Ehrenamtstag in Kamen
Collage rückt verdiente Ehrenamtliche in den Mittelpunkt

Kamens Bürgermeisterin Elke Kappen (r.) und Katja Herbold aus dem Bereich Stadtmarketing präsentieren gemeinsam die Collage zum Ehrenamtstag.
  • Kamens Bürgermeisterin Elke Kappen (r.) und Katja Herbold aus dem Bereich Stadtmarketing präsentieren gemeinsam die Collage zum Ehrenamtstag.
  • Foto: Stadt Kamen
  • hochgeladen von Diana Ranke

Sie engagieren sich in Vereinen, Initiativen, Verbänden, Parteien, Kirchen, Religionsgemeinschaften oder einzeln für die Stadt, sie sind in Feuerwehren aktiv, trainieren Jugendmannschaften, betreuen Senioren oder helfen bei den Hausaufgaben: Menschen, die in Kamen an vielen Orten viele kleine Dinge tun und damit das Gesicht der Stadt positiv prägen. Für Bürgermeisterin Elke Kappen steht fest: „Ohne diese Menschen wäre das tägliche Miteinander in unserer Stadtgesellschaft bei weitem nicht so liebenswert, wie wir es heute erleben.“ Zum Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember zeichnet die Bürgermeisterin 129 Bürgerinnen und Bürger im Alter von 11 bis 85 Jahren aus.

Es ist eine Ehrung unter anderen Vorzeichen: Alle zwei Jahre findet traditionell am 5. Dezember der „Tag des Ehrenamtes“ mit einem Stadtempfang in der Stadthalle statt. Hier werden all diejenigen geehrt, die sich in der Stadtgesellschaft in besonderer Weise freiwillig und unermüdlich für andere Menschen einsetzen. Der auch für dieses Jahr wieder vorgesehene Empfang ist in der gewohnten Form aufgrund der Corona Schutzverordnung für Veranstaltungen dieser Größenordnung nicht durchführbar.

Neues Format der Ehrung

Um die Menschen, die sich seit vielen Jahren für andere eingesetzt haben, dennoch ehren zu können, hat die Stadt ein neues Format entwickelt: Sie hat eine Collage mit den Portraits der Geehrten erstellen lassen, die bis zum 19. Dezember auf den städtischen Plakattafeln sowie auf der Internet-Seite der Stadt Kamen unter www.stadt-kamen.de zu sehen ist. Die Geehrten werden zudem in einer Festbroschüre gewürdigt. Darüber hinaus spricht Bürgermeisterin den Geehrten in einer Videobotschaft ihren Dank aus. „Die Ehrung ersetzt sicherlich nicht das Engagement und den Aufwand, den die Geehrten erbringen, und kann diesen auch nicht annährend honorieren. Doch sie kann zeigen, dass wir gelebtes Engagement wahrnehmen und schätzen. Wir möchten sichtbar machen, was Menschen hinter den Kulissen unseres Alltags leisten, um anderen Menschen diesen Alltag angenehmer zu gestalten. Diese Menschen möchten wir am Tag des Ehrenamtes in den Mittelpunkt rücken und danken.“ Denn oftmals, so die Bürgermeisterin, werde der Aufwand, der sich hinter den Tätigkeiten verberge, nicht wahrgenommen.

"Ehrenamtliches Engagement längst zur Normalität geworden"

„Das ist sicher keine böse Absicht, sondern eher dem Umstand geschuldet, dass ehrenamtliches Engagement längst zur Normalität geworden ist. Viele Menschen bringen sich ein, ohne sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen.“ Die Bedeutung sei nicht hoch genug zu bewerten: „Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass das Ehrenamt der Kitt unseres Zusammenlebens ist. Wenn ich heute einen Wunsch äußern darf, dann diesen: Hoffentlich motiviert Ihr Engagement auch andere Menschen, sich einzusetzen für diesen Zusammenhalt. Sie stehen stellvertretend für viele, die das bereits tun.“

Auszeichnung wegen Corona  an der Tür

Anstelle der persönlichen Gratulation überreichen die Ortsvorsteher, unterstützt von der Bürgermeisterin und städtischen Mitarbeitern, den zu Ehrenden an ihren Haus- und Wohnungstüren einen Umschlag mit der Ehrenamtsuhr, ihrer Urkunde und der Broschüre. Bürgermeisterin Elke Kappen ist sich sehr bewusst, dass die persönliche Begegnung, das persönliche Gespräch, die persönliche Würdigung durch nichts zu ersetzen sind. „Die Pflicht und die Verantwortung für unsere Gesundheit verbietet das jedoch in diesem Jahr“, sagt sie. Gleichwohl hofft sie, mit dem beschriebenen Format unter den gegenwärtigen Umständen einen würdevollen Rahmen gefunden zu haben, die ehrenamtlich tätigen Personen in einem würdevollen Rahmen auszuzeichnen.

Autor:

Diana Ranke aus Arnsberg-Neheim

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