Kostenentwicklung bei der Hilfe zur Pflege: Das wird richtig teuer

Die aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen einen spürbaren Anstieg der Leistungsempfänger bei der Hilfe zu Pflege in den vergangenen zwei Jahren

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Im Fachausschuss für Gesundheit und Soziales im November 2012 ließen die Zahlen zur Versorgungssituation älterer Menschen im Kreis Kleve bereits aufhorchen:
- Der Anteil der über 65-jährigen an der Gesamtbevölkerung wird sich voraussichtlich im Kreis Kleve von derzeit 19 % auf 28 % im Jahre 2030 erhöhen;
- In diesem Prognosezeitraum dürfte die Zahl derer, die soziale Transferleistungen für die Hilfe zur Pflege benötigen, um rd. 46 % steigen;
- Unter Berücksichtigung einer 2-prozentigen jährlichen Preissteigerung und der prognostizierten Fallzahlenentwicklung, werden sich die sozialen Transferleistungen von 2012 bis 2030 von 16,7 Mio. auf 35,6 Mio. Euro etwa verdoppeln.

Dies hätte zur Folge, dass sich für jeden Kreisbewohner/in der Aufwand
von derzeit 54,38 € auf 79,15 € im Jahre 2030 bei Eintritt der dargelegten Annahmen erhöhen würde.

Landrat Wolfgang Spreen macht angesichts dieser Entwicklungen deutlich, dass die kommunalen Haushalte diese Kostensteigerungen nicht mehr alleine schultern können. Spreen: „Hier sind entsprechende Ausgleichleistungen durch das Land NRW zwingend erforderlich. Zudem müssen eine spürbare Anhebung und ständige Angleichung der Leistungen der Pflegeversicherung für die betroffenen Menschen sichergestellt werden.“ Sollte dies nicht erfolgen, würden die Kreise und ihre kreisangehörigen Kommunen in eine finanzielle Schieflage gebracht, die negative Auswirkungen für alle Bevölkerungsgruppen zur Folge hätte, mahnt der Landrat.

Autor:

Lokalkompass Kleve aus Kleve

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