Kind darf weiterleben, dank eines Kamener Helden!

Christian Groß wird am morgigen Mittwoch operiert. Seine Knochemarkspende kann einem jungen Mädchen das Leben retten.
  • Christian Groß wird am morgigen Mittwoch operiert. Seine Knochemarkspende kann einem jungen Mädchen das Leben retten.
  • Foto: Christoph Volkmer
  • hochgeladen von Martina Abel

Nicht einen Augenblick zögerte Christian Groß, als die Anfrage der DKMS aus Köln kam: Eine Knochenmarkspende für einen todkranken Menschen, die möchte der 25-jährige gerne bringe „Wenn ich diesem Menschen helfen könnte, das wäre schon eine super Sache“, ist sich der Kamener seines Handelns sicher. Und so hat der junge Mann einige Termine und Untersuchungen auf sich genommen, bis endlich feststand: Er ist als Spender sehr gut geeignet. Natürlich möchte Christian Groß wissen, wer der Empfänger seiner Stammzellen sein wird. Aber die DKMS hält diese Information streng unter Verschluss. „Es ist vorgekommen, dass Spender an die Familien herantraten und für ihre Spende bar entlohnt werden wollten“, erklärt Groß. „Deshalb bleibt der Empfänger anonym.“ Aber er hat nachgebohrt und wenigstens so viel erfahren: Es ist ein junges Mädchen, dem er helfen wird.
Am heutigen Mittwoch wird dem Kamener unter Vollnarkose durch Punktion mit einer Hohlnadel aus dem Beckenknochen Knochenmark entnommen. Dieses wird dann der Empfängerin als Infusion verabreicht. Der Plan ist: Dieses Knochenmark wächst an und bildet neue, gesunde Blutzellen.
Zwei Tag muss der Kamener dann noch das Klinikbett hüten, bevor er sich wieder ins Leben stürzen kann. Die Komplikationen bei seinem Engriff sind minimal: Neben dem „normalen“ Narkoserisiko besteht die Gefahr von Blutungen oder einer Infektion. „Das nehme ich aber gerne auf mich“, erklärt der 25-Jährige.
Sein Umfeld unterstützt ihn bei seiner Aktion voll und ganz. Freunde und Familie sind begeistert von dem, was er leistet. Auch sein Chef und seine Kollegen beim Sanitärbetrieb Szallnass geben ihm volle Rückendeckung. „Mein Chef hat mir ohne zu zögern frei gegeben, obwohl wir gerade viel zu tun haben.“ Und natürlich müssen die Kollegen jetzt seine Arbeit mit übernehmen.
Eine Frage lässt Christian Groß nicht los. Er würde gerne wissen, was mit dem Mädchen, an das sein Knochenmark geht, passieren wird. „Ich hoffe, dass sie von der Leukämie geheilt wird“, wünscht er sich. Irgendwann einmal, wenn das Mädchen alles gut überstanden hat, würde er sie gerne kennenlernen. Hoffentlich geht dieser Wunsch in Erfüllung.

Autor:

Martina Abel aus Kamen

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