Raadts führt nun Kreiskomitee der Katholiken

Für die Zukunft aufgestellt hat sich der Vorstand des Kreiskomitees der Katholiken im Kreisdekanat Kleve
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Sieben Punkte der „Freude am Evangelium“ aus dem Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ von Papst Franziskus standen thematisch im Mittelpunkt der konstituierenden Vollversammlung des Kreiskomitees der Katholiken im Kreisdekanat Kleve.

Sie fand jetzt im Mutter-Teresa-Saal des Kevelaerer Priesterhauses statt und widmete sich neben dem seit einem Jahr im Amt stehenden Papst Franziskus auch den Vorstandswahlen.

Das Kreiskomitee ist das oberste Laiengremium auf Kreisdekanatsebene. Ihm gehören vor allem Vertreter der katholischen Verbände an. Es nimmt die Interessen der Katholiken im Kreisdekanat wahr und ist deren Sprachrohr. Die Vollversammlung des Kreiskomitees tritt einmal jährlich zusammen.

An der jetzigen Vollversammlung nahmen etwa 40 Personen teil, davon 31 Delegierte aus Verbänden und Gemeinden. Neben ihnen hieß der Vorsitzende des Kreiskomitees, Dr. Werner Kuhnen, besonders den Referenten Pfarrer Norbert Arntz willkommen. Der Geistliche Beirat Pfarrer Alois van Doornick eröffnete die Sitzung mit einem Impuls.

Dr. Kuhnen dankte im Rückblick dem bisherigen Vorstand für vier sehr erfolgreiche Jahre. Er zeigte sich erfreut darüber, dass bis auf eines alle Vorstandsmitglieder erneut als Kandidaten zur Verfügung standen. Dem ausscheidenden Mitglied Christine Broeckmanns dankte er mit einem Blumenstrauß für achtjährige Vorstandsarbeit.
Dank nahm auch Dr. Kuhnen selbst entgegen, der bereits frühzeitig angekündigt hatte, für das Amt des Vorsitzenden nicht mehr zu kandidieren. Rückblickend gingen Edmund Raadts und Elisabeth Pasedag auf die Projekte, Aktionen und Veranstaltungen des Kreiskomitees unter seinem zwölfjährigen Vorsitz ein. Unter anderem hoben sie seine prägnanten und umfassenden Jahresberichte sowie das Engagement für Aktionen wie „Nacht der offenen Kirchen“ oder politische Podiumsdiskussionen unter dem Titel „Farbe bekennen“, für die Ökumene, die Region und seine Vorstandstätigkeit im Diözesankomitee in Münster
Bei den Wahlen wurde Edmund Raadts aus Kleve-Materborn als neuer Vorsitzender gewählt. Die bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Elisabeth Pasedag aus Kleve-Kellen und Norbert Gerding aus Kleve-Materborn wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als Beisitzer bestimmten die Anwesenden Auke Brattinga aus Kleve, Angelika Bergmann aus Goch-Hülm, Dr. Werner Kuhnen, Hans-Gerd Op de Hipt aus Kevelaer, Dr. Annika Hüsing aus Kleve-Keeken und Stephan Tauchmann aus Kleve. Geistlicher Beirat ist weiter Pfarrer Alois van Doornick aus Kalkar. Weiterhin war Bernd Vossmöller aus Weeze-Wemb bereits durch die Kreisdekanatsversammlung direkt in den Vorstand gewählt worden. Als Delegierte für das Diözesankomitee der Katholiken bestimmte die Versammlung Edmund Raadts, Elisabeth Pasedag und Kreisdekanatsgeschäftsführer Hubert Lemken.
Inhaltlich sprach Pfarrer Norbert Arntz zum Thema „Lieber eine verbeulte Kirche als ein päpstlicher Palast – über die Verkündigung des Evangeliums in der Welt von heute“. Lange habe kein Schreiben eines Papstes mehr so viel Aufmerksamkeit gefunden wie „Evangelii Gaudium“, das erste Lehrschreiben von Papst Franziskus. Schon seine bisherigen gelegentlichen öffentlichen Äußerungen hätten aufhorchen lassen: die Predigt zur Flüchtlingsfrage auf Lampedusa, die Einsetzung einer Kommission zu Reform der Kurie oder das Interview mit den Jesuitenzeitschriften.
Mit den Reaktionen auf das Lehrschreiben aber verhalte es sich anders. Dessen vierfaches Nein provoziere: das Nein zu einer Wirtschaft der Ausschließung, das Nein zur neuen Vergötterung des Geldes, das Nein zu einem Geld, das regiert, statt zu dienen sowie das Nein zur sozialen Ungleichheit, die Gewalt hervorbringt. Darauf habe es scharfe Kritik seitens verschiedener Wirtschaftskreise gehagelt.
„Dabei macht das päpstliche Lehrschreiben die Notwendigkeit einer Umkehr in wirtschaftlicher und gesellschaftspolitischer Hinsicht gar nicht zum Hauptthema“, verdeutlichte Pfarrer Arntz. Die Auseinandersetzung mit Ökonomie und Politik sei vielmehr Bestandteil eines Evangelisierungs- und Missionsprogramms, das die ganze Kirche erfassen soll. Mit diesen und anderen Sätzen habe Papst Franziskus ein Kirchenprogramm in die Welt geschickt, das von der Umgestaltung der Kirche und der sozialen Dimension der Evangelisierung handele.
Informationen zum 750-jährigen Domjubiläums des St.-Paulus-Doms Münster sowie zu weiteren Veranstaltungen und Aktionen im Kreisdekanat Kleve beschlossen die Vollversammlung des Kreiskomitees.

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