An alter Stätte
Kulturzentrum im Schirrhof des ehemaligen Bergwerk West

Der Kamp-Lintforter Diplom Bildhauer Jörg Winke. Im Hintergrung die Wahrzeichen Kamp-Lintforts, die Schächte I und II des ehemaligen Bergwerk West.
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  • Der Kamp-Lintforter Diplom Bildhauer Jörg Winke. Im Hintergrung die Wahrzeichen Kamp-Lintforts, die Schächte I und II des ehemaligen Bergwerk West.
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Als er im Jahr 1994 nach 19 Jahren aus dem Bergbau ausschied, konnte er nicht ahnen, dass er sich 2021 als Bildhauer, an alter Stätte wieder niederlassen würde.

Doch bis dahin war sein Weg nicht einfach, und die alte Weisheit, wessen Brot hart ist, kennt fast jeder. Aber wie hart genau, wissen nur Künstler wie Jörg Winke aus Kamp-Lintfort.
Es brauchte eine geraume Zeit, um sich hier in Kamp-Lintfort zu etablieren. Um es genau zu sagen, von 2014 dem Jahr seiner ersten Ausstellung, bis zum Beginn des Jahres 2021, mit dem Einzug ins in ein Atelier für "Lintforter Künstler" im neuen Kulturzentrum Kamp-Lintfort.
Seit seinem Ausscheiden aus dem Bergbau 1994, war er ein Suchender, der dann ab 2011, mit Beginn des Studiums, seinen künstlerischen Werdegang begann.
Von da an hatte ich das Glück einen, nämlich seinen, künstlerischen Werdegang bis heute, mit zu erleben und begleiten zu dürfen.
Um erst einmal als Künstler Fuß zu fassen, musste er über den Rhein. Noch vor seinem Abschluss zum Diplom Bildhauer, hatte er 2014 in Duisburg seine erste Ausstellung. Ich besuchte dort, kurz vor der WM in Brasilien, seine mit großem Erfolg präsentierte Ausstellung „Faszination Fußball“.
Danach folgte seine Diplom Arbeit im Mai 2015, im Institut für Ausbildung in bildender Kunst und Kunsttherapie in Bochum, beim bekannten Maler und Bildhauer Andrzej Irzykowski
Ab September 2016 leitet er Kurse an der VHS Kamp-Lintfort im Diesterweg-Forum. Thema „Bildhauerei: Skulptur-kreativ mit Ton“ Diese müssen zu Zeit leider durch die Pandemie bedingt ruhen.
Die von Ihm so geschätzte realistischen Bildhauerei, verließ er nur kurz um sich am im Juni 2017 der abstrakten, sich der Personifizierung entziehenden Skulpturen zu zuwenden. Doch dieser Exkurs dauerte nicht lange.
Auf seiner 4. Ausstellung im August 2017, stellte er im Kunstverein Duisburg
wieder dem Realismus zugewandt, seine Skulptur, der "Posierende" aus.
Danach folgte ein Umzug in ein andere Atelier, und eine künstlerische Weiterentwicklung in Richtung Bronzeguss.
Fortan werden in der Glocken und Kunstguss Manufaktur in Gescher , für ihn mehrere Skulptur Serien aus Bonze gefertigt. Da wären die "Strassenkicker", die "Flapper Girls, und auch altertümlicher Bronzeschmuck zu erwähnen.
Nachdem das "Coronatal" der Tränen 2020 durchschritten war, folgte der Ruf ins Kulturzentrum. Bei einem Besuch in seinem Atelier schilderte er den Verlauf der letzten Wochen. Als man ihm ein Atelier anbot, griff er kurzentschlossen zu, und kann sein Glück nicht fassen. Wozu er vorher Jahre gebraucht hatte, ergaben sich hier einer Kettenreaktion gleich, binnen Wochen neue Netzwerke, Verbindungen zu Vereinen, Behörden und anderen Künstlern für ihn. Ich erlebe einen gelösten Künstler aus dem es geradezu heraussprudelt. Er plant Aktionen, und hat viele Ideen für neue auch größere Projekte. Die neue Umgebung in direkter Nachbarschaft zu einer Malerinnen und zwei Kunsttherapeutinnen, scheint sich ebenfalls positiv auf sein Schaffen auszuwirken. Überhaupt scheint mit der Erschaffung des neuen Kulturzentrums alles in Bewegung" zu geraten. Im Ideenspeicher der Kunstgemeinde sind zukünftige Kammerkonzerte und Theateraufführungen im "Pferdestall" des Schirrhof geplant. Die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition linker Niederrhein, bietet mit dem Lehrstollen, und seinen Bergbau Ausstellungsexponaten im Schirrhof, einen einzigartigen Rückblick in eine ehemalige Arbeitswelt.
Auch für Kinder ist im Rahmen des "Kulturrucksacks NRW" gesorgt, es gibt eine Kooperationen mit dem gegenüber liegendem Tierpark Kalisto, und darüber hinaus ist eine 220 Meter lange BMX Buckelpiste geplant. Ein zukünftiges Bergmannscafe rundet das Ensemble Schirrhof ab.
War schon die LAGA 2020 auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerk West, ein großer Erfolg, so scheint das Kulturcentrum im Schirrhof erneut eine Erfolgsgeschichte zu werden. Alles in allem ein bunter Strauß an künstlerischen und traditionellen Tätigkeiten, die Ihresgleichen suchen.

https://www.bildhaueratelier-winke.de

Text sowie die Bilder mit freundlicher Genehmigung des Künstlers.

Autor:

Uwe Kluge aus Kamp-Lintfort

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