Stolpersteine für ermordete Schüler des Stein-Gymnasiums

Erich Hertz, ermordet 1943 im Konzentrationslager Vught in den Niederlanden.
  • Erich Hertz, ermordet 1943 im Konzentrationslager Vught in den Niederlanden.
  • Foto: Archiv Niederlande
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Am Ende des Schuljahres nutzten Niederländisch-Schüler des Stein-Gymnasiums Kleve mit der verlässlichen Unterstützung der Euregio-Rhein-Waal die Möglichkeit, Unterrichtsthemen in den benachbarten Niederlanden zu vertiefen.
Dabei führte eine Exkursion den Grund- und Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 mit den Lehrern Helma Geurtz-de Vet und Jochem Reinkens in das Nationaal Monument Kamp Vught. Dort endete das Leben des jüdischen Klever Gymnasiasten Erich Hertz, der nach der Rückkehr seiner Familie in die Niederlande, nachdem diese in Tilburg untergetaucht war, mit seinen Eltern in Tilburg verhaftet wurde und in das Konzentrationslager Vught eingewiesen wurde.Dort wurde er aller Wahrscheinlichkeit nach am 5.4.1943 erschossen, in der zynischen Sprachregelung dieser unseligen Zeit, mit der die wirklichen Umstände verfälscht wurden: „auf der Flucht“!Erich Hertz hatte sich, nachdem er seine Schulausbildung in Ahrweiler fortsetzte, mutig öffentlich gegen die braunen Machthaber ausgesprochen worden und war verhaftet worden und nach seiner Entlassung zunächst nach Arnheim verzogen.Die fortgesetzte Beschäftigung mit seinem Schicksal und der Besuch des KZ´s, in dem seinem Leben nach nur einmonatigem Zwangsaufenthalt ein brutales Ende gesetzt wurde, führte nunmehr dazu, dass Kontakt mit dem Kölner Künstler Gunter Demnig aufgenommen wurde, um im kommenden Schuljahr Stolpersteine zur Erinnerung an alle ehemaligen jüdischen Schüler, die Opfer des Holocaust wurden, vor dem Steingymnasium zu verlegen.
Eine zweite, ebenfalls von der Euregio geförderte Exkursion, führte den Niederländisch-Kurs mit Lehrer Jochem Reinkens an die Radboud -Universität Nijmegen, wo ein hervorragend von Inge van Dijk organisiertes Programm sehr ausführlich mit allen Facetten des bei Klever Schülern nach ihrem Abitur immer beliebteren Studiums an der Radboud-Universität vertraut machte.Ein abschließendes Programm in der historischen Nijmeger Innenstadt eröffnete zahlreiche geschichtliche und aktuelle Bezüge zum heimischen Kleverland.

Autor:

Lokalkompass Kleve aus Kleve

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