Schenkanschanz wird 425 Jahre alt

In einer Kunstürzession wurden erste Kunststücke aus Nimwegen nach Schenkenschanz gebracht. In der vergangenen Woche arbeiteten die Künstler vor Ort - heute wird die Ausstellung eröffnet. Foto: hei | Foto: Heinz Holzbach
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425 Jahre Schenkenschanz - eine kleine „Insel“ wird zur Zeit von Künstlern des ArToll-Kunstlabors aus Bedburg-Hau und ArtCrumble aus Nimwegen zum Kunstort. Seitdem vergangenen Sonntag die gemeinsame Kunstprozession aus Nimwegen von Schänzern und Besuchern begrüßt wurde, sind nun die Künstler auf der Schanz selbst ans Werk gegangen.

Sie erlaubten in dieser Woche einen ersten Blick hinter die Kulissen, bevor heute die 425-Jahr-Feier ansteht, in deren Rahmen die Ausstellung eröffnet wird.
Malerisch klingen die Namen der Kunstwerke: Sehnsucht, Bestehungsstein, uitzicht, auf dem Weg ins Abendland oder Ausklang im Einklang. „Eine Straße muss ich gehen, die noch keiner ging zurück“, taufte Dini Thomsen, ArToll-Kunstlabor, ihre Arbeit. Ein bisschen erinnert das Werk an Schenkenschanz, den Ort, der vor dem Wasser geschützt hinter hohen Mauern verborgen liegt. Ein Zaun, kleine Stelzen- oder Wachhäuser deuten die Siedlung an, die lediglich durch Zu- und Ausgang betreten beziehungsweise verlassen werden kann. 425 Jahre Geschichte in Stein gefasst hat sich Claus van Bebber vorgenommen. In einem großen Erdkreis liegen exakt 425 Steine. Archäologische Ausgrabungen faszinieren den ArToll-Künstler. Nicht zuletzt deshalb entstand sein Werk: „Es wird nach dem Jubiläum zugeschüttet. Aber auch in Zukunft wird der Erdkreis zu sehen sein - das hängt unter anderem mit dem Grundwasser und dem späteren Bewuchs zusammen.“ Sollte ein Archäologe in 425 Jahren zur Schaufel greifen, um zu sehen, was sich hier verbirgt, wird er wohl ein kniffliges Rätsel zu lösen haben.
Die Lage der Schanz - früher in der Gabelung von Rhein und Waal - greift Toon Elfrink in seiner großen und doch äußerst anmutigen Arbeit auf, die schon dem Besucher auf dem Weg zur Schanz ins Auge fällt. Von Mauern umgeben und doch die Freiheit suchen? Evelien Melis hat das U-Boot Sehrohr ganz einfach an Land verlegt. Was Schafe in der Kirche treiben, davon sollten sich die Besucher einfach überraschen lassen...
Dass in beinahe jedem Schenkenschanzer Fenster Kunst zu bewundern ist, dass Fundstücke des letzten Rheinhochwassers hier zu völlig neuen, spielrischen Objekten zusammengesetzt wurden - das alles lässt sich spätestens am Sonntag erfahren. Um 12 Uhr beginnt heute die Jubiläumsfeier - mit Festreden und allem, was dazu gehört.

In einer Kunstürzession wurden erste Kunststücke aus Nimwegen nach Schenkenschanz gebracht. In der vergangenen Woche arbeiteten die Künstler vor Ort - heute wird die Ausstellung eröffnet. Foto: hei | Foto: Heinz Holzbach
Und noch eine Installation: Schäfchen in der Kirche. Foto: AnH
Autor:

Annette Henseler aus Kleve

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