Anhörung im Landtag
René Schneider: „Wälder verdienen verstärkten Schutz!“

Der SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider sorgt sich nach der jüngst vergangenen Anhörung im Umweltausschuss des Landtags um den Zustand der Wälder in NRW. „Schädlinge, Dürren und Brände haben den Bäumen in den vergangenen Jahren stark zugesetzt. Der Klimawandel schlägt voll zu. Wir dürfen deshalb nicht nachlassen in unserem Bemühen, den Wald zu schützen und letztlich den Klimawandel zu stoppen“, fordert Schneider. Er fürchtet, dass künftig Umweltstandards gelockert werden könnten, um der Wirtschaft eine vermeintliche Entwicklungsperspektive aus der Corona-Krise zu weisen.

„Das würde nicht nur dem Wald den Todesstoß versetzen, sondern letztlich auch uns Menschen eine Lebensgrundlage nehmen. Denn der Wald hat eine große gesellschaftliche Bedeutung“, findet der Abgeordnete. „Wälder bieten Raum für biologische Vielfalt und Artenschutz. Sie sind unschätzbar wichtig für den Gewässerschutz, filtern unser Trinkwasser und binden Kohlenstoff. Nicht zuletzt zeigt sich gerade in Zeiten des Coronavirus, wie wichtig der Wald auch für Freizeit und Erholung ist“, so Schneider nach der Experten-Anhörung im Landtag, bei der es um den Zustand und die Perspektiven des Waldes in Nordrhein-Westfalen ging.

Die aktuelle Situation ist kritisch: Der Borkenkäfer fliegt derzeit wieder und trotz des regenreichen Februars fehlt der Niederschlag im recht warmen April, um die Bäume widerstandsfähig zu machen. Die waldbesitzenden Kommunen in NRW gehen derzeit davon aus, dass bis Ende 2020 mehr als 12.000 Hektar Stadtwald durch die Dürre und den Borkenkäferbefall verloren gegangen sein werden. Für die Jahre 2018 bis 2020 rechnen die Betriebe mit einer Schadholzmenge von 3,5 Mio. Kubikmetern. Zum Vergleich: Der Orkan Kyrill hinterließ 2007 im Kommunalwald 2,3 Mio. Kubikmeter Sturmholz und rund 5.000 Hektar Flächenwürfe.

„Es ist zu hoffen, dass die aktuellen Initiativen und Maßnahmen Wirkung zeigen. Andernfalls ist zu befürchten, dass wichtige Schutzfunktionen des Waldes verloren gehen“, sorgt sich René Schneider.

Autor:

René Schneider (SPD) aus Kamp-Lintfort

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