GTA V: Fakten und persönliche Meinung!

GTA V ist ein wirklicher Vorzeigetitel geworden und das, trotz der technischen Tücken
  • GTA V ist ein wirklicher Vorzeigetitel geworden und das, trotz der technischen Tücken
  • Foto: facebook: GTA5
  • hochgeladen von Justin Aengenheyster

Rockstar Games hat sich mit GTA V mal wieder selbst übertroffen, weil es ihnen gelungen ist, ein gigantisches Projekt auf die Beine zu stellen, welches extremen Umfang auf qualitativ hohem Niveau bietet, wenn auch mit ungeschliffenen Ecken und Kanten.

3 Charaktere, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten
Michael: Ein Mitglied des gescheiterten Banküberfalls, welches das Glück hat, in Kooperation mit dem FIB in ein Zeugenschutzprogramm zu kommen und von da an, ein luxuriöses Leben genießen darf. Luxusvilla und finanzielle Sorgenfreiheit stehen vorerst auf dem Plan. Michael ist eher der Typ Familienmensch, der krampfhaft versucht, seine Familie nicht zu enttäuschen. Er ist eher der Denker und ein cleverer Dieb.

Franklin: Ein junger Mann, der in der Automobilbranche tätig und als Ghetto Gangster einzustufen ist. Ein relaxter Schwarzer, der sich natürlich gerne mit kriminellen Aufträgen etwas Taschengeld dazuverdienen mag. Franklin ist eher der ruhigere Zeitgenosse.

Trevor: Trevor ist ein gewaltiger Charakter, der wirklich toll designt ist. Er sorgt mit seiner psychopatischen Ader immer für bestes Entertainment. Ein gewalttätiger, asozialer, perverser Krimineller, der eher als Haudrauf-Typ durchgeht und schnell auf 180 dreht. Auch er war beim anfänglichen Überfall dabei. Ihm gelang die Flucht. Er nimmt es seinem besten Freund Michael sehr übel, sich nicht gemeldet und nach seiner Auffassung "verraten" zu haben.

Diese Kombination an Charaktertypen bildet das perfekte Trio für etliche Lacher und Schmunzelmomente. Es macht alleine schon Spaß, den Controller aus der Hand zu legen und sich die nächste Cut-Scene reinzuziehen, in der sich Trevor entweder wie üblich zum Affen macht oder jemanden anders so richtig fertig.

Interessant sind die Statistikwerte, die bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Während Trevor gute Flugfähigkeiten besitzt, hält Franklin die besten Fahrkünste inne. Fähigkeiten können bei verschiedenen Orten trainiert werden. Steigt der Skill, merkt man das in Gefechten oder Beschäftigungen, wenn auch nicht drastisch.

Zudem besitzt jeder Charakter noch eine Spezialfähigkeit:

Michaels Spezialfertigkeit
Michael kann durch die Aktivierung seiner Spezialfähigkeit die Zeit während des Kampfes verlangsamen. Ihr könnt dadurch wesentlich leichter Kopfschüsse platzieren. Bei einer vollen Leiste habt ihr gut 30 Sekunden, um Schaden in verlangsamter Zeit anzurichten. Diese könnt ihr durch mehrere Aktionen aufladen.

- Für jeden Kopfschuss gibt es 7,5 Prozent
- Fällt eure Gesundheit unter ein Viertel, erhaltet ihr 20 Prozent
- Während dem Schleichen einen Feind ausschalten, bringt 10 Prozent
- Einen kleinen Bonus erhaltet ihr durch schnelles Fahren

Franklins Spezialfertigkeit
Auch Franklins Spezialfähigkeit läuft bei einer vollen Leiste maximal 30 Sekunden. Während dieser kostbaren Momente könnt ihr die Zeit beim Auto- oder Motorradfahren verlangsamen. Dadurch schafft ihr harte Kurven leichter und könnt auch während der Rush Hour noch problemlos durch den Verkehr gelangen, ohne einen riesigen Unfall zu verursachen. Eure Leiste füllt ihr unter folgenden Bedingungen wieder auf:

- Kleiner Bonus durch Beinah-Zusammenstöße
- Während dem Driften lädt sich die Leiste langsam auf
- Bonus während der Fahrt bei fast vollem Tempo
- Fahrt im Gegenverkehr für einen weiteren Bonus
- Achtet auf Unfälle. Sie reduzieren eure Leiste

Trevors Spezialfertigkeit
Trevor kann nach der Aktivierung seiner Spezialfähigkeit unglaublichen Schaden einstecken, ohne dabei zu sterben. Je höher die Leiste vor der Aktivierung ist, desto mehr Zeit habt ihr für eure Randale. Maximal 30 Sekunden. Ebenfalls stehen euch bei Trevor mehrere Möglichkeiten zur Auswahl, wie ihr seine Leiste erhöht.

