood. „Wichtig ist, dass wir möglichst viel mit Originalmaterial machen“, beschreibt sie. Meist wird das genommen, was im Wald zu finden ist, vor allem Äste oder Farn, etwa zum Bau der Hütten.
In einer solchen Hütte haben es sich Connor, Emma und Lara (alle neun Jahre alt) bequem gemacht. „Wir wollten erst eine kleinere bauen, haben dann aber die Bäume entdeckt, die wir mit eingebaut haben“, beschreibt Connor. Benötigt haben sie etwa drei Tage, ergänzt Lara. Eigene Messer haben die Kinder auch gebastelt. Diese wurden so hergestellt, wie es in der Steinzeit möglich war, mit Feuerstein, Ästen und Flachs, wie Emma und Leon beschreiben.
Die Menschen damals waren Jäger und Sammler, so Heike Barth. „Trotz des Namens war in der Steinzeit nicht alles aus Stein, im Gegenteil.“ Vieles, so wie die Hütten der damaligen Menschen, war aus nicht beständigem Material und ist heute nicht mehr erhalten. Auch dass der Neandertaler vom Homo sapiens nach und nach verdrängt wurde, haben sie den Kindern erklärt. „Der Homo sapiens war größer und schneller und konnte besser kämpfen. So hatte er bessere Überlebenschancen“, beschreibt Adrian (11).

Autor:

Tobias Weskamp aus Kamen

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