Dritter und erster Platz für die „Aktiengirls“

Die „Aktiengirls“ haben beim „Planspiel Börse“ gewonnen: Julia Koch (li.), Melissa Sarembe, Miriam Henning und Spielführerin Julia Verheyen
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  • Foto: Jan Röttgers
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So sehen strahlende Siegerinnen aus: Miriam Henning, Julia Koch, Melissa Sarembe und Julia Verheyen sind die „Aktiengirls“. Sie haben beim „Planspiel Börse“ gewonnen! Aus anfänglichem Startkapital wuchsen im Spielverlauf stattliche 51.870 Euro. Das ist die drittbeste Summe aller Teilnehmer der Sparkasse Kleve.

Die „Aktiengirls“ setzten dabei, wie ein Blick in ihr Depot verrät, auf folgende Strategie: Sie investierten ihr Spielkapital erfolgreich auf ein „Viergespann“: Auf die Aktie der Online-Handelsplattform Amazon, auf die Titel der Deutschen Bank, den Maschinenbauer FCC und mit der Volkswagen-Aktie auf Deutschlands wertvollstes Unternehmen überhaupt. Letzteres Unternehmen beschert den „Aktiengirls“ übrigens auch den ersten Platz in der Nachhaltigkeitswertung mit allein 2.843 Euro Gewinn.

Die Spielsimulation hat Klassenlehrer Studienrat Jan Röttgers mit seinen angehenden Fachabiturientinnen der Klasse SFOSO 11C der Fachoberschule für Sozial- und Gesundheitswesen der Abteilung Sozialwesen des Berufskollegs Kleve des Kreises Kleve im Rahmen seines Politikunterrichtes durchgeführt. „Ich habe allerdings nur das Spiel als solches vorgestellt, wie es funktioniert und was es allgemein beim Aktienhandel zu berücksichtigen gilt“, versichert Jan Röttgers. „Unsere Kaufentscheidungen haben wir selber im Team getätigt“, bestätigt Spielführerin Julia Verheyen. „Dabei mussten wir ganz schön die Nerven behalten“, erinnert sich Julia Koch. Denn zwischenzeitlich war der Gesamtwert des Depots in einer Flaute mal auf 47.000 Euro „abgesackt“, konnte sich jedoch zum Spiel entscheidenden Stichtag wieder deutlich erholen.

Und genau darum geht es auch bei dem Planspiel des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV):Was mache ich mit 50.000 Euro Startkapital? Welche Aktien werden steigen? Wo gibt es den größten Gewinnsprung? Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Verkauf? „Ich halte das Planspiel Börse für besonders pädagogisch wertvoll“, erklärt Studienrat Jan Röttgers als betreuender Lehrer, der selber schon als Schüler mitgespielt hat. „Abgerechnet wird zu wirklichen Börsenkursen: Gewinne ebenso wie Verluste – nur bleibt eben der eigene Geldbeutel verschont!“ Somit gewinnen am Ende alle Teilnehmer, auch wenn das Depot Verluste ausweist. „Und das ist bei manch anderem Musterdepot im Vergleichszeitraum auch der Fall gewesen“, unterstreicht Röttgers die Bedeutung des Gewinns. „Das Börsenumfeld ist insgesamt schwierig gewesen. Die Turbulenzen der weltweit anhaltenden Finanzkrise, die Wirtschaftskrise im Euro-Raum und die gesellschaftlichen Umbrüche in der arabischen Welt sorgten für ein Auf und Ab der Aktientitel. Da war es schwer, überhaupt Gewinne zu erzielen“, betont der Studienrat. Schließlich könne die „Psychologie der Börse“ niemand gänzlich erklären.

Studienrat Röttgers zeigt sich mit dem Verlauf und Abschneiden seiner Schülerinnen hoch zufrieden: „Die Schülerinnen konnten beim Planspiel lebensecht schon mal für übermorgen üben – ohne echtes Geld zu verlieren“, so Studienrat Röttgers. „Und über einen dritten und ersten Platz freue ich mich mit meinen Schülerinnen natürlich ganz besonders!“ Die Abteilung Sozialwesen des Berufskollegs Kleve ist in diesem Jahr übrigens überdurchschnittlich stark vertreten gewesen. Insgesamt hat allein sie zehn Gruppen ins Rennen rund um die Börsenrallye geschickt. Nebenbei: Auch die mittlerweile entstandene „Bilanz“ von Studienrat Jan Röttgers kann sich sehen lassen: Im vergangenen Jahr haben Schülerinnen und Schüler von ihm sogar den ersten Platz im Sparkassenverband Kleve und einen hervorragenden fünften Platz im gesamten Rheinland belegt und jetzt eben einen dritten und ersten Platz in den Einzelwertungen der Sparkasse Kleve erreicht. Das „Planspiel Börse“ holt Jugendliche bei ihrem Interesse für Wirtschaft und Finanzen ab und erleichtert ihnen so den Zugang zu oft komplexen Themen. Dies erklärt auch den langjährigen Erfolg des Planspiels und seinen mittlerweile „30. Geburtstag“.
Jährlich tauchen über 200.000 Jugendliche europaweit in die virtuelle Welt der Finanzen ab und probieren Anlagestrategien ohne großes Risiko aus. Und so funktioniert das Spiel: Jugendliche schließen sich in Teams zusammen und erarbeiten eine Anlagestrategie für ihr Depot mit 50.000 Euro virtuellem Startkapital. Gemeinsam entscheiden sie, welche der zur Auswahl stehenden Wertpapiere Erfolg versprechend sind und wie lange sie im Depot gehalten werden. Ihre Kauf- und Verkaufsaufträge wickeln die Jungbörsianer dabei über das Internet ab, über das sie ein eigenes Depot führen. Die Teams mit dem höchsten Depotwert gewinnen. Mehr Informationen zum „Planspiel Börse“ gibt es im Internet unter: www.planspiel-boerse.de (jarö)

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Lokalkompass Kleve aus Kleve

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