- Rempelt einen Passanten an für einen Bonus
- Ein Kopfschuss bringt euch 7,5 Prozent
- Tötet ihr einen Passanten durch eine Explosion, gibt es 15 Prozent
- Fallt hin oder erleidet Schaden für eine erhöhte Leiste
- Auch Trevor kriegt einen Bonus für schnelles Fahren (bei hohem Tempo)

An der Story kann Hollywood sich eine Scheibe abschneiden
Storytechnisch wird hier richtige Innovation nach meinem Geschmack geliefert. Nicht wie üblich spielt man "nur" einen Protagonisten, sondern gleich 3, dessen Geschichten erst einzeln gespielt, bis sie jedoch zu gemeinsamen Coups zusammengeführt werden. Hier leistet Rockstar Games grandiose Arbeit, da nichts gezwungen oder aufgesetzt wirkt. Das Spiel beginnt mit einem Banküberfall, indem zwei der Protagonisten bereits involviert sind. Trevor und Michael. Der dritte im Bunde nennt sich Brad, stirbt aber und ist für den weiteren Verlauf damit in die Unwichtigkeit degradiert worden. Der Coup scheitert, Trevor gelingt die Flucht und Michael geht eine Kooperation mit dem FIB ein und kommt ins Zeugenschutzprogramm, erntet ein Luxusanwesen und ruhiges Leben. Trevor hingegen lebt sein Leben im staubigen Wüstenland. Nicht mehr und nicht weniger. Letzter im Bunde ist Franklin, welcher Michael zufällig nach einer Wegbeschreibung fragt und somit erstmals mit ihm in Kontakt kommt. Alle 3, nicht weit von einander entfernt, ist es der Zufall, der sie zusammenführt. Nachdem Trevor sich dann bei seinem besten Freund Michael ausgekotz hat, beginnt die Pläneschmiederei und schon bald startet der erste Überfall auf ein Juweliergeschäft. Von dort an werden regelmäßig neue Aktionen geplant, in denen die 3 zusammenarbeiten und abkassieren.

Ein gewaltig großer Spielßlatz
GTA V bietet eine immens große Spielwelt, welche nach Entwicklerangaben 4 mal so groß ist wie die von Red Dead Redemption. Unterteilt in ein Stadtgebiet, ein Wüsten- und Waldabschnitt, bergige Terretorien sowie dem Pazifik. Wenn man alleine nur durch die Stadt fährt und sieht, wie riesig alleine dieses Gebiet ist, dann aber auf die Karte schaut, um zu erkennen, dass es der kleinste Teil der virtuellen Spielewelt ist, kommt man aus dem Staunen nur schwer heraus und fragt sich ernsthaft, ob das nicht schon zu große Ausmaße annimmt. Ich für meinen Teil freue mich über diese Wucht an Erkundungspotenzial, welche nicht mit Abwechslung geizt. Schöner in Szene gesetzt als der Schauplatz im Vorgänger GTA IV ist dieser alle Mal. Detailreichtum wird hier groß geschrieben, da man an jeder kleinen Ecke etwas findet und die Welt nur so vor Leben strotzt. In keinem Abschnitt erscheint es wie eine leere Kulisse, überall herscht Treiben mit einer lebendigen KI. Gerade die Abwechslung bringt den Spaß. Möchte ich mich mit meiner getunten Karre, frech durch den Stadtverkehr schlängeln, schwimmen und tauchen gehen, oder mit einem Quad Bike im dafür vorgesehenen Gelände heizen, mit der Seilbahn fahren oder alles mal aus der Luft betrachten, indem ich Helis oder Flugzeuge an der Skyline vorbeiziehen lasse? - Alles möglich und noch viel mehr.

