Nach 37 Jahren im Dienst des Caritasverbandes Kleve wurde Norbert Hufschmidt verabschiedet
Mr. Sozialstation im Ruhestand

Norbert Hufschmidt hatte am Freitag seinen letzten, offiziellen Arbeitstag beim Caritasverband Kleve.
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  • Foto: Caritasverband Kleve
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Niemals geht man so ganz. So ist es auch bei Norbert Hufschmidt. Mehr als 37 Jahre hat er Tag und Nacht für den Caritasverband Kleve gearbeitet. Seit Freitag, 30. Oktober, soll offiziell Schluss damit sein. Ruhestand. Doch Norbert Hufschmidt bleibt dem Wohlfahrtsverband erhalten, als Minijobber für den von ihm erfolgreich aufgestellten Hausnotruf. „Zwei halbe Tage“, sagt er. Er lacht.

Mit einem „Minijob“ begann auch der Kontakt zum Caritasverband. „1978 – ich hatte gerade den Führerschein in der Tasche – habe ich mir mein Taschengeld mit Fahrten für ,Essen auf Rädern‘ aufgebessert“, erinnert sich Hufschmidt. Seine eigentliche Karriere bei der Klever Caritas begann fünf Jahre später, im Jahr 1983. Nach einer Ausbildung zum Krankenpfleger und seiner ersten Arbeitsstation im Klever Krankenhaus heuerte er bei der Sozialstation in Emmerich an. Nach einer Weiterbildung zum Fachpfleger wurde er anderthalb Jahre später sogar deren Leiter. Fast zehn Jahre hatte er dieses Amt inne. „Emmerich war eine anstrengende, aber auch unheimlich schöne Zeit“, erinnert sich der 65-Jährige. Nirgendwo anders habe er so eine Unterstützung im öffentlichen Raum erfahren.

Viele Meilensteine

Meilenstein in diesen zehn Jahren war sicherlich das Inkrafttreten der Pflegeversicherung im Jahr 1996. „Eine große Arbeitserleichterung für die Sozialstationen, hatten sie früher doch an allen Standorten große Lager für die verschiedenen Hilfsmittel“, so Hufschmidt. Apropos Pflegeversicherung, sein Steckenpferd. „Ich versuche das, was drin steckt, auch optimal zu nutzen.“ So könne er sich für die Zukunft auch eine Beratertätigkeit vorstellen.
Doch zurück zum Werdegang: 1992 wurde Norbert Hufschmidt Fachbereichsleiter aller Sozialstationen des Caritasverbandes Kleve. Denn nach Kleve (1978), Emmerich (1979) und Goch (1981) wurde 1990 auch die Sozialstation für Bedburg-Hau und Kalkar eröffnet. Es folgte Rees im Jahr 1992. Ein Jahr später ging die erste Tagespflege im Kreis Kleve an den Start, das Gertrud-Luckner-Haus in Bedburg-Hau, das er 1993 mit Hans-Peter Bause eröffnete.
Fachbereichsleiter war Hufschmidt bis 1999. Anschließend wurde er Koordinator der fünf Sozialstationen und Leiter der neuen Sozialstation in Bedburg-Hau/Goch. Zuletzt hatte er die Leitung des Hausnotrufes inne. „Der Laden brummt. Ich bin mit 600 Kunden angefangen, jetzt sind es knapp 1100“, sagt Hufschmidt. Für ihn ist der Caritasverband ein guter Arbeitgeber. „Ich habe hier viele Chancen bekommen, mir wurde viel Vertrauen geschenkt und ich durfte sehr viel ausprobieren. Das war schon sehr beeindruckend.“ Alexia Meyer, Fachbereichsleiterin Pflege und Gesundheit, gibt die Komplimente gerne zurück: „Mit Norbert Hufschmidt geht ein Gesicht des Klever Caritasverbandes in den Ruhestand. Seine einmalige Art und seine starke Nähe zu den Rat- und Hilfesuchenden haben mich immer sehr beeindruckt.“
Norbert Hufschmidt ist übrigens nicht nur ein Gesicht des Caritasverbandes, sondern auch des Klever Vereins Collegium Musicum. Dessen Vorsitzender ist er, dort spielt er Geige und Bratsche. Mehr Zeit für die Musik, für seine Frau und seine beiden Kinder, das wünscht er sich nun. „Mal nicht so getrieben sein“, sagt Hufschmidt. Er lacht.

Norbert Hufschmidt hatte am Freitag seinen letzten, offiziellen Arbeitstag beim Caritasverband Kleve.
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Lokalkompass Kleve aus Kleve

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