1. FC Kleve muss Zuschuss zurückzahlen

Foto: Heinz Holzbach

Einstimmig entschied der Klever Stadtrat in der Ratssitzung vom 10. November, dem 1. FC Kleve keine weiteren Gelder für den Ausbau des Stadions zur Verfügung zu stellen. Die schon gezahlten 650 000 Euro muss der Fußballverein zurückzahlen. Damit ist der 1. FC Kleve wohl zahlungsunfähig. Wie es mit dem Verein weitergeht, war heute Abend noch nicht klar.
Bevor es zur Abstimmung kam, hatten sich die Fraktionsvorsitzenden zu Wort gemeldet. Udo Janssen, CDU, führte aus: „Bis gestern Mittag 14.30 Uhr, waren wir uns sicher, eine Lösung gefunden zu haben, die dem 1. FC Kleve Luft verschafft hätte. Luft bis zum 15. Dezember.“ Zwar hätte die CDU der Vertagung nur mit Bauchschmerzen zugestimmt: „Aber wir haben große Hoffnung in die neuen Männer und Frauen gesetzt, hatten gehofft, dass sich etwas geändert hätte. Nachdem gestern die Volksbank die Konten gesperrt hatte, ist die Liquidität nicht mehr gegeben. Seit dem 21. Oktober fehlt die Handlungsfähigkeit, aber der Verein tritt auf wie früher. Deshalb sagen wir 'Nein' zur Vertagung.“ Die CDU stimmt aber weiteren Gesprächen zu.
Für die SPD ergriff Alexander Frantz das Wort: „Wir sind für unsere ablehnende Haltung immer kritisiert worden.Wir haben die Zahlen analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass das nicht gut gehen kann.“ Die SPD stehe weder gegen den 1. FC noch gegen den Fußball. „Wir tun dies schweren Herzens. Aber ich kann mir nicht vorstellen, von dieser Linie abzurücken.“
Dr. Artur Leenders, die Grünen, machte deutlich, dass für Bürgermeister Theo Brauer der Vorwurf der Insolvenzverschleppung im Raum stehen könnte. „Wir stellen uns alle schützend vor den Bürgermeister, das ist durchaus nicht selbstverständlich.“
„Wir fragen uns, welche Rolle die Volksbank spielt“, wunderte sich FDP-Mann Daniel Rütter. „Die Sache ist für mich nicht mehr nachvollziehbar. Die Sache ist alternativlos.“
Und auch die Offenen Klever meldeten sich vor der Abstimmung zu Wort. Paul Zigan: „Wir waren bis Dienstag bereit, zu verlängern. Dann kam die Kontensperrung. Der Verein ist weder an uns herangetreten noch sind wir informiert worden.“
Dem Beschlussvorschlag, dass der Anspruch auf Zahlung weiterer Zuschüsse erloschen sei und der 1. FC Kleve zur Rückzahlung des Zuschusses in Höhe von 650 000 Euro verpflichtet sei, stimmten die Ratsmitglieder einstimmig zu.

Autor:

Annette Henseler aus Kleve

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