Was mache ich zuerst?
Die Beschäftigungsmöglichkeiten in GTA V zeichnen sich nicht nur durch Spaß aus, sondern auch durch deren Anzahl: Auto fahren, schwimmen, tauchen, U-Boot fahren, fliegen mit Helikoptern oder Flugzeugen, Tennis, Golf oder Dart spielen, sämtliche Rennen fahren (Quad Bike, Auto, Jetski, Geländewagen, Motorrad usw.), Aktien- und Immobilienhandel und vieles mehr.

Hierbei soll betont werden, dass beispielsweise Golf und Tennis nicht einfach nur lausige Minispiele sind, die man nur der Erfolge wegen spielt. Es sind Simulationen auf mittlerem Niveau, welche einen echt fesseln können, weil sie wirklich viel Spaß machen. Mir persönlich gefällt Tennis am besten. Golf ist ziemlich schwierig. Dart spielen macht auch richtig Laune.

Dazu kommen noch die ganzen Haupt- und Nebenmissionen, welche stimmungsvoll und überraschend gut inszeniert sind. Besonders spannend sind die gemeinsamen Raubzüge.

Nach Entwicklerangaben umfasst die Story ca. 30 Stunden, 40-50 werden aber für die 100% Marke eingerechnet. Spielspaß insgesamt soll man um die 200 Stunden genießen können.

Gelungene Dynamik
Das virtuelle Los Santos, welches Los Angeles nachempfunden ist, macht auf dynamischer Ebene einen echt sauberen Eindruck. Egal ob Freiheit, Beschäftigungen, Spielgeschwindigkeit oder das lebindige Schaffen der KI verleihen dem Spiel eine ganz besondere Note. Täuschend echte Illusion einer realen Welt passiert beispielsweise durch die Zufallsbegegnungen. Fährt man gemütlich eine Straße entlang, kann es durchaus passieren, dass ein Passant um Hilfe ruft, weil dieser beraubt wurde. Nun kann man sich entscheiden, einfach weiter zu crusen oder zu helfen. Bringt man den Dieb zur Strecke, bekommt man das Diebesgut und entscheidet anschließend, wie man vorgeht. Gebe ich es zurück oder behalte ich es? Bei Rückgabe erhält man meist einen mickrigen Finderlohn, schön aber, dass eine kurze Szene entsteht, bei der die Kamera näher heranzoomt. Man kann sich mit der Beute auch einfach aus dem Staub machen. Geld oder seltene Gefährte gehören dann dem Spieler. Es kann aber bei Rückgabe auch passieren, dass man neue Kontakte knüpft.
Ich habe in den Bergen einer Frau das Leben gerettet, woraufhin ihr Macker mir satte 60.000 Dollar auf mein Konto transferiert hat. Zudem konnte ich die Übeltäter richtig fertig machen, was auch Genugtuung einbrachte. Viele Weitere Ereignisse finden sich in Los Santos verstreut.
Dazu kommen die gemeinsamen Raubzüge, bei denen man blitzschnell zwischen den 3 Charakteren Michael, Franklin und Trevor wechseln kann. Das verleiht eine taktische Note, mehr Abwechslung und somit wieder mal mehr Spielspaß. Ab und an gibt das Spiel vor, zu wechseln, was aber nicht negativ ins Gewicht fällt. Auch abseits der Missionen kann man sich frei entscheiden, welchen der 3 man spielen mag.
Kleinere Details runden das Ganze ab, beispielsweise das Zeigen des Mittelfingers beim Autofahren, das Zusammenzucken der Fahrer bei Kollisionen oder dass man am Ende jeder Mission eine kleine Wertung angezeigt bekommt. Jede Mission kann beliebig oft gespielt werden. Gespeichert wird zwischendrin automatisch oder alternativ manuell, indem man ein Nickerchen hält.
GTA V ist in der mittleren Schwierigkeitsstufe angesiedelt.

