Facetten des Krankseins verstehen: Neue tolle Serie "Club der roten Bänder"

Screenshot Vorspann "Der Club der roten Bänder"

Heute Abend geht es weiter!

Letzten Montag um 20.15 Uhr bin ich noch nicht überzeugt. Der Sender Vox wirbt für seine neue Serie "Club der roten Bänder". Über Kids im Krankenhaus. Möchte ich das wirklich sehen? Wie realitätsnah mag das rüberkommen? Zu beklemmend? Oder zu verkitscht? Zunächst entschließe ich mich dagegen, doch das Thema lässt mich irgendwie nicht los und so nehme ich an diesem verregneten Sonntag die Wiederholung auf.

Es geht um Jonas, der am Tag vor seiner OP ins Zimmer von Leo kommt. Leo, der dieselbe Tortur schon hinter sich hat und sich mit einem Bein durchschlagen muss. Um Emma, das Mädchen mit den Essstörungen. Der kleine Hugo, der seit zwei Jahren im Koma liegt. Alex, der zusammengebrochen ist und auf seine Diagnose wartet. Und um Toni, einen Jungen mit Asperger, der nach einem Unfall beide Beine gebrochen hat.

Doch es geht um soviel mehr. Es geht um die Dinge zwischen Himmel und Erde, die niemand erklären, sondern ein jeder nur für sich annehmen kann. Es geht um die Gedanken und Gefühle von Kranken, die ein Gesunder nur schwer begreifen und nachvollziehen kann. Was umgekehrt natürlich ganz genauso gilt. Es geht darum, in dieser schweren Zeit nicht allein zu sein. Und auch darum, trotz aller Schicksalsschläge Kind sein zu dürfen.

So schlägt Leos Physiotherapeut eines Tages vor, eine Gang zu gründen. Eine Gang, die ja bekanntlich aus sechs Leuten (ist das so?) besteht: Dem Anführer und dem zweiten Anführer. Dem Mädchen. Dem Hübschen und dem Schlauen. Und dem guten Geist der Truppe. Ein Club, der von seinen engagierten Jungschauspielern lebt und auf der Erinnerung eines Albert Espinosa beruht.

Schon nach den ersten beiden Folgen bin ich fasziniert von dem, ich nenne es jetzt auch mal :-) guten Geist dieser Serie. Verzweiflung, Wut, Zusammenhalt und Freundschaft im Mikrokosmos Krankenhaus. Ja, es gibt sie, die beklemmenden Szenen, und auch die gefühlvollen. Auf die gute Art und Weise. Ich werde dran bleiben, obwohl mir eigentlich die Zeit für eine weitere Serie fehlt.

Autor:

Christiane Bienemann aus Kleve

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