Caritas-Jahresempfang: Soziales digital organisieren

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Die beiden Caritasverbände des Kreises Kleve stellen sich den Herausforderungen der Digitalisierung.

Nicht nur Industrie und Wirtschaft beschäftigten sich mit dem Thema „Digitalisierung“, sondern auch die Caritasverbände des Kreises Kleve, die zum Jahresempfang nach Uedem eingeladen hatten. Vorstand Rainer Borsch des Caritasverbandes Kleve betonte in seiner Rede, dass es in der Arbeitswelt der Wohlfahrtsverbände immer mehr Berührungspunkte mit dem Thema Digitalisierung gäbe. Daran anschließend informierte er über laufende Projekte, mit denen sich die Mitarbeiter der Caritas derzeit beschäftigen, wie zum Beispiel mit dem im Juli geplanten Umzug des Familienzent-rums „Zauberstern“ in die Triftstraße und die Inbetriebnahme einer neuen Wohngruppe für acht Jugendliche in Goch-Asperden. Für November sei die Eröffnung der Tagespflege in Emmerich vorge-sehen.

Da der Empfang gänzlich im Zeichen der Digitalisierung stand, wies Moderator Markus Kock darauf hin, dass die Caritasverbände des Kreises Kleve nicht nur Öffentlichkeitsarbeit für die Printmedien machen, sondern auch in den Sozialen Medien wie Facebook und Instagram aktiv sind. Auch die Caritas-App dient dazu, Menschen über aktuelle Geschehnisse der Verbände zu informieren. Passend zum Thema forderte Kock die mehr als 130 Gäste auf, einen Musikwunsch zu äußern, der über „Alexa“ erfüllt wurde.

Auch der folgende Vortrag des Gastredners Prof. Ayad Al-Ani schloss sich dem Caritas-Jahreskampagnenthema „Sozial braucht digital an“. In seiner Präsentation zeigte er unter anderem ein Video, das veranschaulichte, wie man soziale Dinge auch digital organisieren kann. So ist es beispielsweise möglich, einen Krankenhauspatienten, der sich fortbewegt, mittels eines Trackers am Handgelenk zu orten, da sein Standort per Webcam auf einem Mobilgerät angezeigt wird, um ihm beispielsweise ein Hilfsmittel wie einen Rollstuhl zur Verfügung zu stellen, dessen Standort für einen schnellen Zugang ebenfalls auf einem Mobilgerät angezeigt wird.

Dies war nur eines der Beispiele, die Al-Ani nannte. Auch die Sichtweise auf einen Pflegeroboter sollte nicht nur negativ behaftet sein. Vielmehr solle man darüber nachdenken, ob es nicht sogar eine Vielzahl von Menschen begrüßen würde, wenn sie im Alter nicht von unterschiedlichen Pflegekräften bei der täglichen Hygiene unterstützt würden, sondern stets von einem Roboter, vor dem sie ggf. weniger Schamgefühl haben. Somit bliebe für die Pflegekräfte mehr Zeit für den Menschen als solches.

Schließlich wünscht sich Al-Ani für die Caritasverbände, dass sie zukünftig aus Daten neue Dienstleistungen entwickeln. „Die Caritas ist gefordert, eine Plattform zu bilden, damit sich Menschen verbin-den können, um gemeinsam soziale Herausforderungen zu lösen“, erklärte Al-Ani. Caritas-Vorstand Karl Döring vom Caritasverband Geldern-Kevelaer betonte in seinem Schlusswort, dass innerhalb der beiden Verbände noch vieles zu tun sei, sie sich allerdings po-sitiv gestimmt den Herausforderungen der Digitalisierung stellen werden.

Autor:

Verena Rohde aus Kleve

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