Präsentation, wie nur Rockstar Games es kann
Die Synergie von Witz und Humor, kriminelles Schaffen, endlose Freiheit, die Zusammenführung der 3 Hauptprotagonisten sowie die immer wiederkehrenden Seitenhiebe auf die amerikanische Gesellschaft machen GTA V zu einer Satire, über die man in zehn Jahren noch sprechen wird. Es passt einfach alles. Beispielsweise werden inhaltlose Facebook-Spiele und sogar die Call of Duty Reihe auf den Arm genommen, was man als Gamer natürlich genießt, auch wenn man sie gerne hat. Es ist einfach dieser Das-ist-ja-cool!-Effekt. Was mich überrascht hat, ist die Tatsache, dass FBI-Agenten und ehemalige Mafiamitglieder beratend bei der Entwicklung involviert waren, was dem Ganzen ein authentisches Flair verpasst und dem Spiel somit zu Gute kommt.

Unübersehbar hat GTA V ein Faible für das Abstruse, was sich beispielweise an einer Nebenmission zeigt, in der man mit jedem Hauptcharakter Drogen konsumiert, nachdem man von einem Mann angesprochen wird, der einen notdürftigen Stand in der Stadt aufgebaut hat, um Graskonsum zu legalisieren. Jedem der 3 gewährt er eine Kostprobe von seinem Weed, woraufhin die verrücktesten Halluzinationen hervorgerufen werden. Während Michael nur mit einer Unterhose bekleidet, an der Skyline fliegt, nachdem er Aliens mit Blei vollgepumpt hat und sogar von ihnen in ihr Raumschiff gesogen und untersucht wurde und tanzende Affen gesehen hat, schlägt sich Trevor mit mörderischen Clowns herum, wobei passender Sound und Farbexplosionen bei Abschuss das Zirkusklischee perfekt unterstreichen. Franklin hingegen ist klischeebedingt als schwarzer Ghetto Gangster daran gewöhnt und spürt überhaupt nichts. Während die anderen beiden "leiden", genießet der Gamer solch eine bizarre Kreativität nur zu gern.

Auch die bescheuerten Dialoge mit Verrückten im Laufe der Nebenmissionen, welche sinnigerweise mit "Fremde und Freaks" gekennzeichnet sind, bieten Comedy pur. Als kleines Beispiel kann ich angeben, dass der gutmütige Franklin in Zusammenarbeit mit einem Paparazzo einem weiblichen, jungen Star im Garten auflauert, um sie beim Sex im Doggystyle zu filmen. Daraufhin werdet ihr entdeckt, und es beginnt eine Verfolgunsjagd, bei der ihr sie weiterfilmen sollt, bis sie schließlich mit ihrem Auto einen Unfall baut.

Witzig war auch mit an zu hören, dass sich im Franklin-Part zu Anfang, die schwarzen Ghetto Gangster ständig gegenseitig als "Nigga" bezeichnen. Das Wort fällt in einer halben Stunde öfter als im gesamten Film "Django Unchained" von Quentin Terrentino. Richtig zum Lachen brachte mich eine Szene, in der sich ein Freund von Franklin von diesem mit einem langezogenen "Nigaaaa" verabschiedet. Solch eine geniale Parodie sieht man in Videospielen leider viel zu selten!

Sound für Jedermann
In Sachen Sound bietet GTA V ebenfalls eine breite Palette an verschiedenen Musikstücken. 16 Radiosender sprechen schon eine Sprache für sich. Hier findet man eine fantastische Musikauswahl und lizensierte Songs. Ganz gleich ob Pop-Klassiker der 80er und 90er, lateinamerikanische Klänge, Snoop Dog oder Rihanna, ehrliches Metal oder auch Britney Spears. Hier ist für jeden etwas dabei. Der stimmige Originalsoundtrack rundet das Ganze gelungen ab.
Aber nicht nur die Musikstücke überzeugen, auch Fahrzeuge und Waffen klingen toll. Die Dialoge sind extrem hochwertig synchronisiert, was mich wirklich begeistert hat. Vor allem dieser lockere Ghetto Slang hat es mir angetan.

