Auch 2020 wieder viel Nachwuchs von Streunerkatzen gefunden und zu versorgen
Katzenbabies brauchen dringend Hilfe.

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Corona hält uns alle in Atem und verändert unser Leben. Aber der Tierschutz geht unter erschwerten Bedingungen weiter. Auch in diesem Jahr hat der Tierschutzverein schon bereits im 1. Halbjahr 2020 79 Katzen und 68 Kater im Bereich Kamp-Lintfort, Moers und Umgebung kastrieren lassen. Im 2. Halbjahr werden es voraussichtlich noch mehr sein. Erfahrungsgemäß werden vom Tierschutzverein Kamp-Lintfort pro Jahr weit mehr als 200 Tiere kastriert.

Die Katzenschutzverordnung war die Hoffnung auf eine Verringerung der Katzenpopulation und des damit verbundenen Elends, doch davon ist leider noch nichts zu spüren. Nach wie vor bekommt der Tierschutzverein Kamp-Lintfort immer wieder Anrufe von Tierfreunden, die von hilflosen Babykatzen oder Katzengruppen im eigenen Garten, in Schrebergärten, auf Firmengeländen und auf Bauernhöfen berichten und um Hilfe bitten.
Diese Kleinen haben ohne menschliche Hilfe keine Chance, sie sind krank und hungrig. Ihre Mütter sind oft selbst noch sehr jung und völlig überfordert. Bei der Nahrungsbeschaffung fallen Sie häufig dem Verkehr oder anderen Widrigkeiten zum Opfer. Hier folgt das Schicksal von nur drei kleinen Katzen, die von den Pflegestellen des Vereins mit viel Liebe und Einsatz aufgepäppelt worden sind.
Da ist zum Beispiel die kleine „Pina“. Ihre Katzenmama wurde in Neukirchen-Vluyn überfahren. Sie hatte 4 Kitten. Drei von ihnen wurden gefunden und in Obhut genommen, aber man hatte 4 Kleine gesehen. Pina hatte sich in einem großen unzugänglichen Kanalrohr mit einem Gitter davor verkrochen. Geduldiges Locken half nicht, selbst Futter in einer Katzenfalle konnte sie nicht dazu bringen aus ihrem Versteck zu kommen. Es folgte eine Woche vergeblichen Wartens und geduldigen Bemühens der aktiven „Katzenfrauen“. Eigentlich war Pina ja noch ein Flaschenkind, völlig ausgetrocknet und unterernährt. Liebevolle Pflege und Infusionen gaben ihr die Chance zu überleben.
Auch der kleine Kater „Mogli“ hatte einen fast aussichtslosen Start ins Katzenleben. Nachbarn eines Bauernhofes machten darauf aufmerksam, dass es dort sehr viele kleine und ausgewachsene Katzen gäbe, um die sich keiner kümmert. Gefunden wurde dieser kleine Kater in einem nahe gelegenen Feld, 3 seiner Geschwister lagen tot neben ihm – ein trauriges Bild, das jedem Tierfreund ans Herz geht. Hätten wir nur früher davon erfahren ……….
Und dann war da noch „Tommy“ mit seiner Mama und 3 Geschwistern in einem Gewerbegebiet in Moers. Drei der Kleinen konnten eingefangen werden, das Vierte holte sich gerade ein Fuchs, als die Katzenfrauen eintrafen. Ein schreckliches Bild und eine schlaflose Nacht für die Helferinnen. Die Mamakatze ist kastriert worden, und da sie sich leider nicht zugänglich zeigte, kam sie in ihr vertrautes Gebiet zurück.

Der Tierschutzverein Kamp-Lintfort könnte ein Buch schreiben, denn die 3 Schicksale stehen stellvertretend für viele, die oft keiner bemerkt, und um die sich keiner kümmert.
Die Versorgung sowie die tierärztlichen Behandlungen und Kastrationen kosten Geld, und die Einnahmen in diesen Zeiten sinken, denn viele Tierfreunde haben jetzt verständlicherweise andere Sorgen. Die Erlöse aus den jährlichen Veranstaltungen fallen durch die Corona-Maßnahmen weg. Daher würde der Tierschutzverein Kamp-Lintfort sich sehr über eine finanzielle Hilfestellung freuen. Auch die kleinste Spende ist willkommen, denn jeder Euro zählt. Gerne stellt der Verein auch Spendenbescheinigungen aus. Eine genaue Namens- und Adressenangabe ist hierfür erforderlich.

Die Bankverbindung des Tierschutzvereins Kamp-Lintfort bei der Sparkasse Duisburg lautet:
DE04 3505 0000 0760 1244 79
Wir sagen Danke im Namen unserer Schützlinge.

Autor:

Angelika Jäger aus Kamp-Lintfort

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