Etwas zurück geben: Neue ehrenamtliche Helferinnen im Seelsorge-Team am St. Bernhard-Hospital

Engagieren sich ehrenamtlich in der Seelsorge des St. Bernhard-Hospitals (v. li.): Gabriele Kamp-Hinkelmann, Doris van Rechtern, Gisela Singbartl und Elisabeth Nett. Foto: SBK/priv.
  • Engagieren sich ehrenamtlich in der Seelsorge des St. Bernhard-Hospitals (v. li.): Gabriele Kamp-Hinkelmann, Doris van Rechtern, Gisela Singbartl und Elisabeth Nett. Foto: SBK/priv.
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Mit Gabriele Kamp-Hinkelmann, Elisabeth Nett, Doris van Rechtern und Gisela Singbartl unterstützen nun vier engagierte Frauen die seelsorgerischen Aufgaben von Diakon Heinz Balke und Stefan Maser im St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort.

„Ich bin sehr froh über diese Gruppe“, freut sich Heinz Balke. „Die Damen bringen viel mit und sind sehr engagiert.“ Der Einsatz ist für ihn sehr hilfreich, denn nach dem Weggang des langjährigen Pastoralreferenten Christoph Kämmerling entstand eine große Lücke in der geistlichen Betreuung der Kranken.

Dabei haben alle vier recht unterschiedliche Gründe, sich für dieses Ehrenamt zu entscheiden. Bei Doris van Rechtern war es der Wunsch, etwas von dem zurückzugeben, was ihr in schwierigen Situationen an Gutem widerfahren ist. Zeit mit jemandem zu verbringen, dem es nicht so gut geht. Elisabeth Nett schätzt die Chance, nun etwas ganz anderes zu tun, als zu unterrichten und sich auf Begegnungen mit unbekannten Menschen einzulassen. Gisela Singbartl, die sich bereits ehrenamtlich in der Hospizarbeit engagiert, freut sich, helfen zu können und Gabriele Kamp-Hinkelmann hat ihre beiden Eltern im Lintforter Krankenhaus bis zu ihrem Tod betreuen können. Sie fühlt sich dem Krankenhaus in besonderer Weise verbunden und möchte dies durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit weiterführen.

„Es ist keine Beschäftigung, was wir machen“, so der einhellige Tenor aller vier Frauen. „Es ist eine Aufgabe. Denn wir besuchen Menschen.“ Eine Aufgabe, auf die sie über ein Jahr lang sorgfältig vorbereitet wurden. Nach dem Praktikum gab es ein Einsatzgespräch. Den Abschluss der Ausbildung bildete eine schriftliche Abschlussarbeit über ein frei zu wählendes Thema. „Allerdings hatte ich schon einen Kloß im Hals, als ich das erste Mal allein vor der Tür eines Patientenzimmers stand“, berichtete Gisela Singbartl. „Denn Theorie ist das Eine – das Gespräch mit dem Patienten das Andere.“

Geblieben ist bei Allen der Respekt vor der Aufgabe. Aber auch die Freude. „Denn wir bekommen so viel zurück“, wie Doris van Rechtern erzählt. Eine Erfahrung, die ihre Kolleginnen nur bestätigen können. Einmal im Monat treffen sich alle „Seelsorglichen Begleiterinnen“ mit Heinz Balke und besprechen das, was sie erlebt haben und was sie bewegt. Natürlich unterliegen auch sie der Schweigepflicht, damit kein Patient Sorge haben muss, dass etwas von dem, was er ihnen anvertraut, nach draußen dringt.

Die vier Frauen erfahren auf unterschiedlichen Wegen, wenn ein Patient den Bedarf nach einem Gespräch hat. Das kann über das Pflegepersonal, die Stationsschwester, den Arzt und/oder die Angehörigen sein. Allerdings gehen die Seelsorglichen Betreuerinnen auch durchaus auf Patienten zu und erkundigen sich nach ihrem Befinden. Zwischen zwei bis drei Stunden sind sie wöchentlich im Einsatz, je nachdem, wie es sich für sie einrichten lässt. „Das ist ja das Schöne an diesem Ehrenamt. Wir können es uns frei einteilen“, berichtet Elisabeth Nett. „Ich habe Zeit für Sie“, das ist der Schlüsselsatz für ihren Einsatz, der über alle Religionen hinweg für die Patienten erfolgt. Und wenn sie dann am Ende der Unterhaltung hören: „Wie schön, dass Sie da waren. Das hat mir so gut getan“, dann ist das das größte Lob.

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Lokalkompass Moers aus Moers

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