Interview: Rüdiger Hoffmann kommt am 7. März nach Kamen

Was haben eine Comedy-Tour und eine waschechte Rock’n’Roll-Produktion gemeinsam? Nichts. Und genau deshalb möchte Rüdiger Hoffmann auch etwas ändern. Der „Entdecker der Langsamkeit“ hat nämlich das Gefühl, dass zu wenig Action in seinem Leben ist. Mit seinem Programm „Aprikosenmarmelade“ kommt er am Freitag, 7. März, um 20 Uhr in die Stadthalle Kamen.

Zur Einstimmung auf Rüdiger Hoffmanns Auftritt in Kamen ein Interview mit dem bekannten Kabarettist und Musiker.

Stadtspiegel: Worum geht es in Ihrem neuen Programm?
Rüdiger Hoffmann: „Beim aktuellen Programm „Aprikosenmarmelade“ geht es mehr „Back to the Roots“, wie man mich vom Anfang kennt. Als der Geschichtenerzähler, der im weißen Hemd auf die Bühne geht und seine Geschichten aus dem Alltag erzählt. Der Gedanke zu „Aprikosenmarmelade“ kam mir während des Schreibens, weil ich zu der Zeit beim Frühstück tatsächlich sehr viel Aprikosenmarmelade aufs Brot gestrichen habe. Dabei stehe ich morgens gar nicht so sehr auf Süßes - aber angeblich ist das anregend fürs Gehirn. Ich sehe "Aprikosenmarmelade" als Synonym für den Mikrokosmos Frühstücksküchentisch: Da tun sich ja schon die ersten Abgründe des Tages auf - und die werden alle im Programm thematisiert.“

Wie kommt der Rock’n’Roll in Ihr Programm??
Das mit dem Rockstarleben ist natürlich ein Klischee – mit dem ich in meinem Programm aber gerne spiele. Bei mir persönlich läuft nach einem Auftritt nichts mit Partys und Drogen und so weiter. Das einzige, was bei mir manchmal läuft, ist die Nase. Das mit den Drogen finde ich und wäre auch keine gute Idee: Wenn ich vor der Show koksen würde, hätte ich ein Tempo drauf – ich wäre wahrscheinlich nach einer Viertelstunde schon fertig.

Was hat es mit der Aprikosenmarmelade auf sich?
Aprikosenmarmelade ist lecker, kann dir den Tag versüßen, dir das Leben leichter machen, dich trösten und freudig stimmen. Also was gibt es Besseres als Aprikosenmarmelade?! Genau so sollen die Leute auch aus meinem Programm gehen: Glücklich, entspannt, begeistert und vielleicht konnte ich ihnen helfen, für zwei Stunden alle Sorgen zu vergessen.

Wie hat sich die deutsche Comedy-Landschaft seit Ihrem Karrierebeginn verändert?
Es gibt heutzutage viel mehr Comedians. Über viele kann ich – ehrlich gesagt – nicht lachen. Vieles ist platt, nicht ausgereift und laut. Viele haben kein echtes Programm, mit dem sie auf einer Bühne bestehen könnten, sondern nur eine gute Nummer. Solche Leute sind ganz schnell wieder weg – auch, weil sie sich nicht entwickeln konnten. Es gibt aber auch Künstler wie Kaya Yanar oder Gerd Polt, die ein tolles Programm haben und die ich sehr schätze.

Wie ist Ihre typische langsame und entspannte Sprechweise entstanden?
Ich komme halt aus Paderborn, bin Ostwestfale und die reden einfach nicht so viel. Meine Geschichten brauchen außerdem eine gewisse Zeit und Ruhe. Ich kann auch schneller erzählen, aber das passt nicht so. Die Leute sind in einer Art Kopfkino, die Bilder müssen sich erst entfalten. Da sind Pausen unheimlich wichtig.

Planen Sie ein weiteres Musik-Album?
Ich hatte vor einigen Jahren den Ausflug zu einem Musik Album gewagt, dies war noch mit dem Programm „Sex oder Liebe“, aber im Moment macht mir das aktuelle Programm sehr viel Spaß. Ein guter Mix aus Nummern und Musik und ich denke, die Leute wollen es auch genauso von mir hören. So macht es am meisten Spaß und kommt überall hervorragend an.

Sind Sie schon mal in Kamen und Umgebung aufgetreten?
Oh ja, schon einige Male. In NRW ist damals meine Karriere gestartet. Das war noch mit Jürgen Becker gemeinsam und auch heute füllen sich die Hallen in NRW mit den Leuten. Es ist schön zu sehen, weil die meisten schon in den Programmen vor 20 Jahren waren und auch heute wieder kommen.

Haben Olaf und Birte (zwei Figuren aus Rüdiger Hoffmanns Programm) noch eine Chance?
In dem letzten Programm gab es eine Nummer mit Olaf und Birte im Pärchenurlaub. Ich habe dazu viele Fanzuschriften und E-Mails bekommen. Sogar bei den iTunes-Charts ist es immer noch die beliebteste Sprachnummer und viele wünschten sich eine Fortsetzung. Daher habe ich mich noch einmal auf die Reise mit Olaf und Birte begeben. Diesmal geht es nicht nach Dänemark, aber ich kann versprechen, dass es noch besser wird.

Karten gibt es beim Stadtspiegel, Weststr. 86 in Kamen, bei Plan-B Tickets sowie unter Tel. 01805/4470000.

Infos gibt es auch auf Rüdiger Hoffmanns Homepage.

Autor:

Tobias Weskamp aus Kamen

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