+++UPDATE+++ Givebox wird versteigert +++UPDATE+++

Oliver Loschek und Astrid Wohlgemuth waren von der ersten Stunde beim Givebox-Projekt dabei und investierten eine Menge Zeit.
  • Oliver Loschek und Astrid Wohlgemuth waren von der ersten Stunde beim Givebox-Projekt dabei und investierten eine Menge Zeit.
  • hochgeladen von Martina Abel

Hohe Wellen hat die Nachricht über die Schließung der Givebox geschlagen. Bedauern, aber auch Verständnis äußern die Bürger über den Entschluss, das Kapitel abzuschliessen.

Der Termin ist jetzt konkret: Am Samstag, 11. Oktober, wird die Givebox endgültig Geschichte. Das Häuschen an sich kann ab sofort ersteigert werden. Über die Facebookseite "Givebox-Kamen" können Gebote abgegeben werden. "Wir hoffen, dass ein paar Euro dabei herumkommen", so Oliver Loschek, "Das Geld bliebt natürlich in Kamen und wird an die Lebenshilfe gespendet!" So erfüllt die Givebox letztendlich noch ihren Sinn: Hilfe für Bedürftige!

Anfang 2013 hatten engagierte Kamener und Bergkamener Bürger eine gute Idee: Eine Givebox sollte in Kamen Bedürftigen ein wenig unter der Arme greifen. Knapp 18 Monate später ist das Projekt gescheitert.

Von Bürgern für Bürger sollte die Givebox sein. Das war der Plan, als die Box am 9. März 2013 eröffnet wurde. Was der eine nicht mehr benötigt, kann einer anderen Person sicherlich noch helfen, dachte sich die Gruppe um Oliver Loschek und Astrid Wohlgemuth, die das Projekt realisierten.
Schnell hatte sich die Givebox in Kamen etabliert: Die Regale waren voll, viele Bürger nahmen dankbar die Geschenke an. Doch schon bald kamen einige Zeitgenossen auf den Plan, ihren Müll in der Givebox abzuladen. „Völlig verdreckte Kinderwagen, Besteck mit Essensresten oder ungewaschene Kleidung waren nur einige Dinge, die wir fanden - und letztendlich auch entsorgen mussten“, erklärt Astrid Wohlgemuth, die sich ehrenamtlich um die Givebox kümmert - und zwar täglich.

Müll und Beleidigungen an der Tagesordnung

Dies alles war schon ärgerlich genug. Schließlich ist es mit Arbeit und nicht zuletzt auch Kosten verbunden, den täglich anfallenden Müll zu entsorgen. Alsbald jedoch gesellte sich noch ein ganz anderes, viel gravierenderes Problem dazu. Als Geldquelle wurde die Givebox ein Begriff. Einige Dinge, die dort abgeliefert wurden, konnten gut im Internet oder auf Trödelmärkten verkauft werden. „Das widerspricht absolut der Intention der Givebox“, empört sich Oliver Loschek. Regelrecht umlagert wurde die Box zu manchen Zeiten. Verbale Attacken und Einschüchterungen waren irgendwann an der Tagesordnung.

Der Schlussstrich wird gezogen

Jetzt reicht es den engagierten Bürgern, die sich monatelang für das Gelingen des Projekts ins Zeug gelegt haben. „In den Herbstferien wird die Box geschlossen und abgebaut“, zieht Oliver Loschek einen Schlussstrich unter das Projekt. Zu viel haben sich die ehrenamtlich Tätigen gefallen lassen müssen, zu viel unnütze Arbeit hatte in das Projekt investiert werden müssen. Die Givebox ist gescheitert!

Autor:

Martina Abel aus Kamen

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