Orientierung im Klever Waldpark "Neuer Tiergarten“

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Arbeitskreis Kermisdahl des Klevischen Vereins stellte beschriftete Findlinge von Kleve bis Donsbrüggen auf

Der Arbeitskreis Kermisdahl/Wetering des Klevischen Vereins sorgt jetzt für eine bessere Orientierung im Waldpark Neuer Tiergarten. So wurden nun beschriftete Findlinge von der Gruftstraße in Kleve bis zum Spielberg in Donsbrüggen zur Orientierung ausgelegt. Damit ist ein weiterer Schritt auf dem Wege zu einem Besucherleitsystem im „Waldpark Neuer Tiergarten“ geschaffen. In Zukunft gibt es noch erklärende Infoschilder an den Hauptsehenswürdigkeiten des denkmalgeschützten Waldparks.

Auf dem bewaldeten Höhenrücken des neuen Tiergartens ist nun zum Beispiel die Achse „Sternberg-Klever Berg“ deutlich ausgewiesen. Außerdem gibt es Hinweise auf den „Alten Donsbrügger Weg“, die „Dolle Gruft“ und die „Hirschscheunenallee“. Auch die „Kastanienallee“ ist durch einen behauenen Findling markiert. Ein besonders großer Findling, der an prägnanter Stelle aufgestellt werden soll, muss noch mit einem Spezialtransport von Bedburg-Hau zum ausgewählten Standort verbracht werden. Die historisch belegten Bezeichnungen sollen die Klever Kulturgeschichte wieder aufleben und sollen neugierig machen.

Unter der Federführung und Finanzierung des Klever Forstes/Regionalforstamt Niederrhein wurde seit 2013 ein Konzept „Findlinge als Wegehinweise“ durch den Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering/ Waldpark AG entwickelt. Ziel ist, den Aufenthalts- und Erholungswert in den stadtnahen Parkanlagen zu steigern und das Bewusstsein für die einzigartig gestaltete Kulturlandschaft von Kleve und seiner Umgebung zu fördern. Der Arbeitskreis und die im in der Waldpark AG zusammengeschlossenen Behörden und Heimatvereine erhoffen sich dadurch mehr Besucher und mehr Wertschätzung für den historischen Park.

Die letzte Weichseleiszeit vor 200 000 Jahren hat durch das liegengebliebene Endmoränengeschiebe eine unverwechselbare Landschaft von flachem Weideland und bewaldeten Höhen geformt. Eisenzeitliche Gräberhügel auf den Höhen beweisen schon eine frühe Besiedlung vor unserer Zeitrechnung. Der ehemalige Statthalter Johann Moritz bezog diese Landmarken in seine Gartenarchitektur der Klever Residenzstadt im 17. Jahrhundert ein und verband sie mit einem Netz aus Alleen und Sichtbezügen ins weite Umfeld.

Die mit einer Ausnahme kostenfrei aus Kiesgruben der Region zwischen Rhein und Maas zur Verfügung gestellten Findlinge sind in der Steinmetzwerkstatt Josef Tripp in Bedburg-Hau fachgerecht „beschriftet“ worden. Regina Wilmsen, Auszubildende in der Bildhauerwerkstatt Tripp, hat eine fachlich schöne und für die Klever Parkanlagen sehr nützliche Steinmetzarbeit geleistet.
14 Findlinge konnten aktuell an besonderen Punkten im Waldpark Neuer Tiergarten ausgelegt werden. Mit Erfahrung und Hilfe eines Kranwagens positionierten Mitarbeiter vom Natursteinteam Tripp die „beschrifteten“ Findlinge an die richtige Stelle.

Gerlinde Semrau-Lensing vom Arbeitskreis dankt allen beratenden Fachleuten und den beteilgten Kiesgruben: Hülsken gmbh, Wesel, - Siemes/Sand- und Kiesbaggerei, Weeze - Welbers/Sand und Kies, Wemb,Veenweg - sdh-gmg Weeze-Hees.

Vorüberkommende Waldbesucher begrüßten die Aktion. Mögen die wegweisenden Findlinge entlang der Stauchmoräne den Waldparkbesuchern diesseits und jenseits „de grens“ Freude und Orientierung bringen.

Fotos: Thomas Velten

Autor:

Thomas Velten aus Kleve

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