Beim Katholikentag in Münster präsentiert sich das Kreisdekanat Kleve

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Als Sozius von Motorrad-Wallfahrer Willi Verhülsdonk ließ sich Weihbischof Rolf Lohmann zur Präsentation des Kreisdekanats Kleve bringen. (Foto: Bischöfliche Pressestelle/Christian Breuer)

(pbm/cb). In der ersten Reihe halten sich vorsorglich ein paar Kirchentagsbesucher die Ohren zu, als die drei Motorräder zum Gruß loshupen. Dr. Bastian Rütten, der auf der Katholikentags-Bühne auf dem Überwasserkirchplatz in Münster steht, muss lachen: „Wenn Sie denken, dass das laut war, dann kommen Sie mal nach Kevelaer. Zur Motorradfahrer-Wallfahrt kommen jedes Jahr bis zu 2000 Maschinen auf den Kapellenplatz und hupen gleichzeitig, um Maria zu grüßen.“

Rütten führte durch die rund 90-minütige Präsentation des Kreisdekanats Kleve, die musikalisch von dem Geschwisterpaar Sarah und Daniel Verhülsdonk aus Goch gestaltet wurde.
Die drei Motorradfahrer aus dem Kreis Kleve hatten nicht nur ihre chromglänzenden Maschinen mitgebracht, sondern als Sozius auf der ersten Maschine auch noch Weihbischof Rolf Lohmann. Er sprach mit Rütten über die Bedeutung der Wallfahrt, nicht nur, aber gerade auch für das Kreisdekanat Kleve. „Pilgern hat Zukunft“, sagte er, „die Menschen wollen sich auf den Weg machen, ein Ziel vor Augen haben.“ Wichtig sei es, bestimmte Gruppen wie etwa die Motorradfahrer anzusprechen. Das bestätigte Anja Daut, die sich in diesem Jahr bereits zum elften Mal mit einer Gruppe Inline-Skater von Bocholt aus auf den Weg in die Marienstadt macht. „Ich lade jeden ein, mitzufahren“, warb sie. „Keine Angst vor der rund 70 Kilometer langen Strecke – die Gemeinschaft trägt.“
Lohmann warb dafür, besonders die jungen Kirchenbesucher in den Blick zu nehmen: „Ich komme gerade von der Kirchenmeile, dort war ich beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend. Wir können viel lernen, wenn wir die jungen Leute fragen.“ Um das Engagement von Jugendlichen ging es bei der Vorstellung der „Unglaublich“-Gottesdienste, die seit einiger Zeit in Reichswalde angeboten werden. Rütten fragte, ob man derzeit in der Kirche eher Nachlassverwalter oder doch Wegbereiter sei. Pastoralassistent Raphael Runde jedenfalls ist optimistisch: „Wir haben mit einem kleinen Team angefangen und gefragt, was die Jugendlichen wollen. Bei der Gestaltung der Gottesdienste haben wir weitgehend freie Hand, und zu unserem anfangs kleinen Vorbereitungsteam gehören mittlerweile 17 Jugendliche.“
Am Ende der Präsentation hatte Rütten sein Versprechen eingelöst, das Publikum auf eine Expedition zum Niederrhein mitzunehmen und Land, Leute sowie den Glauben schmackhaft zu machen. Denn auch die kulinarischen Genüsse kamen nicht zu kurz: Cornelia Graßhoff und Simone Schönell stellten die Region zwischen „Landschaft und Landwirtschaft“ vor, inklusive dem weit verbreiteten „Elführken“, dem Schnaps kurz vor der Mittagszeit, bei dem der Niederrheiner zeige, dass er gesellig und gesprächig sei.
Einen besonderen Dank gab es zum Abschluss der Präsentation für den Kreisdekanatsgeschäftsführer Hubert Lemken. Er hatte bei der Planung der zahlreichen Aktivitäten während des Katholikentags die Fäden für das Kreisdekanat Kleve in der Hand – und war sichtlich erleichtert, dass sich der Kreis Kleve während des gesamten Katholikentags von seiner besten Seite zeigen konnte.
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