Skulptur mit Seele - Künstler Pierre Theunissen stiftet der Wasserburg Rindern eine Eisen-Stele

Dr. Kurt Kreiten von der Wasserburg Rindern, mit "Licht-Meister" Andreas Maaßen vom Technischen Dienst und Pierre Theunissen.
  • Dr. Kurt Kreiten von der Wasserburg Rindern, mit "Licht-Meister" Andreas Maaßen vom Technischen Dienst und Pierre Theunissen.
  • hochgeladen von Petra Dietzel

Wie ein strahlender Leuchtturm soll die Eisen-Stele „Le Phare“ des deutsch-französischen Bildhauers Pierre Theunissen künftig die Besucher der Wasserburg Rindern begrüßen.
Sie ist gute drei Meter hoch, besteht aus rostigem Eisen, drei knorrigen Holzscheiben, die wie Stufen aus dem Turm herausragen, und schmalen Schlitzen. Und sie wirkt, als ob sie schon „seit hundert Jahren“ an diesem Platz steht - so der spontane Eindruck des Künstlers.
Die Rede ist von der 1999 geschaffenen Plastik „Le Phare“, die der niederrheinische Bildhauer Pierre Theunissen jetzt der Wasserburg Rindern geschenkt hat. Der deutsche Titel „Leuchtturm“ ist für den Direktor der Katholischen Heimvolkshochschule Kurt Kreiten durchaus symbolisch gemeint: „Schließlich versteht sich die Wasserburg als Leuchtturm in der Bildungslandschaft in NRW.“
Damit das Kunstwerk seinem Namen alle Ehre erweisen kann , installierte Andreas Maaßen vom Technischen Dienst der Wasserburg eine spezielle Beleuchtung, so dass die Stele jetzt von innen leuchtet und die Besucher auch bei Dämmerung und nachts begrüßt.
„Mit dem Licht wirkt diese Skulptur wie beseelt“, schwärmt der Künstler, der seit über 50 Jahren in Südfrankreich lebt. Begeistert ist er auch von dem Standort: auf einem alten Mühlstein, inmitten eines Kreises von Findlingen.
Mit dem Gedanken, ein Kunstwerk des bekannten Klever Künstlers zu präsentieren, spielten die Leiter der Wasserburg schon längere Zeit. Ob es vielleicht „leihweise“ ginge, fragte Direktor Kreiten vorsichtig an. Doch davon wollte der gebürtige Keekener, dessen Frau Jeanine Einaudi ihre Bilder bereits zweimal in dem Katholischen Bildungszentrum ausgestellt hatte, nichts wissen.
Angetan von dem wunderschönen Ambiente der Tagungsstätte schwebte ihm freie Kost und Logis bei seinen Heimaturlauben als Kompensation für seinen „Leuchtturm“ vor. Doch nachdem der Vorschlag an den Mühlen der Bürokratie scheiterte, wurde die Skulptur als Stiftung eingebracht; statt Wohnrecht gibt es ein Entgegenkommen bei der Übernachtungspreisen.
Aus Liebe zur alten Heimat hat der über 80-Jährige bereits dem Museum Schloß Moyland zwei seiner monumentalen Plastiken - Schwalbenschwanz (1993) und Explosion (2000) - zur Verfügung gestellt. Auch diese Schenkung versteht er als „Hommage an den Genius Loci“, seinen Wegbegleiter und Freund Joseph Beuys.

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