"Vorsicht: Falsche Polizisten"
Neue Wege zur Kriminalprävention in Kleve

Betrugsmasche: Falsche Polizisten am Telefon.

Ob mit dem Enkeltrick, als falsche Polizisten oder mit Schockanrufen - nahezu täglich versuchen Telefonbetrüger mit verschiedenen Maschen insbesondere ältere Menschen um ihr Geld und ihre Wertsachen zu bringen. Regelmäßig rät die Polizei zu besonderer Vorsicht am Telefon und erinnert an die gängigen Verhaltenstipps. Und dennoch muss sie regelmäßig von vollendeten Taten berichten, mit teils hohen Schadenssummen.

Um den Betrugsphänomen zum Nachteil von Senioren noch effizienter entgegenzuwirken, geht die Polizei im Kreis Kleve nun neue Wege in der Präventionsarbeit - und informiert im Impfzentrum über die Machenschaften der Täter.

"Senioren gehören ganz klar zur Zielgruppe"

Am 8. Februar nahm das Impfzentrum Kreis Kleve in der Messe Kalkar seine Arbeit auf. Gemäß des Stufenplans erhalten dort in der ersten Impfgruppe zunächst vorrangig Menschen im Alter von über 80 Jahren, die nicht in Senioreneinrichtungen leben, den Wirkstoff. "Dieser Personenkreis gehört ganz klar zu unserer Zielgruppe", sagt Kriminalhauptkommissarin Stefanie Bodden-Bergau von der Kriminalprävention der Polizei im Kreis Kleve. Auf zwei großen Bildschirmflächen in den Wartebereichen des Impfzentrums wird daher wiederkehrend eine aufklärende Präsentation zum Thema Telefonbetrug mit entsprechenden Verhaltenstipps gezeigt. "Vorsicht: Falsche Polizisten" oder "Seien Sie misstrauisch, wenn jemand Sie am Telefon nach Geld fragt!" heißt es in dem Clip, der über die gängigen Betrugsmaschen informiert.

Bei Betrugsversuch richtig handeln

Stefanie Bodden-Bergau ist mit der Anfrage zu ihrem Vorhaben bei den Verantwortlichen des Impfzentrums direkt auf Unterstützung getroffen. Sie freut sich sehr, dass der Polizei dieser neue Verbreitungsweg für die Vorbeugung geöffnet wird und weiß, dass auch andere Behörden gleiches planen. Schließlich könnten rein theoretisch insgesamt rund 1,2 Millionen über 80-Jährige die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen aufsuchen. Gemäß Stufenplan schließen sich später auch die "jüngeren" Älteren an. "Jeder lebensältere Mensch, den wir auf diesem Weg erreichen und der anschließend bei einem Betrugsversuch richtig handelt, schmälert die Erfolgsaussichten der Täter", meint Stefanie Bodden-Bergau. Und selbst wenn die Seniorinnen und Senioren der Präsentation, den Plakaten und Handzetteln im Impfzentrum zunächst keine Aufmerksamkeit schenken, dann hofft die Kriminalhauptkommissarin immer noch auf die jüngeren Angehörigen, die die Älteren begleiten: "Wenn sie als Multiplikatoren die Informationen weitergeben und mit ihren Eltern oder Großeltern über das Thema sprechen, dann sind wir auch einen Schritt weiter", sagt sie.

Autor:

Lokalkompass Kleve aus Kleve

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