Gemeinsam die Lebensbedingungen verbessern
Starkes Team für die niederrheinischen Wiesenvögel

Der Kiebitz ist wegen fehlender Feuchtwiesen mittlerweile oftmals auf Ackerflächen anzutreffen.
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  • Der Kiebitz ist wegen fehlender Feuchtwiesen mittlerweile oftmals auf Ackerflächen anzutreffen.
  • Foto: Beckers
  • hochgeladen von Charmaine Fischer

Drei Biostationen am unteren Niederrhein kooperieren mit weiteren Partnern im neuen EU-Projekt „LIFE Wiesenvögel NRW“: Die Biologische Station im Kreis Wesel, die NABU Naturschutzstation Niederrhein und das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve.

Gemeinsam wollen sie die Lebensbedingungen für die bedrohten Wiesenvögel wie Kiebitz und Uferschnepfe in den kommenden sieben Jahren hier vor Ort weiter verbessern. Fast ein Fünftel der Projektmittel in Höhe von etwa 19 Millionen Euro fließen in die Region.

Im Oktober vergangenen Jahres startete das neue Projekt „LIFE Wiesenvögel NRW“. Jetzt nimmt es richtig Fahrt auf. So starteten die Vorarbeiten für das Monitoring, die Umweltbildung, Maßnahmen für den Schutz vor Beutegreifern und die Abstimmung der Vorhaben für die Öffentlichkeit in verschiedenen Projektgruppen. Außerdem informierten die Biostationen die betroffenen Interessensgruppen am unteren Niederrhein. Demnächst laden sie außerdem die Vertreter für regionale Beiräte ein.

Acht Vogelschutzgebiete

Das Gesamtprojekt soll die Bestände der bodenbrütenden Vögel in insgesamt acht Vogelschutzgebieten in ganz Nordrhein-Westfalen sichern. Auch auf ihrem Vogelzug rastende Wiesen- und Wasservögel sollen davon profitieren. Als Wiesenvögel werden verschiedene Vogelarten zusammengefasst, die vornehmlich in Wiesen oder Weiden brüten. Ein bekannter Vertreter ist der Kiebitz, auch wenn er wegen fehlender Feuchtwiesen mittlerweile oftmals auf Ackerflächen anzutreffen ist. Aber auch andere weniger auffällige Vogelarten gehören dazu, wie etwa der Wiesenpieper, ein kleiner Singvogel.

Wiesenvögel haben es heutzutage schwer, geeignete Brutplätze zu finden, um ihre Jungen erfolgreich großzuziehen. Gründe hierfür sind durch den Menschen verursachte Verschlechterungen ihres Lebensraums und der Verlust von Flächen. Deshalb stehen bei den Brutvögeln alle Zielarten des Projekts inzwischen auf der Roten Liste der in Nordrhein-Westfalen gefährdeten Vogelarten. Mit dem nun gestarteten landesweiten Projekt soll dem Rückgang der Bestände entgegengewirkt werden.

Ehrenamtsnetzwerk soll aufgebaut werden

Dafür sind verschiedene Maßnahmen geplant, von denen die Biostationen wissen, dass sie für den Schutz der Wiesenvögel maßgeblich sind. So wird zum Beispiel der Wasserhaushalt verbessert, unter anderem durch das Anlegen von Kleingewässern. Hier können die Vögel während des Frühjahrs nach Nahrung stochern. Stellenweise werden hochgewachsene Gehölze, auf denen Greifvögel einen guten Sitz haben, entfernt. Auch andere natürliche Feinde wie der Fuchs werden bei den Maßnahmen berücksichtigt. Außerdem wird ein Ehrenamtsnetzwerk aufgebaut und eine Beratung zum Wiesenvogelschutz angeboten. Bei der Umsetzung der Maßnahmen wird eine enge Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und der Jägerschaft angestrebt.

Das Gesamtprojekt wird vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) geleitet und gemeinsam mit insgesamt zehn Biostationen durchgeführt. Diese sind in NRW für die Betreuung der Naturschutzgebiete und somit auch die Vogelschutzgebiete zuständig. Ein weiterer Partner ist die niederländische vogelkundliche Organisation SOVON. Finanziert wird das LIFE-Projekt durch die Europäische Union und das Land NRW.

Der Kiebitz ist wegen fehlender Feuchtwiesen mittlerweile oftmals auf Ackerflächen anzutreffen.
Der Wiesenpieper ist ein kleiner, unauffälliger Singvogel.
Autor:

Lokalkompass Kleve aus Kleve

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