Bundesweite Aktion zur Rettung der Insekten

vl. Christel Lietzow, René Schneider, Stefphanie Winkedick, Stefano Heidmann, Marc Bergmann und Cornelis Hemmer  Fotos: Cervellera
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Kamp- Lintfort summt

Dem dramatischen Insektensterben entgegenwirken

Wir alle wissen, dass es in unseren Breiten seit Jahren ein dramatisches Insektensterben gibt. Allein von den 584 Arten Wildbienen sind bereits 50 % vom Aussterben bedroht. Was aber für die Insektenwelt schlimm ist, birgt für den Menschen nicht weniger Gefahren, die man nicht unterschätzen sollte, werden doch rund 80 % der Pflanzen, welche uns als Nahrung dienen, durch Insekten bestäubt. Das heißt, es geht auch um unsere Existenz, die durch das Insektensterben gefährdet ist.

Diesem Umstand will eine bundesweite Aktion mit dem symbolträchtigen Namen, „Deutschland summt“, der sich bereits 25 Städte und Landkreise angeschlossen haben, dauerhaft entgegenwirken. Gegründet wurde diese Initiative 2010 von dem 54jährigen Biologen, Cornelis Hemmer aus Berlin, der seit 40 Jahren im Naturschutz tätig ist. Am Niederrhein hat sich nun, dank der Hilfe des SPD Landtagsabgeordneten René Schneider, der die Idee, nachdem er davon Kenntnis erhalten hatte, in die Stadträte der betreffenden Gemeinden trug, nach Rheinberg auch die Stadt Kamp- Lintfort, die im Jahr 2020 Austragungsort für die Landesgartenschau NRW sein wird, also die besten Voraussetzungen für ein Umsetzen der entsprechenden Ideen bietet.

Am Mittwoch, 21. März stellte Cornelis Hemmer seine Initiative im Ka-Liber Café des Alten Rathauses Kamp- Lintfort vor und viele interessierte Bürger waren der Einladung gefolgt. Dort stellte sich heraus, dass viele Menschen sich des Insektensterbens und der daraus resultierenden Gefahren durchaus bewusst und bereit sind, etwas zum Gelingen des Projektes beizutragen. „Man muss keinen großen Garten haben“, so Hemmer, „um etwas für die Umwelt zu tun. Schon das Bepflanzen der Balkonkästen oder einer Verkehrsinsel mit den richtigen Pflanzen trägt ein wenig zur Rettung der Insekten bei“. Was allerdings die richtigen Pflanzen für bestimmte Insekten und die vorhandenen Bodenbeschaffenheiten sind, ist freilich ein Thema für sich. „Es gibt zum Beispiel Pflanzen, an denen nur eine einzige Bienenart saugt“, betont Hemmer. Unter den vielen Interessierten gibt es aber viele Menschen, die von den unterschiedlichen Voraussetzungen und Kriterien Ahnung haben. So kennt sich Christel Lietzow mit insektenfreundlichen Blumen aus, während Michael Büschken bereits ein Insektenhotel gebaut hat und Interessenten, die dies ebenfalls tun möchten, gerne mit Rat und Tat zur Seite steht. Auch Hobbyimker sind mit von der Partie.
Deswegen werden diese Treffen ab sofort in regelmäßigen Abständen zwecks Erfahrungs- und Informationsaustausch stattfinden und rechtzeitig bekanntgegeben. René Schneider betont, „Bitte sprechen Sie auch Ihre Nachbarn und Freunde an und überzeugen diese, mit an den Veranstaltungen teilzunehmen, denn jeder kann zur Rettung der Insekten beitragen“.

„Grundsätzlich sind alle Wildpflanzen gut für Insekten“, sagt Christel Lietzow, „allerdings ist wichtig, dass sie unbehandelt sind.“ Hemmer bestätigt, dass es Pflanzengifte gibt, die dem Insekt nach dem ersten Saugen bereits den Tod bringen. Deswegen sollte man sich beim Kauf von Samen stets der Reinheit des Saatgutes vergewissern.
„Deutschland summt“, eine Aktion, die auch für die Einwohner anderer Gemeinden geeignet ist und die unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit verdient, denn retten wir die Insekten, retten wir auch uns.

Wer Informationen zu der Aktion erhalten möchte, kann diese jederzeit von der Website www.deutschland-summt.de abrufen.

Autor:

Randolf Vastmans aus Xanten

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