Gameplay
Die Spielbarkeit zeigt sich benutzerfreundlicher als noch im Vorgänger. Hier wurde die Fahrzeugsteuerung einen Tick arcadelastiger, indem man Rutschen weniger intensiv gestaltet, sowie Handling und Bremsen knackiger serviert. Bei Jetski-, Mottorad-, Roller- und Fahrradfahrten trübt die direkte Steuerung stark den Realismus und fühlt sich langweilig an. Einziger Pluspunkt ist, dass die Kamera in Kurven dynamisch zur Seite gekippt wird.
Waffentechnisch orientiert man sich eindeutig an der Max Payne-Reihe, indem man beispielsweise mit Michael in einen Zeitlupenmodus wechselt, Autofokus einbringt, aber ebenfalls die Option offen lässt, eigenständig zu zielen und sogar die Empfindlichkeit anzupassen.
Sauer aufstoßen lassen dürfte einige Gamer das langsame Aufstehen der Protagonisten, nachdem sie zu Boden gefallen sind. Gerade in Gefechten fällt es nicht leicht, seinen Fernseher unsinnigerweise nicht anzubrüllen, weil man unnötigen Schaden kassiert.

Die Technik bringt die Hardware an ihre Grenzen
Natürlich ist eine so lebendige Welt, die sich dazu noch mit gewaltigen Ausmaßen brüsten kann, nicht von technischen Macken verschont.

Technische Geschenke:
- tolle Licht- und Wassereffekte
- schöne Schatten
- geschmeidige Animationen (Mimik/Gestik, Dank Motion Capturing)
(nahezu lebensechte Mimik der 3 Hauptprotagonisten)
- meist scharfe Texturen
- atemberaubende Weitsicht
- Viele Objekte gleichzeitig dargestellt (Passanten und Fahrzeuge)
- perfekter Sound (Autos, Waffen, Dialoge)
- schöne Explosionen
- starke Polizei KI

Technische Macken:
- teils aufdringliches Kantenflimmern
- nachladende Texturen (besonders bei Schnellreise mit dem Taxi 2-3 Sek.)
- niedrige Bildrate bei hohen Geschwindigkeiten
- in der Ferne detailarm dargestellte Umgebung
- teilweise Treppenschatten
- kleinere Bugs
- seltene KI-Aussetzer

Kleinere Auffälligkeiten
Einige nebensächliche Elemente habe ich bestaunt und andere als enttäuschend empfunden.

Pro:
- Tuningmöglichkeiten ausgereifter als im Vorgänger
- angemessene Waffen-und Autoauswahl
- Aktien- und Immobilienhandel
- Umgebung spiegelt sich im Laternen- oder Sonnenlicht
- Verletzungen durch Blut sichtbar
- beeindruckendes Schadensmodell bei Fahrzeugen
- Handy- und Menüsteuerung sehr übersichtlich
- toller Humor, sehr crazy
- komplett ungeschnitten
- authentisch
- starke Polizei
- aufwirbelnder Wind bei Tiefflügen, verdrängter Dreck oder Gras beim Brunout
- gute Klettermöglichkeiten
- Geräusche passen sich dem Untergund sehr passend an
- KI lebendiger als im Vorgänger (hinterherguckende Frauen)
- hell erleuchtete Hochhäuser

Kontra:
- Zweirad- und Jetskisteuerung zu direkt und unrealistisch (gerade beim Jetski hätte ich mir etwas mehr Speed und eine schwammigere Steuerung gewünscht, weil es das Flair im Wasser besser unterstreicht hätte)
- Texturen im Fahrzeuginneren extrem unscharf
- beim Lenken bewegen sich Hände aber nicht das Lenkrad (auch bei Zweirädern und beim Jetski nicht)
- Wheelie fast nur bei Anfahrt möglich, Stoppie ganz entfernt
- Züge nicht mehr übernehmbar
- kein Krafttraining möglich
- Nahkampf unspektakulär
- hakeliges Laufen
- angefahrene Passanten fallen teilweise sehr träge
- Fahrt mit der Seilbahn nur mit beschränkter Sicht
- Hot Dog-Stände reine Deko
- im eigenen Haus nicht alle Räume begehbar
- Kleideranpassung wegem automatischem Wechsel unmotivierend

Konsolenvergleich
Technisch sauberer zeigt sich die Xbox 360. Klarere Spiegeleffekte, glattere Flora, weniger Pop Ups, zumindest wenn man den Anweisungen Rockstars Folge leistet und beide Discs auf zwei verschiedenen Speichermedien installiert (Disc 1 auf Festplatte, Disc 2 auf 16GB USB Stick). Insgesamt fällt auf, dass die PS3-Version blasser und kühler aussieht als die farbintensive Konkurrenz. Schönere Kontraste und kräftigere Farben sieht man auf der Xbox 360-Version. Einzig und allein die Bodentexturen sind auf der PS3 etwas schärfer. In Sachen Weitsicht sieht es fast identisch aus, eventuell punktet dort die Xbox 360.

