Gutes Bewerbungsschreiben
Dominik Feyen will Landratskandidat der CDU werden

Schulrat Dominik Feyen ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Kleve. Er will Landratskandidat der CDU im Kreis Kleve werden.
  • Schulrat Dominik Feyen ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Kleve. Er will Landratskandidat der CDU im Kreis Kleve werden.
  • Foto: Christian Auth
  • hochgeladen von Klaus Schürmanns

Eine ganz Generation kennt nur einen Landrat im Kreis Kleve: Wolfgang Spreen. Nach jetzt 15 Jahren Amtszeit hat Spreen (CDU) allerdings entschieden, nicht erneut für dieses Amt bei der Landratswahl 2020 anzutreten. Er hält Schulrat Dominik Feyen (46)für seinen geeigneten Nachfolger.

Vor Feyen hatte bereits die Juristin Silke Gorissen (48), CDU-Fraktionsvorsitzende und Parteichefin in Bedburg-Hau, ihren Hut in den Ring geworfen. Nichts ungewöhnlich. Die CDU wünscht ein "offenes Verfahren". Erst im Februar 2020 soll eine Mitgliederversammlung entscheiden, wer für die Christdemokraten im Kreis Kleve gegen den bereits von SPD, FDP und Grünen nominierten Landratskandidaten Peter Driessen (Bedburg-Hau) ins Rennen geschickt wird.
Das Verfahren bei der CDU ist nicht neu. Auch der heutige Landrat Wolfgang Spreen musste sich vor seiner ersten Wahl im Jahr 2004 einem Mitbewerber stellen. Damals galt der beliebte und in Parteikreisen gut vernetzte Reeser Bürgermeister Bruno Ketteler als Favorit. Aber schon nach der ersten Vorstellungsrunde bei den Christdemokraten in Kevelaer, bei der der damalige Kreisdirektor Spreen mit einer fulminanten Rede überzeugen konnte, gab Ketteler ("Warum tut er sich das an?" titelte diese Zeitung damals) entnervt auf. Während Silke Gorissen in ihrer Bewerbung überwiegend auf ihr über 20-jähriges parteipolitisches Engagement in zahlreichen Parteigremien hinweist, legte Dominik Feyen letzte Woche ein Bewerbungsschreiben mit klaren inhaltlichen Vorstellungen vor:
"Das unverrückbare Ziel, junge Menschen in Arbeit zu bringen, damit sie die Chance haben, ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben führen zu können, treibt mich bereits mein ganzes berufliches Leben
an", schreibt der ausgebildete Sonderpädagoge."Auch eine gelungene Integration von zugewanderten Mitbürgerinnen und Mitbürgern muss daran gemessen werden, wie gut diese Menschen ausgebildet oder qualifiziert werden und inwieweit sie schlussendlich in die Lage versetzt werden, für ihren Lebensunterhalt selbstständig zu sorgen." Die ärztliche Versorgung im Kreis Kleve liegt ihm am Herzen: "Wir sind verpflichtet, konsequent darauf hinzuwirken, dass für alle Generationen hinreichend niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in zumutbarer Entfernung zur Verfügung stehen."
Klare Meinung auch zum Klimaschutz: "Ein nachhaltiger Klimaschutz ist aus den aktuellen politischen Überlegungen aus gutem Grunde überhaupt nicht mehr wegzudenken. Es ist meine tiefe Überzeugung, dass dies trotz aller gebotenen Priorität gleichwohl mit Augenmaß und ohne allzu polemische Symbolik vorangebracht werden muss." Und konkrete Vorstellungen, was sich im öffentlichen Nahverkehr ändern muss, hat der Kandidat auch: "Wenn es uns gelingt, den ÖPNV für alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis Kleve zu einer praktikablen Alternative zum Individualverkehr zu entwickeln, können hierbei die Menschen und der Klimaschutz gleichermaßen profitieren. Insbesondere bei der zukunftsweisenden, interkommunalen Schulentwicklungsplanung sind die Defizite im Bereich des ÖPNV frappant. Hier sehe ich dringenden Handlungsbedarf, um allen Kindern und Jugendlichen unabhängig vom Wohnort die Chance auf eine bestmögliche Bildung zu garantieren."
Für Feyen muss ein künftiger Landrat "u. a. die Kernkompetenzen „Teamfähigkeit“, „Kommunikationsfähigkeit“ und Entscheidungsfähigkeit“ vorweisen. Ich habe diese Kompetenzen im Laufe meines (beruflichen) Lebens entwickelt, ausgebaut und auch in kritischen, kontrovers diskutierten Entscheidungsprozessen nachgewiesen."
Der in Emmerich-Vrasselt geborene Feyen lebte in seiner Kindheit mit seiner Familie in Kranenburg. Der Lehrer für Sonderpädagogik war viele Jahre Sonderschulrektor u.a. an der Pestalozzi-Schule in Goch, Ende des Jahres wird er Schulfachlicher Dezernent bei der Bezirksregierung Düsseldorf.

Autor:

Klaus Schürmanns aus Kleve

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