„Jopi“ bringt nicht nur die Besucher zum Strahlen

4Bilder

Der niederrheinische Dialekt ist mittlerweile fast schon eine Rarität und wird kaum noch gesprochen. Klever Platt, das hört man vielleicht noch beim Besuch seiner Großeltern. Wenn da nicht Georg „Jopi“ Winnen wäre, der es immer wieder schafft, den fast vom Aussterben bedrohten Dialekt zurück in die Gegenwart zu bringen und dabei gleichzeitig noch etwas für den guten Zweck zu tun.
In der ausverkauften Materborner Mehrzweckhalle fand eine Benefizveranstaltung der besonderen Art unter dem Motto „Wij min Mooder sprook…“ statt. Sie stand unter der Schirmherrschaft von Kleves Bürgermeister Theodor Brauer. „Jopi“ Winnen, der bereits zahlreiche Unterhaltungsabende für Randgruppen der Gesellschaft veranstaltet hat, hatte es sich nicht nehmen lassen, Gedichte und Vorträge auf Klever Platt selbst zu schreiben. Verschiedene Themen wie der Jakobsweg, Opas piep und Omas köfferke wurden auf unterhaltsame Art und Weise präsentiert. Dabei wurden die Lachmuskeln des Publikums wie gewohnt sehr strapaziert. Ab und an fiel es selbst „Jopi“ Winnen die Fassung bewahren, wenn er über sein Elternhaus und die damaligen Ereignisse in seiner Jugend berichtete. Einige Lieder, ebenfalls in Klever Platt vorgetragen, begleitete "Jopi" mit seiner Gitarre. Für die musikalischen Momente sorgte der Männergesangsverein Eintracht Materborn, der bekannte platte Klever Lieder präsentierte. Moderator war der ehemalige Klever Karnevalsprinz Hans „der Strahlende“ Heiden, den musikalischen Rahmen arrangierte Peter Karp.
Mit dem Erlös der Veranstaltung wird die Initiative "Förderkreis Kriegskinder" um den Emmericher Arzt Dr. Heinz Grunewald unterstützt, die dafür sorgt, dass beispielsweise schwer verletzte Kinder kostenlos im St. Willibrord-Krankenhaus behandelt werden können. So hatte dieser gelungene Nachmittag in der Materborner Mehrzweckhalle nicht nur den Besuchern ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, sondern auch den Kleineren, die mit Hilfe der Spenden auf eine gute Versorgung bauen können. Für Georg „Jopi“ Winnen will weiterhin das Klever Platt aufrecht erhalten und nach Möglichkeit in gewohnter Weise gleichzeitig für Randgruppen der Gesellschaft etwas Gutes tun. Sein Lebensmotto lautet nicht umsonst: „Der hat sein Leben am besten verbracht, der viele Menschen hat froh gemacht…“
Mit dem gemeinsam gesungenen „Materborner Heimatlied“ und lang anhaltendem Applaus bei stehenden Ovationen endete eine überaus unterhaltsame und erfolgreiche Veranstaltung.

Autor:

Lokalkompass Kleve aus Kleve

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.