50 Jahre lernen,lachen, staunen - Ernst-Reuter-Schule feiert Jubiläum

Ganz im Zeichen der 50 positionierten sich die Kinder der Ernst-Reuter-Schule. Sämtliche Schulaktivitäten des Jahres werden zudem das Thema „50 Jahre Ernst-Reuter-Schule“ aufgreifen und kreativ gestalten. | Foto: Heike Cervellera
  • Ganz im Zeichen der 50 positionierten sich die Kinder der Ernst-Reuter-Schule. Sämtliche Schulaktivitäten des Jahres werden zudem das Thema „50 Jahre Ernst-Reuter-Schule“ aufgreifen und kreativ gestalten.
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„Erziehung ist Vorbild und Liebe, weiter nichts!“ sagte der bekannte Schweizer Pädagoge Johann Pestalozzi - Ein pädagogisches Konzept, das auch die Ernst-Reuter-Schule in Kamp-Lintfort in ihrer inhaltlichen Ausrichtung prägt.

Und das seit nun mehr 50 Jahren. Im Oktober 1965 wurde die, mittlerweile in einem Grundschulverbund eingegliederte, Ernst-Reuter-Schule gegründet und kooperiert seit einiger Zeit mit der ehemaligen Astrid-Lindgren-Schule. Eine Kooperation, von der sich Schulleiterin Christine Buyken eine ebenso erfolgreiche wie langfristige Weiterführung erhofft.

„Für uns ist die Miteinbeziehung künstlerischer Aspekte ganz besonders wichtig“, so Buyken, die damit seit 2002 dem Konzept ihres Vorgängers, Dieter Sommer, treu geblieben ist. Denn gerade die kreative Ansprache fördert Kinder in ihrer Persönlichkeitsentfaltung. Mit einem Lächeln im Gesicht erinnert sich Buyken an ein kleines Mädchen, das schulisch etwas schwächer war. Eines Tages sagte sie dann ganz stolz „Der Schulchor hat mich stark gemacht.“ „Diesen Satz habe ich nie vergessen, denn er hat mir so sehr gezeigt, wie wichtig auch die soziale und emotionale Arbeit mit Kindern ist.“

Ein Wandel, der sich in der kompletten Schullandschaft vollzogen hat. War Schule vor 50 Jahren eher lehrerzentriert und von einem dozierenden Charakter geprägt, so arbeitet man heutzutage deutlich schülerorientierter und multidimensionaler. Das spiegelt sich auch in der Vielfalt der Kooperationspartner wider. Neben dem klassischen Lehrer arbeiten an der Ernst-Reuter-Schule ebenfalls Schulsozialarbeiter, Erzieher und Sonderpädagogen.
„Für mich ist das wahrscheinlich die größte Veränderung, die sich in den vergangenen 50 Jahren vollzogen hat“, sagt Buyken und betont die positive Entwicklung, die auch die Konzepterweiterung zur Offenen Ganztagsschule (OGS) und dem Rhythmisierten Ganztag mit sich führt. Gerade der rhytmisierte Ganztag findet großen Zuspruch bei den Kamp-Lintfortern.

Gegessen wird in der eigenen Mensa

„Im rhythmisierten Ganztag verbringt die Klasse den Vor- und Nachmittag gemeinsam - anders als im Offenen Ganztag. Der Unterricht wird geschickt über den ganzen Tag verteilt. Die Unterrichtsstunden wechseln sich mit Übungs-, Freiarbeits- /Selbstlernzeit mit Entspannungsmaßnahmen und individuellen Fördereinheiten ab“, so Buyken. Ein Projekt, das von der Stadt am Standort Sudermannstraße durchgeführt und finanziert wurde. Und auch die Sparkasse Duisburg und der Förderverein haben eine beachtliche finanzielle Unterstützung geleistet. So werden anlässlich des 50-jährigen Jubiläums neue Außenspielgeräte aufgebaut und erweitert. Darüber hinaus hat sich die Ernst-Reuter-Schule noch viele andere Aktivitäten zum Jubiläum ausgedacht. Bereits am Freitag nahmen die Kinder beider Standorte an einem Sponsorenlauf teil, dessen Erlös in das Zirkusprojekt „ERnStinello“fließt.

Als Geschenk der Stadtwerke Kamp-Lintfort werden die Kinder des dritten Schuljahres vom Umweltclown besucht. Aber auch der jährliche Martinszug, das „Weihnachtsmusical“ und ein Leseprojekt mit Büchern, die man schon vor 50 Jahren gelesen hat, sind Aktionen die im laufenden Jahr folgen. Deshalb auch die Bitte der Schulleitung an alle ehemaligen Schüler, die noch über Fotos, Erinnerungen, Geschichten oder Zeugnisse aus den letzten 50 Jahren verfügen, diese als Leihgabe für eine Ausstellung zur Verfügung zu stellen. Denn was könnte es Schöneres geben, als die Erinnerungen an die Zeit, wo wir noch ganz am Anfang unseres Lebens standen und mit großen Augen hoffnungsvoll in die Zukunft blickten, noch einmal in Erinnerung zu rufen?

Autor:

Regina Katharina Schmitz aus Dinslaken

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