Fracking : ExxonMobil, der moderne Brunnenvergifter?

Aus ZDF Sendung Zoom, vom Bildschirm abfotografiert.

Fracking bald auch am Niederrhein? Dies ist nicht ausgeschlossen, denn schon sind die Claims abgesteckt. Kreis Kleve "Saxon 1 West"
Fracking ist eine Hydrauliktechnik bei der in Tiefenbohrungen große Mengen an Flüssigkeiten, giftige Chemiekalien eingebracht werden um das Gestein zu brechen. Dadurch wird das im Gestein eingeschlossene Erdgas frei gesetzt und kann gefördert werden. Das Verfahren wurde umfangreich in den USA eingesetzt und es kam dort immer wieder zu erheblichen Zwischenfällen. Das Grundwasser wurde durch Chemikalien vergiftet und sogar aus den Wasserkränen strömte Erdgas.
In der ZDF-Sendung „Zoom“ wurde darüber berichtet welche Auswirkungen das Fracking auf die Natur und den Menschen hat und wie sich der Ort Lünne in Niedersachsen dagegen wehrt. Zur ZDF-Sendung: hier klicken
Auch in NRW soll dieses Verfahren angewendet werden und es gibt bereits Genehmigungen. Der Kreis Kleve kann davon auch betroffen sein und ist in den Karten als Aufsuchsfeld (Saxon 1 West) verzeichnet. Karte vom BUND: hier klicken
Andere Länder, z.B. Frankreich, reagierten umgehend auf dieses für Mensch und Umwelt gefährliche Verfahren. Innerhalb von drei Monaten wurde in Frankreich ein Gesetz verabschiedet, dass das Fracking verbietet.
Hier noch ein schöner Beitrag „The Fracking Song“, ein Erklärsong: hier klicken

Vom BUND-Arnsberg, Birgit Jakubzik, habe ich am 01.12.2011 nachfolgende Nachricht erhalten:
„...ich habe gerade was Neues über das Erdgas-Fracking in NRW auf der Webseite vom Umweltministerium entdeckt.
Dort steht folgendes:
Erdgasförderung durch Fracking bis zur Vorlage eines Umwelt-Gutachtens im Sommer 2012 gestoppt
23.11.2011 - Die NRW-Landesregierung hat vorerst alle Bohrungen sowie direkte und indirekte Vorbereitungen für Bohrungen mit der umstrittenen Fracking- Methode bis zur Vorlage eines Gutachtens zu den langfristigen Folgen für Mensch und Umwelt gestoppt. Das haben Wirtschaftsministerium und Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen in einem gemeinsamen Erlass an die Bezirksregierung Arnsberg, die als Bergbehörde landesweit für die Prüfung solcher Genehmigungsanträge zuständig ist, klargestellt.
„Der Schutz der Menschen und der Umwelt hat für die Landesregierung oberste Priorität. Daher wollen wir zunächst die Ergebnisse eines umfassenden Gutachtens abwarten, das die Folgen der umstrittenen Fracking-Methode offenlegt. Dieses Gutachten soll im Sommer 2012 vorliegen“, betonten Umweltminister Johannes Remmel und Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger.
Bis dahin werde es keine behördlichen Entscheidungen über beantragte Genehmigungen für Erdgasbohrungen geben, in denen das umstrittene Fracking geplant, direkt oder indirekt vorbereitet oder technisch möglich ist.

Hier der Link dazu: http://www.umwelt.nrw.de/umwelt/index.php

... das ist doch erst mal eine positive Entscheidung. Da wollen wir hoffen, dass das Gutachten negativ in Richtung Fracking ausgeht.“

Autor:

Günter van Meegen aus Bedburg-Hau

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