Mit 105 Stundenkilometern durch Wissel gerast

Die meisten Autofahrer wussten wohl Bescheid: Heute standen Polizeibeamte wieder an den Straßen des Kreises Kleve, um während der landesweiten „Blitzeraktion“ Rasern das Rasen zu vermiesen. Allerdings fuhr der überwiegende Teil der Autofahrer angemessen.

Erneut konnten die Bürger mitbestimmen, an welchen Stellen die Polizei ihre Blitzgeräte aufstellen sollte. In Kleve war dies unter anderem am Ruppenthaler Weg in Materborn. Ein Anwohner hatte diese Mess-Stelle der Kreispolizei vorgeschlagen: „Hier ist Tempo 30 erlaubt, allerdings wird hier viel schneller gefahren. Dabei sind Grundschule und Kindergarten ganz in der Nähe“, sagt der 23-Jährige. Das wissen die meisten Autofahrer auch. Denn hier halten sich meistens die Anwohner nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit.

Der 24-Stunden-Blitz-Marathon war heute Morgen um sechs Uhr gestartet. Die Zwischenbilanz der Kreispolizei fiel am Nachmittag gut aus. „Die meisten Fahrerinnen und Fahrer sind mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs“, so die Polizei. Von 1245 gemessenen Fahrzeugen, waren nur 41 zu schnell. (3,3 Prozent). „Das ist ein eindeutiger Erfolg. Ziel des Blitzmarathons ist es nicht, Knöllchen zu kassieren, sondern das allgemeine Niveau der gefahrenen Geschwindigkeit im Kreis Kleve dauerhaft zu senken.“

Und trotzdem ging der Polizei ein Raser ins Netz: Innerhalb geschlossener Ortschaft, auf der Dorfstraße in Wissel, wurde ein 26-jähriger Fahrzeugführer aus Emmerich mit 105 km/h gemessen, obwohl 50 km/h erlaubt sind. Das führt zu zwei Monaten Fahrverbot, vier Punkten im Verkehrszentralregister und einem Bußgeld von 280 Euro.

Noch immer gibt es im Kreis Kleve jährlich über 200 Verkehrsunfälle, bei denen Menschen schwer verletzt oder getötet (14) werden. Unter den Verletzten waren 70 Radfahrer. Die Polizei: „Eine defensive Fahrweise, mehr Rücksicht und eine angepasste Geschwindigkeit tragen dazu bei, Unfälle zu verhindern.“
Die Kresispolizeibehörde appelliert an alle Fahrerinnen und Fahrer, „dabei zu sein“. Dazu gehört auch, mit den Gedanken dabei zu sein, wenn man sich im Straßenverkehr bewegt.

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