Hunderte von Hinweisen nach Plakat-Aktion - Hoffnungskerzen für Liesa

Am kommenden Freitag versammeln sich Menschen, die Liesa in Gedanken nahe stehen, an der Basilika in Werl, um zu beten.
  • Am kommenden Freitag versammeln sich Menschen, die Liesa in Gedanken nahe stehen, an der Basilika in Werl, um zu beten.
  • hochgeladen von Anja Jungvogel

Die Aktivitäten in der Community beginnen sich langsam auszuzahlen: Nach einem Monat des verzweifelten Wartens auf ein Lebenszeichen der vermissten Liesa Schulte aus Werl, wurden Freunde, Bekannte und Familie mit einer groß angelegten Plakat-Aktion im Internet und auf den Straßen aktiv. Hauswände, Bahnhöfe, Markthallen und Schaufenster wurden plakatiert.
Dadurch gingen bei der Kriminalpolizei innerhalb eines Tages bereits zahlreiche Hinweise ein, die mit dem vermeintlichen Tatfahrzeug (einem schwarzen VW Polo, amtliches Kennzeichen: HH - NR 7312) zusammenhängen.
Die Polizei bittet allerdings um Verständnis, dass aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Auskünfte an die Öffentlichkeit dringen sollen.
Denn der verhaftete Tatverdächtige, Liesa ehemaliger Freund, schweigt noch immer zu den Vorwürfen.

Derzeit wird der schwarze Polo, den der tatverdächtige Richard O. gemietet hatte, nach DNS-Spuren untersucht.
Sollten Spuren, die auf ein Verbrechen hinweisen, im Auto gefunden werden, ist es umso wichtiger, dass sich Zeugen melden, die vielleicht verfolgt haben, wo Richard O. in der Tatnacht zum 17. April hingefahren ist.

Liesas Familie liegt viel daran, dass endlich Licht in die Tragödie gebracht wird. Liesas Bruder Peter warnt allerdings vor unüberlegten Handlungen und Recherchen auf eigene Faust: "Ich bitte davon abzusehen, irgendwelche privaten Suchaktionen zu starten. Mir ist zu Ohren gekommen, dass bereits irgendwelche Personen im Stadtwald eigenmächtig gesucht haben. Ich hoffe, die Personen sind sich bewusst, dass sie damit Spuren gefährden oder vernichten könnten", erklärt er.

Die Kriminalpolizei Dortmund wird nun alle Hände voll zu tun haben, den bereits eingegangenen Hinweisen nachzugehen.

Bis dahin heißt es weiterhin "Warten".

"Die Hoffnung stirbt zuletzt", teilt Liesas Vater in der Facebook-Gruppe "Wo ist Liesa" mit. Deshalb wollen Menschen, die am Schicksal der vermissten 23-Jährigen teilhaben, am kommenden Freitag (18. Mai) um 21.30 Uhr an der Basilika in Werl (Klosterstraße 17) für Liesa beten. Kerzen werden von der Wallfahrtsleitung, Pater Ralf Preker, bereitgestellt und dürfen auch selbst mitgebracht werden.

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