Mal wieder 'ne Pösie.....
Von Ärwin sein Karnickelstall

  • Foto: Bild von David Mark auf Pixabay
  • hochgeladen von Elmar Begerau

Der Püttrologe Ärwin Schwente,
der musste frühzeitig in Rente.
Auf einmal hatte er viel Zeit,
doch rumsitzen war er bald leid.
Drum packte er doch irgendwann
die Säge und den Hammer an.
Und hinter seinem Bergmannskotten,
hört man Ärwin, sägen, kloppen.

Sein Garten ist ja groß genug
und Ärwin drin im Arbeitsanzug.
Dort steht ein alter Mehrzweckschuppen
und innen drin, da muss es fluppen.
Da möcht' ich eines zu bemerken,
der Ärwin, wo-chen-lang am Werken.
Man sah ihn Holz und Draht am Schleppen,
manch einer hielt ihn für 'n Deppen.

Doch irgendwann war es gestaltet,
der Krach der wurde abgeschaltet.
Und Ärwin, der stand glücklich da, 
feddich war die Kanin-Villa!
Mit Balken, Brettern, Türen - Holz,
der Ärwin, der war sicht-lich stolz.
Die Türen mit Karnickeldraht,
Scharniere, Schlösser akurat.

Am Boden war viel Heu zu sehn,
Kaninchen konnten nun einzieh'n.
Nach Tagen war der Stall bestückt
und Ärwin, der war ganz entzückt.
Die Mischung schien ihm gut gelungen,
er hatte Mädchen und auch Jungen.
Von den Mädchen, ein Kaninchen,
war ein hübsches, das hieß Mienchen.

Ein großer Jung lag rum wie'n Gammler,
den nannte Ärwin kurz um: Rammler!
Und jedes hatte seinen Pferch,
vom Großkanin bis hin zum Zwerch.
Und in der Folge sah man dann,
den Ärwin radeln, Hänger dran.
Sense, Sichel, Harke bei,
Grünfutter schneiden, allerlei.

Das schönste Gras gibt es am Graben,
mit Kettenbusch und Klee zum Laben.
Da wird der Hänger voll gemacht
und alles gut nach Haus gebracht.
Auch Trockenfutter schafft er ran
und füttert damit dann und wann.
Ärwin war sich nur am Freu'n,
die Tiere schienen zu gedeih'n.

Und Ärwin war recht glücklich nun,
er hatte wieder was zu tun.
Doch eines Tages sah er dann, 
war Rammler hinter Mienchen dran!?
Der faule Kerl war ganz versessen
und hatt' sich durch das Holz gefressen.
Und nach 'ner Zeit, was soll ich sagen
hatte Mienchen sieben Blagen.

Doch Ärwin sah das ganz entspannt
und kam mit Werkzeug angerannt.
Dann wurde es mal wieder laut,
Kaninchenvilla - ausgebaut.
Doch Blagen wurden immer mehr,
noch auszubauen wurde schwer.
So traf der Ärwin den Entschluss,
der irgendwann mal fallen muss.

Und Feiertage kamen dann,
die Gattin fragte Essen an.
Dem Ärwin ist's so schwer gefallen,
die Guillotine musste knallen.....
So traute er sich nach dem Knall,
nicht wirklich wieder in den Stall.
So ist es leider, ei der Daus,
so Pösies gehn auch unschön aus.

Doch eines darf ich noch verraten,
es war ein köstlicher Hasenbraten.
Zum Nachtisch gab es rote Grütze
und Ärwin sammelt für 'ne Hasenfellmütze!

© Elmar Begerau

Autor:

Elmar Begerau aus Kamp-Lintfort

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