Regional(liga)? Na klar!
TC Kamen-Methler meldet erstmalig Regionalliga-Mannschaft

Die 30er Damen: Katharina Kuschefski, Eva Janowczyk, Pia Wuthold, Mareike Müller, Melanie Suchhardt, Janine Robbe und Christina Künstler.
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  • Die 30er Damen: Katharina Kuschefski, Eva Janowczyk, Pia Wuthold, Mareike Müller, Melanie Suchhardt, Janine Robbe und Christina Künstler.
  • hochgeladen von Petra Zellhofer-Trausch

Für die Saison 2021 hat der TC Kamen-Methler erstmalig eine Regionalliga-Mannschaft gemeldet. Die Damen 30 schlagen nach ihrem Aufstieg 2020 nun in der höchsten deutschen Liga ihrer Altersklasse auf. Was sind die Erwartungen? Sportwartin und Mannschaftsführerin Mareike Müller liefert Einblicke.

Kamen. Die Corona-Saison 2020 war zerstückelt wie keine andere – lange war nicht klar, ob und wie sie überhaupt stattfinden würde und viele Mannschaften zogen ihre Nennung zurück. Für einen Kamener Verein wird sie allerdings in die Geschichte eingehen: als Sprungbrett in die Regionalliga. Nach einer sehr kurzen Saison mit nur einer Begegnung dürfen sich die Damen 30 des Vereins nun mit den Besten messen, die das Land Nordrhein-Westfalen zu bieten hat.

„Wir sind glücklich, dass wir überhaupt aufgestiegen sind. Es war ja lange Zeit überhaupt nicht sicher, ob die Matches ausgetragen werden. Am Ende waren es ja auch nur noch zwei Mannschaften, die gegeneinander spielen durften – und ehrlicherweise haben die stärksten Gegner aus der Gruppe zurückgezogen. Von daher waren unsere Aufstiegschancen von Anfang an sehr gut, und wir haben es gepackt“, sagt Mannschaftsführerin Mareike Müller.

Tennissaison 2021 war Corona-bedingt lange nicht gesichert
Auch in diesem Jahr war die Tennissaison auf Amateurebene lange Zeit nicht in trockenen Tüchern, die Lage rund um Corona kam mit vielen Unwägbarkeiten. Es war daher lange Zeit nicht klar, ob die Liga den Betrieb aufnimmt. Trotzdem haben die Methleranerinnen mit der Durchführung geplant – Stand Redaktionsschluss kann die Saison aufgrund der aktuell niedrigen Inzidenz stattfinden. Die erste Begegnung findet am 12. Juni gegen den TC Rheinstadion 1 statt. Wie schätzt Müller die Chancen ihres Teams in der Gruppe ein? „Die Prognose sieht eigentlich ganz gut aus. Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass wir gegen den Abstieg spielen müssen – das hat sich jetzt mit Veröffentlichung der namentlichen Meldung etwas relativiert. Es sind einige Teams dabei, die wir laut Papier schlagen können.“

Natürlich wisse man nie, wer von den namentlich Gemeldeten letztendlich antreten wird. Allerdings seien auch sehr starke Teams dabei, gegen die die Methleraner Damen vermutlich keine Chance haben würden. „Eintracht Dortmund zum Beispiel hat sehr viele Ausländer an den vorderen Positionen gemeldet, von denen wir nicht wissen, ob sie spielen werden. Düsseldorf ist auch sehr gut, und Hamm hat sich vor Saisonbeginn verstärkt.“

Methler plant mit spielstarken Neuzugängen
Spielerisch hat sich das Team im Vergleich zur Saison 2020 ebenfalls Unterstützung geholt. An Position 1 ist die Vize-Westfalenmeisterin von 2019 und mehrfache Bezirksmeisterin des Bezirks Ruhr-Lippe Anastasia Meglinskaya gemeldet, die neben ihrem Engagement für Methler auch für Grün-Weiß Herne aufschlägt. Inwieweit Meglinskaya einsatzbereit ist, wird sich zeigen. Auch die Position 3 wurde mit Melanie Großeastroth – Position 254 in der deutschen Damenrangliste – neu besetzt. Großeastroth brachte dann gleich noch ihre Vereinskollegin Tessa Kunkel ins Spiel, die auch vorne mitmischen wird. Die weiteren Teammitglieder setzen sich zum Großteil aus Spielerinnen zusammen, die dem Verein bereits jahrelang verbunden sind oder die sogar am TCM großgeworden sind. „Wir sind ein richtiges Team und verstehen uns auch privat richtig gut“, so Müller.

Doppelbelastung ist eine Herausforderung
Auf dem Papier ist Methler daher mehr als gut gerüstet, dennoch dämpft die Mannschaftsführerin die Euphorie. „Viele unserer Damen-30-Spielerinnen haben zusätzlich sonntags Einsätze in der offenen Klasse, einige davon in der Verbandsliga. Diese Doppelbelastung ist eine große Herausforderung. Einige Ausfälle aufgrund von Schwangerschaften und Langzeitverletzungen müssen wir auch einbeziehen. Unsere Marschrichtung ist daher: Alles kann, nichts muss.“ Ein Platz im guten Mittelfeld sei daher realistisch – und für den Neuling ein toller Erfolg. Müller: „Für unseren Verein ist die Regionalliga auf jeden Fall ein Highlight – der TC Methler hatte noch nie zuvor eine Mannschaft in dieser Liga. Es wird wieder hochklassiges Tennis geboten und da freuen wir uns sehr drauf!“

Autor:

Lokalkompass Kamen/Bergkamen/Bönen aus Kamen

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