Problematik Wohnraum
Aktionswoche Schuldnerberatung: „Albtraum Miete“

Die bundesweite Aktionswoche Schuldnerberatung findet in diesem Jahr in der Zeit vom 3. bis 7. Juni statt. Das diesjährige Motto lautet: „Albtraum Miete“. Konkret geht es um Verschuldete, deren Lebenssituation sich durch hohe Mieten noch weiter verschlechtert. Häufig kommt es vor, dass Überschuldete sich auf Ratenzahlungen einlassen, sobald Gläubiger Druck ausüben und auf ihre Forderungen bestehen. Da bleibt oft die Zahlung der Miete auf der Strecke. Grundsätzlich können Mietschulden von Sozialämtern oder Jobcentern übernommen werden. Dies bedeutet allerdings, dass die Überschuldeten einen entsprechenden Antrag stellen müssen, was den Betroffenen jedoch häufig schwerfällt.

Mithilfe der diesjährigen Aktionswoche werden unter den Stichworten „Wohnraum finden – Wohnraum erhalten – Wohnraum sichern“ sowohl die Adressaten angesprochen, die den sozialen Wohnungsbau fördern müssen, damit mehr bezahlbare Mietwohnungen bereitgestellt werden als auch jene Verantwortlichen, die den Verzicht auf negative SCHUFA-Einträge, die sich nicht auf Miet- oder ähnliche Schulden beziehen, beschließen können.

Die Schuldner- und Insolvenzberatung des Caritasverbandes Kleve greift diese Problematik auf, indem sie in Zusammenarbeit mit der Fachberatungsstelle Wohnungslosenhilfe eine Fragebogenaktion startet. „Nur so können wir eine politisch verwertbare Erhebung durchführen“, sagt Schuldnerberater Stefan Schraven, der gleichzeitig mit seinen Kolleginnen und Kollegen am 5. Juni in der Zeit von 10 bis 14 Uhr mit einem Informationsstand an der Klever Tafel vertreten ist, um direkt vor Ort Betroffene anzusprechen und Fragebögen zu verteilen. „Jeder ausgefüllte Fragebogen gibt uns die Möglichkeit, tatsächlich etwas zu bewirken. Daher zählen wir auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Kleve“, betont Rita Fergen, Leiterin der Schuldner- und Insolvenzberatung des Caritasverbandes. Alle, die sich beteiligen wollen, haben auf der Website www.caritas-kleve.de bis zum 11. Juni die Möglichkeit, den zweiseitigen Fragebogen direkt online auszufüllen und abzusenden.

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