Vorsicht!

Xbox 360:
Der Entwickler gab bekannt, dass technische Schwierigkeiten in Form von schlechterer Perfomance durch die Installation beider DVDs auftreten können. Die Play-Disk kann alternativ aber auf einem 16GB-Stick installiert werden. Nur die Installation auf selbigem Speichermedium führe zu Problemen. (7876MB, 2DVDs)

PS3:
Beim Herunterladen trat der Download-Fehler 80029564 auf, welcher aber behoben wurde. PS3-Gamer mussten die alten Daten löschen und sich das Spiel erneut herunterladen. (über 8000MB, Blu-ray Disc)

Wertungen verschiedener Publikationen
GTA V wurde von der Fachpresse wirklich extrem gut aufgenommen. Mit einigen Höchstwertungen und Wertungen von 94%-97% ist es sehr wahrscheinlich, dass Rockstar Games einen weiteren "Spiel des Jahres"-Titel einheimst. Und das zurecht!

Dennoch bin ich der Meinung, dass beispielsweise eine Wertung von 97% bei den technischen Macken, die GTA V nun einmal hat, für übertrieben und overrated. Dass dieses Game zweifelsohne in der oberen Liga der Bewertungsskala mitspielt finde ich angemessen, würde aber eher 90%- 93% als Bewertung vorziehen.

Fazit
GTA V ist ein sensationelles Game, womit man lange Zeit enormen Spaß haben kann, technisch sauber, wenn auch nicht perfekt. Es wird eine exellente Story geboten, in der erstmals 3 verschiedene Charaktere und deren Geschichten zu einem Handlungsstrang fusioniert werden. Spieldynamik und Umfang haben höchstes Lob verdient. Kulturelle und gesellschaftliche Parodien erzeugen das unterhaltsamste Entertainment-Programm des Jahres.

Kommerzieller Erfolg
Beeindruckend ist der Geschwindigkeitsrekord, den Rockstar Games auf die Beine gestellt hat. GTA V konnte am ersten Tag einen Umsatz von 800 Millionen US-Dollar generieren, was einmalig in der Entertainmentbranche (Spiele- und Filmindustrie eingeschlossen) ist. Somit wurde der Shooter "Call of Duty: Black Ops 2" vom Thron gestoßen, welches mit 500 Millionen US-Dollar deutlich unterlegen ist. Nach 3 Tagen stieg der Umsatz auf 1 Milliarde US-Dollar!

5 Jahre lang hat Rockstar Games an diesem Meisterwerk geschustert. In dieser Zeit vielen Produktionskosten in Höhe von 201 Millionen US-Dollar an, was sie aber Dank der guten Verkaufszahlen locker wett gemacht haben. Intensives, fast aufdringliches Marketing wurde betrieben, weshalb es mich auch nicht wundert, dass sich dieses Game so bambastisch gut verkauft hat. Man kam schon fast nicht mehr um den Hype herum. Zudem ist der gute Ruf von Rockstar Games mit seinen tollen Vorgängertiteln ein starkes Argument, ihre neuste Perle zu kaufen. Allein die Vorbestellungen in Höhe von 2,5 Millionen Exemplaren übertrafen die von "Call of Duty: Ghosts" und "Battlefield 4" zusammen. Ein weiterer Grund, wieso ich nicht von diesem kommerziell gigantischem Erfolg überrascht bin.

Schön, dass sich der Plot endlich mal um die Beziehung der Protagonisten dreht und nicht etwa um ein Heilmittel, einen bestimmten Oberschurken oder die Rettung der Welt. Im Fokus stehen Freundschaft und Verrat, also die Beziehung der 3 Protagonisten zueinander und anderen starken Charakteren.
Das Finale bietet kein Bombast im Sinne eines Action-Klimax, da eher die Message der Entwickler im Vordergrund steht!

Autor:

Justin Aengenheyster aus Kleve

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

2 Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.