Einzigartige Elterninitiative wehrt sich gegen Ärztemangel im Kreis

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Die Intitiative wird unterstützt von Dr. Wolfgang Brünnunghaus und Bürgermeisterin Northing
Zur zunehmend drastischen Mangelsituation der Ärzteversorgung, insbesondere der mit Kinderärzten in unserer Region, sagt die “Elterninitiative - Mehr Kinderärzte für den Kreis Kleve“: „Nicht mit uns!“, mit Rat und Tat unterstützt vom Klever Kinderarzt Dr. Wolfgang Brünninghaus, Jan Traeder, Fachbereichsleiter der Stadt Kleve für Jugend und Familie und auch aus vollem Herzen durch Bürgermeisterin Sonja Northing. Die Petition, initiiert von Katja Beermann, und bestehend aus engagierten Müttern wie Daniela van Zandvoort, Anne Dekkers und Nicole Tenbrink, protestiert gegen das Ungleichgewicht der Versorgung mit Ärzten im ländlichen Bereich und die Bedarfsplanung des Bundes. Eine konkrete Messung seitens der Elterninitiative ergibt nachweisbare und drastische Mängel für den Kreis Kleve.
„Ein grandioser Betrugsversuch auf Kosten der Bürger auf dem Land“, so Brünninghaus.
Ein Wechsel des Kinderarztes beispielsweise, weil „die Chemie nicht stimmt“, ist in Düsseldorf zweifelsohne möglich, im Kreis Kleve undenkbar, denn es gibt de facto keine Alternative . Stattdessen weinende Mütter am Telefon und verzweifelte Arzthelferinnen, die immer wieder Absagen erteilen müssen. „Arzthelferinnen und Ärzte sind am Ende. Wir sind völlig überlastet – die Grenze ist erreicht!“, sagt Wolfgang Brünnighaus. Die Eltern-Kommentare, die uns innerhalb der Petition erreichen sprechen Bände", meint Anne Dekkers.  Wie in so vielen politischen Fragen ist hier der Dschungel an Zuständigkeiten immens und die regionale Nachsteuerung kann das Problem schon lange nicht mehr lösen.
„Der öffentliche Druck muss erhöht werden!" meint Anne Dekkers. Und es geht nicht allein um den Mangel an Kinderärzten, die nach den Planungsvorgaben der B-GA etwa 60 Prozent mehr Bewohner versorgen sollen als die Kollegen in Düsseldorf. Tatsächlich gibt es ein Versorgungsproblem aller Facharztgruppen und der Hausärzte auf dem Land. Verantwortungsvoll arbeiten heißt aber auch, dass man als Hausarzt seinen Patienten mit Knieproblemen zum orthopädischen Kollegen schicken kann. Wer im Kreis Kleve schon mal einen Termin bei einem Facharzt brauchte, der weiß, wo hier das Problem liegt.
„Landärzte brauchen gezielte Vorteile“, sagt Brünninghaus. „Die Bedarfsplanung wird schöngeredet. Wenn der Bedarf nicht richtig berechnet wird, gibt es auch keine Grundlage für Maßnahmen!“ Demnach liegen dem Bedarfsplan nicht die tatsächlichen Versorgungsbedingungen zugrunde, er ist nicht auf konkrete Messungen gestützt.
Laut Brünninghaus wird sich die Situation in den nächsten vier bis fünf Jahren dramatisch zuspitzen und dies bedeutet für die verbliebenen „Restärzte“ immer schwierigere Arbeitsbedingungen. Nicht unbedingt „Zugpferd-Vorteil“ für das Arztleben auf dem Land.
Bürgermeisterin Northing ist sich sicher: “Das können wir nur gemeinsam schaffen“! Es muss weiter Druck gemacht werden. Hartnäckig bleiben!“
Das sind die Ziele:Feststellung einer deutlichen Mangelversorgung im Kreis Kleve, statt die von der G-BA erhobene Überversorgung, für gezahlte Kassenbeiträge gleiche Versorgungsleistungen wie für Versicherte in Großstädten, Maßnahmen gegen die Benachteiligung in der Bedarfsplanung durch die jeweiligen Entscheidungsträger, Fördermaßnahmen für neue Niederlassungen - "Nachfolgeproblematik" , Erreichen von mehr Unterschriften innerhalb der nächsten drei Wochen (Ablauf der Petition). 
Das sind die Erfolge:Das Quorum bei "openPetition" (der Indikator, dass das Thema für Bürger relevant ist) ist mit über 3500 Stimmen mehr als erreicht, Ergebnisse sind bereits an Volksvertreter auf Kreis- und Landesebene weitergegeben, erste Stellungnahmen von dieser Seite sind bereits formuliert oder stehen noch aus.  
Detaillierte Informationen, Zahlen, Fakten und die Möglichkeit, mit seiner Unterschrift zu unterstützen, auf www.Ei-Kleve.de, Fragen beantwortet Nicole Tenbrink unter mail@ei-kleve.de.
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