Treffpunkt Nanowelten auf dem Campus Kleve: Beim Tag der Offenen Tür an der Hochschule Rhein-Waal zeigt der nanoTruck des Bundesforschungsministeriums die neusten Trends der Nanotechnologie

Auf zwei Ebenen präsentiert der nanoTruck die Themenvielfalt nanotechnologischer Forschung und Anwendung. © Flad & Flad Communication Group
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Kleve – Hightech zum Anfassen und Mitmachen: Am Dienstag und Mittwoch, 15. und 16. Januar 2013, macht der nanoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit abwechslungsreichem Programm und umfangreicher Ausstellung Station vor der Technologiehalle auf dem Campusgelände in der Marie-Curie-Straße 1.

In vielen Studiengängen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen kommt man um den Begriff „Nanotechnologie“ kaum noch herum. Doch was verbirgt sich dahinter, wo steckt „nano“ heute schon drin und was bringt uns die Erforschung dieser winzigen Dimensionen für die Zukunft? Wer sich diese oder ähnliche Fragen schon einmal gestellt hat, für den hat der nanoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eine Menge hilfreiche Antworten im Gepäck. Mit interaktiver Exponatschau, nanoKino und Laborbereich für Workshops holt der doppelstöckige Wissenschafts-Truck die Schlüsseltechnologie aus den Laboren der Wissenschaft und bringt sie direkt zu den Bürgern*. Im Rahmen unterschiedlicher Workshops, Präsentationen und während der „Offenen Tür“ erfahren angemeldete Schulklassen sowie alle Neu- und Wissbegierigen, was Materiestrukturen, die millionenfach kleiner sind als ein Stecknadelkopf, zur Lösung wichtiger Zukunftsfragen beitragen können.

Abwechslungsreiches Workshop-Angebot

Vieles, was uns heute das Leben erleichtert, galt früher als Science-Fiction. Genauso visionär erscheint es uns heute, wenn Ingenieure und Wissenschaftler einen Blick in die Zukunft werfen: Wird es einmal möglich sein, einen Aufzug ins Weltall zu bauen oder Akkus wie Tinte auf Papier zu drucken?
Während des Workshops „Das Nanoröhrchen“ wird klar, dass man bei solchen Vorhaben mit herkömmlichen Werkstoffen schnell an seine Grenzen stößt. Mit Hilfe neuartiger, auf Nanotechnologie basierender Materialien könnten sich solche und viele andere technische Schwierigkeiten vielleicht aber bald lösen lassen. Einen dieser innovativen „Baustoffe“ lernen die angemeldeten Schulklassen im nanoTruck näher kennen: die Kohlenstoffnanoröhren (CNT).

Kreative Köpfe und neugierige Bastler kommen schließlich beim Ideenworkshop unter dem Motto „nano goes textile“ auf ihre Kosten. Denn hier werden sie ihre eigenen Ideen entwickeln und Entwürfe zeichnen, die erklären sollen, wie Textilien mit Hilfe der Nanotechnologie zukünftig beschaffen sein könnten. Bei der anschließenden Diskussion mit den nanoTruck-Wissenschaftlern dreht sich dann alles um die Frage, wie realistisch die Umsetzung der textilen Produktideen in der Anwendungspraxis tatsächlich ist. Dabei legen die Nachwuchsforscher auch selbst Hand an: In Zweierteams bauen sie mit einfachsten Hilfsmitteln wie Hibiskusblütentee und Bleistiftgraphit voll funktionstüchtige Solarzellen auf nano-Basis, sogenannte „Grätzelzellen“.

Präsentationen für Schulklassen

Was die Nanotechnologie künftig leisten soll und wo ihre Chancen aber auch potenzielle Risiken liegen, das erfahren angemeldete Schulkassen unter dem Motto „Nanotechnologie be-greifen“. Bei multimedialen Präsentationen berichten die nanoTruck-Experten ihren jungen Gästen innerhalb einer Schulstunde, wo und mit welchen Zielen die Nano-Forschung heute arbeitet. Dabei helfen ihnen interaktive Ausstellungsstücke und kleine Experimente, die das theoretische Wissen konkret veranschaulichen und verblüffende Effekte zeigen.

„nano meets school“: Workshop für Lehrkräfte

Zum Wesen der Nanotechnologie gehört auch die Verbindung unterschiedlicher naturwissenschaftlicher und technischer Disziplinen. Etwa der Physik, der Chemie oder der Biologie. Deshalb bieten die nanoTruck-Wissenschaftler interessierten Lehrkräften einen kostenfreien Spezial-Workshop an, in dem sie diesen Aspekt aufgreifen und das Thema „Querschnittstechnologie Nanotechnologie“ mit Leben erfüllen. Im Mittelpunkt stehen dabei ebenso nützliche wie mühelos umzusetzende Tipps, mit denen nanotechnische Anwendungen und „Phänomene“ im Unterricht später gut vermittelt werden können.

Offene Tür zum Nanokosmos

Neben Schulklassen und Lehrkräften sind in Kleve auch alle anderen Interessierten eingeladen, sich bei einem Besuch im nanoTruck über die Nanotechnologie zu informieren. Dabei stehen die begleitenden Wissenschaftler ihren Gästen als Gesprächs- und Diskussionspartner zur Verfügung und greifen in kurzen Impulsvorträgen Beispiele aus ganz unterschiedlichen Anwendungsgebieten wie der Medizin oder der Kommunikationstechnik auf.

Die Türen des nanoTrucks stehen der interessierten Öffentlichkeit am Mittwoch, den 16.01., von 11.00 bis 14.30 Uhr offen. Der Eintritt ist frei!

Weitere Informationen unter: www.nanotruck.de

Autor:

Daniel Wintzheimer aus Moers

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